Bewegungskindergarten
Weil sich vor allem Stadtkinder zu wenig bewegen und Übergewicht auch im Vorschulalter ein Thema ist, haben sich diese Kindergärten eine Extraportion Sport auf die Fahnen geschrieben - entweder in einer eigenen Sporthalle oder durch Zusatzangebote wie Klettern und Schwimmen.
Bildungsplan
Was sollen kleine Kinder lernen? Welche Erfahrungen müssen sie machen, welche Kompetenzen sollen gestärkt werden? Seit Pisa ist klar: Ein Kindergarten muss mehr bieten als nur kuschelige Betreuung. Gemeinsam mit Erziehern und Wissenschaftlern haben die Bundesländer Leitfäden für Betreuer ausgearbeitet, und diese Bildungspläne sollen zeigen, wie man Kindern hilft, sich die Welt zu erschließen.
Bilinguale Erziehung
Erwachsene müssen Vokabeln pauken, kleine Kinder lernen eine zweite Sprache wie ihre Muttersprache: durch Hören und Sprechen. Redet Erzieherin Fabricia Portugiesisch und Kollegin Petra Deutsch, nennt man das Immersion: Die Kinder tauchen in verschiedene Sprachbäder ein, jede Sprache ist mit einer bestimmten Person verknüpft. Überfordert werden Kinder damit nicht, allerdings sollten die Erwartungen nicht zu hoch sein: Nach ein paar Jahren verstehen Kinder zwar relativ viel in der Fremdsprache, sprechen aber selbst oft nur wenig. Die Alternative zur Immersion: Ein- oder mehrmals pro Woche kommt ein Sprachlehrer, um eine Spielstunde in der fremden Sprache anzubieten.
Eingewöhnungsphase
In den Kindergarten zu gehen, sich für ein paar Stunden oder einen ganzen Tag von Mama und Papa zu trennen, ist ein großer Schritt - den Kinder anfangs lieber behutsam gehen. Kindergärten gestalten die Eingewöhnungsphase unterschiedlich: Manchmal sind die Eltern die ersten Tage dabei, trennen sich dann zunächst stundenweise von ihrem Kind, dehnen danach die Zeit langsam aus.Was dem Neuling hilft: dass größere Kinder Patenschaften übernehmen und die Regeln erklären. Manchmal kann es Wochen oder sogar Monate dauern, bis ein Dreijähriger sicher im Kindergarten gelandet ist.








