1. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit anerkennen
Es gibt wahrscheinlich keinen Menschen, der sich über Anerkennung nicht freuen würde, da machen Erzieherinnen keine Ausnahme. "Es wäre schön, wenn Eltern den Kindergarten nicht nur als Dienstleister verstehen würden, dessen Service man konsumieren kann." Das ist der Wunsch von Renate Müller, Leiterin der Katholischen Kindertagesstätte St. Ursula in Düsseldorf.
Wie man als Mutter oder Vater Anerkennung vermitteln und gleichzeitig motivieren kann? "Zum Beispiel, indem man sich nach der Arbeit der Erzieherinnen und nach geplanten Projekten erkundigt und zu den Elternabenden kommt", sagt Renate Müller. Und: indem Eltern Interesse an Elternbriefen zeigen - und sie aufmerksam lesen. Ob z. B. ein Fest "um 15 Uhr" oder "ab 15 Uhr" beginnt, macht einen Unterschied. Wer das im Hinterkopf behält, tut vor allem seinem Kind einen Gefallen, denn: Für ein Kind ist es schlimm, den Anschluss zu verpassen (weil es um 15 Uhr hätte da sein sollen).
2. Lassen Sie den Kindergarten bitte nicht so oft ausfallen
Wenn der Kindergarten so ernst genommen wird wie die Schule, profitieren alle davon, am meisten das Kind. Deshalb: Nicht täglich darüber diskutieren, ob Ihr Kind hingeht oder nicht. Pädagogin Dr. Rita Grimm aus München, früher selbst Erzieherin und heute in der Fortbildung von Erzieherinnen tätig, sagt: "Ein Kind, das häufig fehlt, hat es schwerer, herauszufinden, mit wem es sich anfreunden möchte und was oder womit es gern spielt. Mit dem Ergebnis, dass ihm der Kindergarten weniger Spaß macht und es noch häufiger darauf drängt, zu Hause bleiben zu dürfen. So entsteht ein richtiger Teufelskreis." Regelmäßigkeit macht es dem Kind leichter, aber auch den Erzieherinnen, die die Kinder dadurch besser kennen lernen und mit einer eingespielten Gruppe arbeiten können.
3. Schauen Sie bitte nicht nur auf Ergebnisse
Was Kindern gut tut, ist nicht immer mit Händen zu greifen: "Mit Lupengläsern Tiere und Pflanzen im Garten erforschen, sich streiten, einen Kompromiss suchen und sich wieder vertragen - das alles ist für die Schulvorbereitung genauso wichtig wie Basteln", findet Conny Kröger, Leiterin des Katholischen Kindergartens St. Josef im niedersächsischen Lohne. "Auch wenn die Kinder danach nichts zu Hause vorzeigen können." Aus diesem Grund mag Bärbel Schindler, pädagogische Fachkraft vom Kindergarten Flohkiste, einer Elterninitiative in Kasseedorf bei Lübeck, die klassische Elternfrage "Habt ihr wieder nur gespielt?" überhaupt nicht. Ihre Überzeugung: "Schon wenn ein Kind einen Turm baut, lernt es eine ganze Menge. Es muss Material suchen, sich Gedanken über das Bauen machen, mit anderen aushandeln, wer mitmachen darf, Geduld und Ausdauer aufbringen, wenn es nicht sofort klappt. Besser als durch Spielen kann man ein Kind nicht auf die Schule vorbereiten."








