Der Brief an Bernhard
Lieber Bernhard,
anstrengend – aber auch wunderschön. Das waren für mich die letzten Jahre mit Anne und Ben. Bevor ich Mutter wurde, konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich so viel aus diesem neuen Leben ziehen würde: Selbstvertrauen, Stärke, Lebensfreude, Optimismus.
Früher habe ich ständig für eine unbekannte, irgendwie unsichere Zukunft geplant: Was, wenn der neue Chef mich absägt, wenn ich die Beförderung nicht kriege, der Vermieter Eigenbedarf anmeldet? Heute bin ich viel gelassener. Wegen Anne und Ben. Und für sie - Kinder brauchen eine starke, zuversichtliche Mutter. Jeden Tag, an dem die beiden fröhlich und gesund sind, genieße ich - und ich hätte gern noch mehr davon.
Dass ich den Beruf hintangestellt habe, bereue ich nicht. Die Vormittage, an denen ich jetzt wieder im Büro arbeite, gefallen mir, ich mag das konzentrierte Arbeiten, den Kontakt mit den Kollegen, das Gefühl, etwas erfolgreich abzuschließen - und natürlich auch das Geld, das ich verdiene und das unsere Familie gut brauchen kann. Genauso gern bin ich aber auch mittags für die Kinder da. Ich darf ihre Entwicklung begleiten, das ist für mich ein Privileg. Ein drittes Kind würde in dieses Leben gut hineinpassen.
In mir ist im Moment so viel Kraft und Liebe - die würde dicke noch für ein paar Kinder mehr reichen. Jetzt wirst du blass! Musst du nicht, drei finde ich eine gute Zahl.
Lieber Bernhard, deine Argumente gegen meine Babypläne sind ja nicht schlecht, und tief drinnen weiß ich auch, dass sie nicht gegen mich gerichtet sind. Aber trotzdem: Dass du gegen ein weiteres Kind bist, beunruhigt mich ein bisschen. Die Entscheidung für ein Baby wäre für mich so etwas wie ein erneutes Bekenntnis zu mir, unserer Familie und unserem Leben. Nur so ein Gefühl - aber Kinderkriegen ist eben Gefühlssache.
Ich liebe dich, Karin







Ich bin 37 Jahre alt und habe zwei Jungs(14 und 8) und hätte gerne noch ein 3.Kind. Mein Mann hätte auch noch gerne eins, wären da nicht die finanziellen Sorgen. Nach der Geburt könnte ich maximal 1 Jahr zu hause bleiben. Da wir niemanden haben der sich um das Baby kümmert, müsste ich es in den Hort geben. Mein Mann befürchtet das ich es nicht fertig bringe das Kind so früh schon abzugeben, da ich bei meinen Söhnen als die in den Kindergarten kamen mehr gelitten habe als sie. Hinzu kommt das ich meinen derzeitigen Job(von 9 - 14.30)auf keinen Fall behalten möchte, da das Arbeitsklima sehr sehr schlecht ist und ich schon jeden Tag mit Bauchweh dort hin gehe. Ich weis also nicht ob ich nach 1. Jahr Auszeit einen neue Stelle finden werde, die in etwa die gleiche Arbeitszeit hat und wo ich auch das gleiche verdiene. Am liebsten würde ich ja von zuhause aus arbeiten...aber das zufinden....naja dürfte fast unmöglich sein...
Ich habe noch einen Bruder, und bin wirklich gottfroh, dass ich nicht noch weitere Geschwister habe!
Es stimmt wohl, dass Liebe nicht weniger wird, wenn man sie teilt, jedoch wird es die Aufmerksamkeit schon! Mein Bruder war immer ein schwieriges Kind, und gerade in der Anfangszeit hat er alle Aufmerksamkeit für sich beansprucht, wie Babys das eben so tun. Ich finde das immer schrecklich für die Kinder, die schon im Haushalt sind...
Auch ist man finanziell nichtmehr so flexiebel: Alles muss man nun auf zwei, oder drei Kinder AUfteilen?
Mein Kind bleibt ein Einzelkind, so kann ich ihm alles bieten, was möglich ist, emotional wie finanziell!!
Ich bin mit 2 Geschwistern groß geworden und fand das einfach toll !!! Ich und meine Schwester hatten uns ein Zimmer geteilt und mein Bruder hatte ein eigenes KiZi. Hat uns nichts ausgemacht. Ich fand es sehr schön mir das Zimmer mit meiner Schwester zu teilen. Da konnte man abends noch so lange quatschen ;) Meine Eltern waren nie die Großverdiener und meine Mama nach jeder Geburt lange zu Hause. Es hat trotzdem alles gut geklappt. Sie sagt, dass sie es jetzt mit Ü 50 sehr bereut hätte auf eines der Kinder zu verzichten.
Hallo, ich heiße Sandra, bin 35 Jahre alt und habe zwei Töchter 8 und 12 Jahre alt. Seit ca.3 Jahren keimt in mir der Wunsch nach einem 3. Kind. Meine Schwiegermutter ist total dagegen, sagt ich hätte zwei gesunde Kinder, was will ich mehr, ebenso sei mein Versuch auf einen Junge schon verbraucht. All solche Argumente, die ich nicht teilen kann. Selbst mein Mann ist auf meiner Seite und möchte gern ein drittes Kind. Natürlich würde er sich über einen Jungen freuen, aber uns geht es in erster Linie um ein gesundes drittes Kind. Ich finde jede Frau sollte es in erster Linie mit sich und Ihrem Partner ausmachen und dann finden sich schon Mittel und Wege, auch das Leben mit einem dritten Kind zu meistern.
Wenn es nach mir gegangen war, hätte ich mind. 5 Kinder, ich liebe Kinder überalles.
Obwohl ich eigentlich früher immer nur 2 Kinder wollte, keimt jetzt in mir der Wunsch nach einem 3. auf, und das, obwohl viele Vernunftsgründe dagegen sprechen:
- Unser Haus hat nur 2 Kinderzimmer,
- unser Ältester (3 J.) ist ein übersensibles und oft schwieriges Kind, vielleicht würde ihn ein weiteres Kind erneut aus der Bahn werfen
- das Auto wäre zu klein,
- das Gehalt wäre vielleicht zu klein, um allen dreien ein gut "ausgestattetes" Leben mit Studium etc. zu bieten,
- ich möchte weiterhin arbeiten,
- ich bin schon 35 und hätte Angst, dass es Komplikationen bzw. Behinderungen geben könnte
- usw.
Mein Mann ist aus eben diesen Gründen strikt gegen ein drittes Kind, aber mein Herz sehnt sich danach. Ich bringe es auch nicht über´s Herz, die süßen Babysachen meiner beiden Kinder wegzugeben. Was soll ich nur tun? Habt Ihr änliche Erfahrungen?
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