Homosexuelle Paare
Glücklich als Regenbogenfamilie

Mutter, Vater, Kind ist heute nicht die einzige Variante einer Familie. Auch viele Homosexuelle wünschen sich Kinder. Wie erfüllen sich Regenbogenfamilien in Deutschland ihren Kinderwunsch? Wir haben die wichtigsten Infos für Sie zusammen getragen.

Ein Forum für Regenbogenfamilien

Homosexuelle Paare: Glücklich als Regenbogenfamilie

Ob lesbisch, schwul, bi oder transgender, ob erfüllt von der Sehnsucht nach einem Baby oder bereits in einer Familie lebend - in unserem neuen "Regenbogenfamilien"-Forum können Sie sich mit anderen homosexuellen Paaren austauschen. Ebenfalls herzlich eingeladen: Freunde und Verwandte von Regenbogenfamilien sowie alle, die selbst bei homosexuellen Eltern aufgewachsen sind.

Wenn Schwule und Lesben eine Familie gründen wollen

Umfragen zufolge möchte heute jede zweite lesbische Frau und jeder dritte schwule Mann gerne in einer Familie mit Kindern leben. Oft gibt es auch bereits Kinder aus einer früheren heterosexuellen Beziehung. Immer mehr homosexuelle Paare möchten ihre Liebe jedoch mit einem eigenen Baby krönen. Kein Wunder also, dass es in 40 Prozent aller Beratungsgespräche der Fachleute vom Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) nach eigenen Angaben um eine Familiengründung geht.

Tatsächlich ist es für gleichgeschlechtliche Beziehungen auch heute in Deutschland nicht einfach, eine Familie zu werden. Daran hat auch die Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft im Jahre 2001 nichts geändert. Andere Länder wie etwa die Niederlande stehen Modellen wie der Adoption eines Kindes durch ein homosexuelles Paar oder einer künstlichen Befruchtung deutlich offener gegenüber.

Deshalb haben wir hier einmal die wichtigsten Infos zusammengetragen, wie sich der Traum von der eigenen Regenbogenfamilie für homosexuelle Paare realisieren lässt:

Fall 1: Adoption

Homosexuelle Paare: Glücklich als Regenbogenfamilie

In Deutschland haben homosexuelle Paare kaum eine Chance, ein deutsches Kind zu adoptieren (in Dresden hat es einem Bericht der Frankfurter Rundschau zufolge jetzt zwar ein schwules Paar geschafft, doch dürfte dies vorerst eine absolute Ausnahme bleiben) - ihnen bleibt im Prinzip nur die Auslandsadoption. Stammt das Kind aus einem Land, das das "Haager Adoptionsabkommen" mit unterzeichnet hat, ist eine Adoption nur über eine autorisierte Vermittlungsstelle möglich. Hier könnten jedoch, je nach Liberalität des Landes, homosexuelle Paare wieder auf Probleme stoßen.

Eine weitere Möglichkeit ist daneben die Adoption eines Kindes aus einem Staat, der das Haager abkommen nicht unterzeichnet hat. Verboten ist das nicht, gern gesehen wird es oftmals aber auch nicht.