Mutige Kinder

Ich bin ganz schön stark!

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Mutige Kinder: Ich bin ganz schön stark!

Mutmachtyp 1: Lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden

Wenn Kinder wissen, dass sie Einfluss nehmen und eingreifen können, fühlen sie sich gefordert und stark und nicht dem Schicksal ausgeliefert. Psychologen sprechen von Selbstwirksamkeits- und Kontrollkompetenz. Mit anderen Worten: Nehmen Sie Ihr Kind nicht so viel ab, denn dabei lernt es nur: „Ich muss gar nichts machen, alles passiert ohne mein Zutun.“ Viel besser ist, wenn Kinder schon früh erfahren, dass sie geschätzte Mitglieder einer Gemeinschaft sind. Dazu gehört, sie in wichtige Entscheidungen und ihnen altersgemäße Verantwortung zu übertragen. Das muss übrigens keineswegs immer Spaß machen!

Mutmachtyp 2: Loben Sie

Ein weiterer Schritt ist, Kindern Erfolge und Fähigkeiten zu "spiegeln", wie das Entwicklungspsychologen nennen. Das heißt, sie zu loben und ab und zu um Rat zu bitten: "Ich bin mir nicht sicher, ob … Was meinst du dazu?"

Mutmachtyp 3: Nehmen Sie Ihrem Kind nicht den Mut

Verkneifen Sie sich scharfe Kritik oder abfällige Bemerkungen. Bieten Sie Ihre Hilfe nur dann an, wenn sie wirklich gebraucht wird. Langeweile, Ärger, Wut, Eifersucht und Liebeskummer können in einer liebevollen Atmosphäre schon mal ausgehalten werden, ohne dass man eine Entschädigung dafür braucht.

Mutmachtyp 4: Seien Sie geduldig

Haben Sie Geduld. Wenn ein Kind eine Sache immer wieder üben darf, kann es seine Angst davor allmählich ablegen. Zeigen Sie Zuversicht, gerade wenn’s schwierig wird. Das gilt auch für das eigene Leben. Wenn wir mutige Kinder haben möchten, müssen wir auch uns etwas zutrauen.

Mutmachtyp 5: Lassen sie Ihr Kind viel spielen

"Wir sind viel mehr, als wir uns selbst vorstellen zu sein", sagt der Dalai Lama. Kinder wissen das oft besser als wir, weil sie spielen. Im Spiel arbeiten Kinder an wichtigen sozialen Fähigkeiten, lernen Zusammenarbeit, Selbstbehauptung und das Vermögen, durch Improvisation neue Situationen zu meistern.

In der Gruppe erfahren Kinder, dass sie nicht allein sind

Entwicklungspsychologen weisen darauf hin, dass sich mit Mannschafts- und Gruppenspielen die Widerstandskräfte besonders erfolgreich trainieren lassen. Weil dabei geübt wird, was auch im richtigen Leben zählt: Gruppenstrategie und Zusammenspiel, höchste Einsatz für eine gemeinsames Ziel, Kooperieren und Übernehmen von Führungsaufgaben. In der Gruppe erfahren Kinder, dass sie nicht allein sind in einer feindlichen Welt und darauf zählen können, dass jemand hinter ihnen steht, der ihnen den Rücken freu hält und ihnen hilft, Fehler zu korrigieren und Enttäuschungen mitzutragen.

Mutmachtyp 6: Schicken Sie es zum Spielen nach draussen

Spiel und Sport stärken die Widerstandskräfte unserer Kinder besonders, wenn sie draußen stattfinden In der Natur dürfen Kinder wild und gefährlich leben, Piraten und wilde Pferde sein, Feuer machen, giftige Pflanzen erkennen und mit einem Kanu einen Fluss hinunterpaddeln. Hier können sie die ureigensten Kräfte mobilisieren, sich frei und unabhängig fühlen.

"Ich traue mich schon..."
Kamera: Roberto Janacek
Schnitt: Roberto Janacek
Redaktion: Julia Kerner

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