Kindergarten

Das fängt ja gut an

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Kindergarten: Das fängt ja gut an

Erinnern Sie sich noch an die Erzieherin im Kindergarten? Und was Sie damals gespielt und gesungen haben? Wissen Sie noch, wer Ihre beste Freundin war? Vielleicht stellen Sie nun fest, dass Sie mehr Dinge in Erinnerung haben, als Sie erwartet hätten. Aber verwunderlich ist das eigentlich nicht: Denn der Kindergarten ist der erste große Schritt raus aus der Geborgenheit der Familie in die Welt. Ein wichtiges Ereignis im Leben eines Kindes, auf das es gut vorbereitet sein sollte. Auch für die Eltern ist der Kindergartenstart etwas Besonderes: Oft müssen sie sich erst an den Gedanken gewöhnen, dass sie nun weniger am Leben ihres Kindes teilhaben werden.

Diese zehn Tipps können Ihrem Kind helfen, den Übergang in die neue Lebensphase besser zu meistern:

1. Ist Ihr Kind reif für den Kindergarten?

Ein Kindergartenkind sollte ein ausreichendes Sprachvermögen haben: Es muss sich mit den anderen Kindern verständigen und der Erzieherin seine Bedürfnisse mitteilen können. Auch eine gewisse Selbstständigkeit ist nötig: Das Kind sollte in der Lage sein, auf andere zuzugehen und zum Beispiel seinen Frühstücksplatz selbst aufzuräumen. Wichtig ist, dass es für neue Erfahrungen offen ist: Es sollte von sich aus den Wunsch haben, andere Kinder und neue Spiele kennenzulernen.

2. Erfahrungen mit anderen Kindern und mit Fremdbetreuung

Im Kindergarten erwartet das Kind eine ganz unbekannte Situation: eine große Gruppe, Lärm und Unruhe, neue Regeln, Auseinandersetzungen ums Spielzeug. Selbst als Erwachsene ist uns nicht immer ganz wohl, wenn wir neu in eine Gruppe kommen. Es dauert eine Weile, bis wir unsere Rolle gefunden haben und die anderen Gruppenmitglieder einzuschätzen wissen. Versetzten Sie sich in die Lage eines dreijährigen Kindes, das bisher nicht gewohnt ist, mit anderen zu spielen.

Spielgruppen trainieren die ersten Regeln fürs gemeinsame Miteinander

Die Eingewöhnung in den Kindergarten fällt leichter, wenn es diese Erfahrung schon gemacht hat, vielleicht in einer Krabbel- oder Spielgruppe. So hat es zum Beispiel schon gelernt, dass man manchmal warten muss, bevor man mitspielen darf.
Im Kindergarten sind Mama und Papa auf einmal nicht mehr da. Das Kind muss sich auf eine neue Bezugsperson einstellen, die es auch noch mit anderen teilt. Auch diese Umstellung fällt leichter, wenn das Kind diese Situation bereits kennt.

3. Auf den Kindergarten vorbereiten

Sprechen Sie mit dem Kind über den Kindergarten. Erzählen Sie ihm, was es dort erwartet. Wichtig ist, dass Sie keine falschen Vorstellungen wecken. Wenn Sie die Zeit im Kindergarten in den buntesten Farben ausmalen, wird die Enttäuschung nachher womöglich groß sein. Machen Sie dem Kind klar, dass es dort auch Regeln und Pflichten gibt und die Erzieherin für alle Kinder da ist. Reden Sie mit Ihrem Kind auch über Dinge, die zum Problem werden könnten, zum Beispiel, was ist, wenn es auf die Toilette muss.

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Klaus@beutel am 24. September 2009, 16:12 Uhr

    Unser Sohn hatte in der ersten Woche auch so seine Probleme mit dem Kindergarten, obwohl am Schnuppertag (eine Woche vorher) alles super gelaufen ist. Mit viel Geschrei und Gemecker musste er mehr oder weniger in den Kindi getragen werden. In seiner Gruppe angekommen blieb ich anfangs 30min und verkürzte die Zeit nach und nach. Nachdem er sich beruhigt und ich gegangen war, hatte er viel Spaß in der Gruppe beim gemeinsamen Spielen, Basteln und Singen. Nach ca. einer Woche freute er sich morgens auf seinen Kindergarten und weinte auch nicht mehr. Es hört sich schlimm an, aber für uns war die "harte Tour" (nicht nachgeben und nicht zulange mit im Kindi bleiben, auch wenn er geweint hat) die beste Lösung. Er konnte einfach besser "loslassen" und spielen, wenn ich nicht mehr da war. Ich hoffe dass er seine Freude beibehält, wobei Rückschläge immer möglich sind.


  • von Pluto am 24. August 2009, 11:11 Uhr

    Mein Sohn (1 3/$ Jahre) geht seit Anfang August in den Kindergarte. Die ersten zwei Wochen liefen super. Sobald wir da waren, war ich abgeschrieben. Plötzlich will er aber nicht mehr, dass ich gehe, ist total anhänglich, will aber sehr gern in den Kindergarten. Ich bin ein bisschen ratlos, ob ich ihn zu schnell allein im Kindergarten gelassen habe, weil es so gut klappte. Hat jemand eine Idee, was ich machen kann, damit er mich wieder ziehen lässt?


  • von shen_mulang am 16. Oktober 2008, 03:59 Uhr

    "Auch wenn es schwer fällt, sollten Sie sich schnell verabschieden und dann konsequent gehen. Gestehen Sie Ihrem Kind ruhig Tränen zu, aber machen Sie es nicht ihm und sich schwer." -Heißt das auch, dass das Kind notfalls mit gewalt festgehalten wird, während es sich wehrt, schreit wie am Spieß und versucht hinter der Mutter hinterher zu laufen? Das wäre nämlich bei meiner Tochter nötig im Moment; wenn es nach den Erzieherinen geht, was ich aber für total erniedrigend und Menschenunwürdig halte - dass würde ja auch keiner mit einem Erwachsenen machen! Sie lässt mich im Moment garnicht gehen, obwohl es den ersten Montat scheinbar super geklappt hat... Mit Erklärungen oder gar Druck komme ich im Moment garnicht weiter.


    (3 Kommentare)

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