Menopause

Ein Hormon sagt den Beginn der Wechseljahre voraus

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Warum konzentriert sich der Test auf die Menopause?


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(ddp) Ausbildung oder Studium, die Suche nach dem richtigen Partner - Gründe gibt es viele, Fakt aber ist: Immer mehr Frauen entscheiden sich erst deutlich nach ihrem dreißigsten Geburtstag, eine Familie zu gründen.

Oft droht dann aber die berüchtigte "biologische Uhr": Mit zunehmendem Alter sinkt die Chance auf ein Baby. mit Mitte 30 liegt die Chance auf eine Schwangerschaft bei etwa zehn Prozent pro Zyklus. Der Grund: Die Eierstöcke unterliegen einem Alterungsprozess und auch die Eireifung funktioniert nicht mehr so reibungslos. Es kommt zu Zyklen ohne Eisprung. Daneben nimmt auch die Zahl der Eizellen kontinuierlich ab. Ist der Vorrat an Eizellen in den Eierstöcken einer Frau vollständig aufgebraucht, setzt die Menopause ein, also die letzte (durch einen Eisprung verursachte) Monatsblutung, was allgemein als Beginn der Wechseljahre gesehen wird. Die Menopause tritt bei Frauen durchschnittlich im Alter von etwa 50 Jahren ein, der individuelle Zeitpunkt kann allerdings stark variieren. Wann genau dies geschieht, ließ sich bislang nicht vorhersagen. Doch genau das könnte sich jetzt ändern.

Wie funktioniert die neue Methode zur Bestimmung der Menopause?

Niederländische Forscher haben jetzt die Grundlage für einen Bluttest entdeckt, mit dessen Hilfe Ärzte vielleicht in Zukunft vohersagen können, wann bei einer Frau die Menopause einsetzt: Sie entdeckten, dass die Menge des sogenannten Anti-Müller-Hormons (AMH) im Blut direkt mit der Zeit zusammenhängt, die bis zur Menopause verbleibt. Auf der Basis statistischer Daten haben die Wissenschaftler auch schon ein Modell entworfen, mit dem der Zeitpunkt der Menopause für einzelne Frauen vorhergesagt werden kann - und zwar genauer, als es allein anhand des Alters möglich ist, da die Menge von AMH im Blut von der Anzahl der verbliebenen Eizellen in den Eierstöcken abhängt. Ihre Ergebnisse stellen die Forscher um Jeroen van Disseldorp von der Medizinischen Universität in Utrecht im Fachmagazin "Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism" vor (Bd. 93, Nr. 6).

Je nachdem, ob noch viele oder wenige Eizellen vorhanden sind, ist der Level des Hormons AMH im Blut hoch oder niedrig - dies hatten Forscher schon früher bei Versuchen mit Tieren herausgefunden. Da der AMH-Level im Blut zudem recht einfach zu messen ist, ist er ein guter Anhaltspunkt zur Bestimmung des Zeitpunkts der Menopause.

In der aktuellen Studie untersuchten die Forscher zwei Gruppen von Frauen: Die jüngere bestand aus 25- bis 46-jährige Probandinnen, die ältere umfasste Frauen, die älter als 58 Jahre waren. Bei den Frauen der jüngeren Gruppe wurde der Level des Hormons AMH im Blut gemessen. Anhand dieser Daten erstellten die Forscher ein Referenz-Modell, an dem sich ablesen lässt, wie sich der AMH-Level von Frauen mit zunehmendem Alter im Durchschnitt verändert.

Wer schon früh einen niedrigen AMH-Spiegel hat, bekommt die Menopause eher

Die Frauen aus der zweiten Gruppe lieferten Daten zum durchschnittlichen Zeitpunkt des Einsetzens der Menopause sowie zur durchschnittlichen Verteilung dieses Zeitpunkts. Aus allen gesammelten Daten wurde dann ein Modell berechnet, das anhand von Alter und AMH-Spiegel den individuellen Zeitpunkt vorhersagt. So wird beispielsweise eine Frau, die schon in jungen Jahren einen niedrigen AMH-Spiegel hat, ihre Menopause früher erreichen als Frauen mit höherem AMH-Spiegel.

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