Je früher behandelt wird, desto besser
Mit drei Jahren sprach Sara wie ein Wirbelwind: Sie holperte über Worte, verdrehte Sätze, vernuschelte Buchstaben - aber sie machte das mit unüberhörbarem Vergnügen. Mit vier Jahren hatte Sara zwar einen erstaunlich großen Wortschatz, aber sie bekam noch immer keinen Satz grammatikalisch richtig hin. "Hier die Puppe schlafen." "Alles da wegmüssen." "Du kommen, ganz schnell." Dysgrammatismus lautete die Diagnose der Münchner Logopädin Barbara Kleesattel: "Sara hatte eine auffallende grammatikalische Störung, sie benutzte Verben ausschließlich in der Grundform und ließ Sätze unvollständig. Bei einem normalen Verlauf der Sprachentwicklung haben Vierjährige die Grammatik ihrer Muttersprache größtenteils intus."
Fast zwei Jahre war Sara in ihrer Behandlung, in der sie Satzmuster genauso trainierte wie die fehlenden Laute. Mit Trommeln, mit Singen, mit Spielen - und mit ziemlich viel Geduld. Mittlerweile geht Sara in die zweite Klasse, findet Aufsatzschreiben prima und Diktate doof. Sie redet wie ein Buch. Alles noch mal gut gegangen. "Je früher Sprachstörungen erkannt und behandelt werden, desto besser", sagt Sprachtherapeutin Iris Gewitsch aus München. Und Hilfe ist nötig, denn "Es ist schlimm, wenn Kinder die Regelschule nur deshalb nicht packen, weil sie sprachlich verzögert sind", sagt die Expertin.
Sprache und Sprachverständnis sind der Schlüssel zum Lernen. Bis zu einem Viertel aller Erstklässler, schätzen Experten, sind heute sprachlich auffällig, sechs bis acht Prozent haben eine behandlungsbedürftige Störung - Tendenz steigend. Ein Grund dafür: "Viele Kinder wachsen heute in extrem spracharmen Haushalten auf", meint Iris Gewitsch. Es gibt keine gemeinsamen Mahlzeiten mehr, selbst Zwei- und Dreijährige sitzen täglich mehrere Stunden vor dem Fernseher, es wird schlicht zu wenig miteinander geredet.
Aber Sprachschwierigkeiten können auch vererbt oder durch minimale Störungen im Gehirn ausgelöst werden - ja selbst emotionale oder motorische Schwierigkeiten können zu Sprechproblemen führen. Und: Wenn ein Kind in den ersten Jahren häufig an Mittelohrentzündungen oder vergrößerten Polypen leidet und schlecht hört, tut es sich mit dem Spracherwerb ebenfalls schwerer.







Hallo an alle, die dieses Problem haben...mein Sohn hat letztes Jahr in eine andere Kita gewechselt...folgendes Problem hatte ich mit meinem mittlerweilen 4 Jährigen Sohn...er hat sich nur mit lauten geäussert und sehr wenig gesprochen...motorische Probleme und Soziale Emotionale Schwierigkeiten...er wurde vom Gesundheitsamt als Integratives Förderkind eingestuft...zum Glück habe ich den letzten Platz noch bekommen...laut meiner Kinderärztin sollten sich die Probleme automatisch raus wachsen, was bis dahin leider nicht geschehen ist...hört auf Euren Verstand und auf Eurem Herz...meinem Sohn hat der wechsel sehr gut getan...kurz vor Weihnachten letztes Jahr hat er endlich angefangen zu sprechen...er wird im Oktober schon 5 Jahre alt...meine Hoffnung habe ich noch nicht auf gegeben, weil es immer besser wird...er hat viele neue Freunde in der neuen Kita gefunden und freut sich jeden Tag darauf...in der Kita bekommt er seine Logopädie, sowie Motopädie - Therapie und es wird immer besser
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