Vernunft

Was darf ich - und was nicht?

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Vernunft: Was darf ich - und was nicht?

Entwicklung der Vernunft

Im dritten Lebensjahr meldet sich bei Kindern die Vernunft. Zaghaft und vorsichtig zwar, aber durchaus zu erkennen:Während Leon, 2 1/4, versucht, sein "Bobo Siebenschläfer"- Buch in den Schlitz des Videorekorders zu stecken, flüstert er: "Nein, darffss nich, nein, nein" vor sich hin. Oder Anna, 2 1/2: Dem Parfum ihrer Mutter kann sie zwar nicht widerstehen,aber als der Flakon zerbrochen auf dem Boden liegt,schimpft sie laut mit sich selbst. Auch wenn jetzt mal was kaputtgeht, sind solche Pannen genau genommen Grund zur Freude: Die Kinder zeigen Einsicht - der erste Schritt zur Selbstkontrolle. Und ihre Eltern merken, dass sie mit ihrer Erziehung richtig liegen.

Wie Kinder ein vernünftiges Verhältnis zum Geld bekommen

Kinder lernen unser hochkompliziertes Geldwesen zunächst über das Prinzip des Austauschs kennen. Mit Begeisterung spielen sie Kaufmannsladen, stecken Cents in Kaugummiautomaten oder kaufen beim Bäcker um die Ecke eine Brezel.

Was verstehen Kinder wann?
Mit etwa vier wissen sie zum Beispiel, dass man für einen Euro kein Haus und kein Auto kaufen kann. Schwieriger wird es dann mit dem Prinzip der Teilbarkeit: Wie viele Kaugummis gibt es für einen Euro? Kann man mit 50 Cent auch einen Lutscher für 20 Cent kaufen? Das klappt erst im Vorschulalter. Jetzt kommt auch der Geldgegenwert ins Spiel, also Geld gegen Leistung (Mama geht arbeiten, um Geld zu verdienen), dann der Geldumlauf (Papa geht arbeiten, bekommt Geld und bezahlt davon die Miete).
Zwischen neun und zehn bekommen Kinder eine Ahnung vom Gewinnprinzip: Der Gemüsemann verlangt mehr für die Äpfel, als sie ihn gekostet haben.
Zehnjährige verstehen auch das Prinzip des Wertzuwachses: Man macht eine Kette aus Perlen und verkauft sie mit Gewinn. Zu diesem Zeitpunkt entwickeln Kinder auch gerne Flohmarktaktivitäten.

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