Sprachförderung

Sprachtest im Kindergarten

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Sprachförderung: Sprachtest im Kindergarten
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Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

In Nordrhein-Westfahlen und Sachsen-Anhalt muss jedes Kindergartenkind im Alter von 4 Jahren einen Sprachtest absolvieren. Dieser sogenannten "Delfin4"-Test (Diagnistok, Elternarbeit, Förderung der Sprachkompetenz in Nordrhein-Westfahlen bei 4-jährigen) soll Sprachdefizite deutlich machen und, bei Bedarf, frühzeitig Fördermaßnahmen einleiten.

Der Test wird von Grundschullehrern durchgeführt. Die Kinder müssen während des Tests unter anderem sinnfreie Sätze wie "Wenn die Hose singt, klettert sie über die Straße" oder "Das lustige Eis tanzt einen Baum" nachsprechen. Sie sollen auch die Mehrzahl von Phantasiebegriffen wie "Bolli" oder "Dopf" bilden. Der Test ist fachlich korrekt, dennoch ist er nicht unumstritten. Viele Kinder reagieren in der für sie ungewohnten Testsituation verunsichert, manche sogar verängstigt. Testergebnisse können dadurch schlechter ausfallen.

Musste Ihr Kind auch den "Delfin4" oder einen anderen Sprachtest absolvieren? Welche Erfahrungen haben Sie mit Sprachtests im Kindergarten gemacht? Kommentieren Sie diesen Artikel und schreiben Sie uns Ihr Erfahrungen.

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  • von Mama-nrw am 16. Juni 2011, 21:39 Uhr

    Bei dem Wort Delfin sehe ich rot! Meine Tochter ist eine Quasselstrippe und sie spricht echt toll - reine Aussprache, schöne Ausdrucksweise, deutlich... Alles fantastisch. ABER - sie spricht nicht mit Fremden! Gepaart mit ein wenig Sturheit ist leicht zu erraten, wie der Test ausging: wir mussten zum zweiten Test. Eine gekünstelte Situation in der Grundschule, drei Lehrerinnen, meine Tochter und ich. Und sie hat wieder nichts gesagt - nichts, rein gar nichts. Ich war verzweifelt, zumal sich die Lehrerinnen wirklich alle Mühe gegeben haben, was ich ihnen zugute halten muss. Aber das Ende vom Lied ist, dass unser kleines Sprachwunder nun eine Sprachförderung erhält. Man, was für ein Unsinn. Und kontrolliert wird diese Förderung nicht einmal, so wie ich erfahren habe. Was kostet das nur alles und was da an Zeit drauf geht. Ganz zu schweigen von den Sorgen der Eltern. Fortsetzung...


  • von Mama-nrw am 16. Juni 2011, 21:39 Uhr

    Fortsetzung…
    Denn auch wenn ich weiß, dass meine Tochter es kann und dieser Test im Grunde pupsegal ist, so macht man sich doch Gedanken, beschäftigt sich einfach damit und muss ich ja auch noch frei nehmen.
    Alles überflüssig. Ich denke, die Erzieherinnen in den KiTas, auf jeden Fall bei uns, sind langjährige gute Pädagoginnen, die auch einschätzen können, wie gut ein Kind sprechen kann. Oder die Lehrerinnen besuchen einfach mal als Gast die Kids in ihren KiTas und sehen bzw. hören sie in ihrer gewohnten, realistischen Umgebung.
    Und immer wieder wird betont, dass es darum geht, ob das Kind der DEUTSCHEN Sprache mächtig ist. Echt überflüssig dieser Test. Ich finde es fraglich, ob er seinen Zweck erfüllt...
    Heute Abend habe ich meine Tochter ins Bett gebracht und sie hörte nicht auf zu erzählen. Seufz, ich sage nur Sprachförderung, dachte ich. Na prost Mahrlzeit...

    In diesem Sinne, allen Gleichgesinnten alles Gute.


  • von Mama-nrw am 16. Juni 2011, 21:38 Uhr

    Bei dem Wort Delfin sehe ich rot! Meine Tochter ist eine Quasselstrippe und sie spricht echt toll - reine Aussprache, schöne Ausdrucksweise, deutlich... Alles fantastisch. ABER - sie spricht nicht mit Fremden! Gepaart mit ein wenig Sturheit ist leicht zu erraten, wie der Test ausging: wir mussten zum zweiten Test. Eine gekünstelte Situation in der Grundschule, drei Lehrerinnen, meine Tochter und ich. Und sie hat wieder nichts gesagt - nichts, rein gar nichts. Ich war verzweifelt, zumal sich die Lehrerinnen wirklich alle Mühe gegeben haben, was ich ihnen zugute halten muss. Aber das Ende vom Lied ist, dass unser kleines Sprachwunder nun eine Sprachförderung erhält. Man, was für ein Unsinn. Und kontrolliert wird diese Förderung nicht einmal, so wie ich erfahren habe. Was kostet das nur alles und was da an Zeit drauf geht. Ganz zu schweigen von den Sorgen der Eltern. Fortsetzung...


  • von Evangelisches Integratives Montessiru Kinderhaus am 9. Juni 2011, 11:21 Uhr

    4. Eltern und ErzieherInnen sehen oft mehr Kinder mit Förderbedarf als im Testverfahren herauskommt. Das bestätigt die Tatsache, dass der Test nicht wirklich alle sprachlichen Kompetenzen richtig beleuchtet und das Ergebnis einer kompetenten Beobachtung von Eltern und ErzieherInnen über längere Zeiträume der Entwicklung von Kindern mehr entspricht.

    5. Für die Durchführung des Sprachtests stehen keine zusätzlichen Personalstunden zur Verfügung.

    6. Die Millionen, die in die Testentwicklung geflossen sind, wären im Sinne von Inklusion und Chancengleichheit besser direkt zur Förderung der betroffenen Kinder eingesetzt worden!


  • von Evangelisches Integratives Montessori Kinderhaus Wahlscheid am 9. Juni 2011, 11:18 Uhr

    1. Die Spielsituation Zoo ist nicht zwingend für alle Kinder bekannt! Sinnvoller im Rahmen der Chancengleichheit wären Themen, bei denen sicher ist, dass sie dem Erfahrungsschatz
    a l l e r Kinder entsprechen.(z.B. Zu Hause, Spielplatz)

    2. Die Kompetenz der ErzieherInnen sollte in den Prozess verantwortlich mit einbezogen werden, besonders bei Verweigerung der Kinder am Testtag!
    Die Tagesform und Befindlichkeit der Kinder spielt in dem Alter von 4 Jahren eine große Rolle und dem wird nicht Rechnung getragen.

    3. Die vorgeschriebene Vorgehensweise ist pädagogisch nicht vetretbar. Pädagogisch wertvolle Bildungsarbeit im Vorschulbereich wird einfach "über den Haufen geworfen".
    Die Spielsituation im Test wirkt gekünstelt und ist wenig motivierend für Kinder mit zu machen.
    Trotz allen gegenteiligen Bemühens erleben Kinder den Sprachtest als "Testsituation" und verhalten sich oft anders als in "natürlichen" Situationen.


(11 Kommentare)

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