"Du, ich hau´Dich gleich!"
Piesackt ihr Kind regelmäßig andere, suchen Eltern nach einer schnellen Lösung, um dieses Verhalten abzustellen. Dass es diese meist nicht gibt, merkt man bald. Die meisten Eltern reagieren sehr sensibel und frühzeitig darauf, wenn ihr Kind schlägt, kratzt oder beißt. Sie holen sich Rat von Freunden, vom Kinderarzt und von Erzieherinnen, lesen Zeitschriften und wälzen Bücher.
Fruchten alle Tipps nicht, kann das am Selbstvertrauen nagen. Da kann es entlastend sein zu wissen, dass es leider keine Patentrezepte gibt, die kleine Grobiane dazu bringen, von jetzt auf gleich die Waffen zu strecken. Fruchten alle Anregungen und Tipps nicht, sollten Sie lieber früher als später reagieren und sich zum Beispiel Rat bei einer Erziehungsberatungsstelle holen.
Zum einen wächst sich fortdauerndes gewalttätiges Verhalten in der Regel nicht aus - es verfestigt sich sogar. Zum anderen müssen Eltern in solch einer Situation ihr Denk- und Handlungsrepertoire meist ziemlich erweitern - das ist mit professioneller Unterstützung leichter.
Mit Gerangel testen Kinder Grenzen aus
Jedes sechste bis achte Kind verhält sich überdurchschnittlich aggressiv, wie eine bundesweite Untersuchung der Uni Köln ergab.
Andere Studien weisen darauf hin, dass sich immer mehr Kinder gewalttätig verhalten, die Qualität der Gewalt schärfer wird und die zuschlagenden Kinder immer jünger sind.
Allerdings ist noch unklar, ob die Gewalt wirklich zunimmt oder ob diese Beobachtungen zustande kommen, weil Eltern und Fachleute heute immer sensibler auf aggressive Tendenzen reagieren. Die große Kunst angesichts solcher Forschungsergebnisse liegt für Eltern darin, das eigene Kind richtig einzuschätzen und nicht in Panik zu geraten.
Bekommen sich die Kleinen miteinander in die Wolle, kann das mitunter nämlich ziemlich brachial aussehen. Was auf Erwachsene aber grob und gefährlich wirkt, schätzen vor allem Jungs oft nur als harmloses Gerangel ein, mit dem sie körperliche Grenzen austesten. Das hat eine ähnliche Funktion wie Purzelbäume zu schlagen,
Wettrennen zu machen oder mit dem Fußball zu kicken.
Nicht jeder handfest ausgetragene Kampf um den Lieblingsteddy ist deshalb ein Warnsignal.
Die allermeisten Kinder werden mal grob, um ihren Willen durchzusetzen, und Streit gehört zum täglichen Familienleben.
Als Grundregel gilt: Ein Kind braucht Hilfe, wenn es über Wochen das Nein eines anderen Kindes oder Erwachsenen nicht respektiert und trotzdem kratzt, schlägt oder beißt. Verabreden sich zwei Kinder dagegen zum Raufen und eines hat danach Nasenbluten, ist das zwar nicht schön, aber schließlich haben sich die Kampfhähne freiwillig gekloppt. Es gibt weder Opfer noch Täter.









Liebe Kapa,
du solltest dich auf jeden fall an die kitaleitung wenden und am besten andere betroffene eltern aktivieren. Offene Bißwunden dürfen nicht sein! Wenn seitens der kita nichts getan wird, dann suche dringend eine andere unterbringung für dein kind (weiß nicht wo du herkommst, wie da die kitaplatzsituiation ist) aber ich würde alles versuchen um dort wegzukommen. Denn wenn seitens der kita auch nichts unternommen wird, sind sie inkompetent und nicht geeignet um für dein kind zu sorgen. LG Kat
Liebe Claudia, vielleicht kannst du mir mal genauer sagen, was du nicht verstehst, an dem was ich geschrieben habe. Mein Kommentar ist ein Folgekommentar - einfach mal zurückblättern und im Kontext lesen. Vielleicht ergibt das eher einen Sinn. LG Kat
Vielen Dank für den Artikel! Nun meine Frage: Wie sollen wir uns als Eltern verhalten, wenn unserem Kind in der Krippe fast täglich weh getan wird mit beißen (er hatte eine offene Bisswunde am Oberarm), kratzen (bis er hinter den Ohren blutig war) u.a. Ich habe bereits der Krippenleitung und dem Team gesagt, besser aufzupassen und endlich mal was zu unternehmen, vor allem auch, weil es definitiv zu weit geht und weil auch die anderen Kleinen verletzt werden! Ich bin mittlerweile der Meinung, dass solche Kinder und Eltern von außen Hilfe brauchen und stimme zu, dass solche Kinder auch die Krippe/Kiga wechseln sollten!Zum Wohle der Kinder!
Es muss was dahinterstecken, ich kann mir nicht vorstellen dass ein kleinkind einfach so andere haut oder beißt...das ist für mich nicht normal unsere tochter ist jetzt 16 monate geht seit dem 13 monat in die kripee und ich habe bisher noch nicht mal einmal erlebt dass sie oder die kinder aus der krippe aggresiv sind oder sich irgendwie komisch verhalten..ein kind vor allem bis zum 7. lebensjahr guckt sich alles bei den eltern ab oder dem umfeld!!!also kann ich mir nicht vorstellen dass es durch eine trotzphase so weit kommen kann!!!!
Dieser Artikel ist total sinnfrei und überflüssig!!! Wo ist das Fazit!? Was will die Autorin damit sagen!? Mein Sohn ist mit Sicherheit kein überdurchschnittlich aggressives Kind, wird zu Hause weder vernachlässigt, noch geschlagen oder geklapst. Allerdings hat er von uns das OK sich zu wehren, wenn andere ihm weh tun, nur eben anfangen ist nicht erlaubt und das weiß er auch. Und trotzdem wird auch er im KiGa als kleiner "Schläger" abgestempelt, weil er sich eben nichts gefallen läßt. Komischerweise aber nur von den Müttern der anderen Kinder, denn weder ich, noch Erzieher noch andere Kinder haben ein Problem mit ihm! Da sollte man vllt. auch mal die eigene Einstellung überdenken... Zum Glück wurde er schon von Leuten aus unserem Freundeskreis, die selbst als Therapeuten u.a. für schwererziehbare Kinder arbeiten, so hoch gelobt, dass es mir mittlerweile egal ist, wie andere über ihn denken.
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