Basaltemperatur & Co.

So funktioniert die natürliche Familienplanung

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Das Geheimnis des richtigen Timings


Wer seinen Zyklus und damit die Phasen der Fruchtbarkeit gut kennt, hat weniger Stress, das "Projekt Baby" auch wahr werden zu lassen. Wenn Sie sich ein bisschen mit der natürlichen Familienplanung auseinandersetzen, werden Sie schnell feststellen: Sie funktioniert ganz einfach. Zudem ist es ungeheuer spannend, seinen Körper und Zyklus besser kennenzulernen und die faszinierenden Vorgänge zu verstehen!

Natürliche Verhütung

Die natürliche Familienplanung hilft Paaren nicht nur beim Schwanger werden, sondern auch dabei, eine mögliche Schwangerschaft zu verhindern. Immer mehr Paare möchten auf natürlichem Weg verhüten und auf Hormone verzichten. Und das ist auch das große Plus der natürlichen Verhütung: Sie kommt ohne Chemie und Hormone aus. Allerdings benötigen Sie zum Erlernen ein bisschen Geduld. Vorsichtig sollten Sie bei einem unregelmäßigen Zyklus sein. Auch Stress, kurze Nächte und ungewohnter Alkoholkonsum können Ihren Zyklus durcheinanderbringen.

Natürliche Familienplanung: die Temperaturmethode

Komplizierter Name, aber eigentlich ist das alles ganz einfach: Schwanger zu werden mit der "symptomthermalen Methode" (oder auch "Temperaturmethode") bedeutet eigentlich nur, dass Sie zwei Dinge tun müssen - die Aufwachtemperatur, die sogenannte Basaltemperatur messen und den Muttermundschleim (Zervixschleim) beobachten. Beide Ergebnisse tragen Sie täglich in ein Zyklusblatt ein.

Diese Methode hat viele Vorteile: Neben dem Herausfinden der fruchtbaren Tage dient sie auch dazu, den eigenen Körper kennen zu lernen und bewusst wahr zu nehmen. Eventuelle Zyklusunregelmäßigkeiten können schneller erkannt werden und die Zyklusaufzeichnungen unterstützen den Frauenarzt bei seiner Diagnose.

Das geschieht nicht nur zuverlässig, sondern ist auch noch billig. Und wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, kann die Temperaturmethode immer noch als einigermaßen verlässliches Verhütungsinstrument genutzt werden. Was Sie brauchen? Nur ein bisschen Disziplin, da Sie jeden Morgen um die gleiche Zeit Ihre Temperatur (Basaltemperatur) messen müssen.

So funktioniert das Basaltemperatur messen

  • Messen Sie Ihre Basaltemperatur immer gleich nach dem Aufwachen. Wichtig ist dabei, dass Sie noch nicht aufgestanden sind.
  • Messen Sie immer zur gleichen Zeit, sonst können die Temperaturunterschiede zu groß sein.
  • Messen Sie immer an der gleichen Stelle - entweder im Mund unter dem Zungenbändchen (mindestens fünf Minuten) oder im Po (mindestens zwei Minuten) oder in der Scheide (mindestens fünf Minuten). Die axiale Messung (unterm Arm) ist wegen der Ungenauigkeiten nicht geeignet.
  • Fangen Sie am ersten Zyklustag eine neue Liste beziehungsweise ein neues Blatt an.
  • Wenn Sie einmal weniger als vier Stunden schlafen, notieren Sie es auf dem Blatt. Die Basaltemperatur ist dann auch anders als sonst.
  • Notieren Sie, wenn Sie Stress haben, krank sind, eine Nacht durchgefeiert haben oder Alkohol getrunken haben. Auch das kann sich auf die Basaltemperatur auswirken. Faustregel: Der Messung sollten mindestens sechs bis acht Stunden Schlaf vorausgegangen sein. Wenn nicht – etwa weil Sie im Schichtdienst arbeiten -, müssen Sie nur darauf achten, dass dem Messen eine Stunde Ruhe vorausgegangen ist.
  • Legen Sie sich ein Thermometer neben Ihr Bett. Wenn Sie ein Quecksilberthermometer benutzen, schlagen Sie am Abend davor die Temperatur herunter. Wenn Sie dies erst am Morgen vor dem Messen machen, kann sich dies auf Ihre Basaltemperatur am Morgen auswirken.

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Weiterführende Informationen und Literaturhinweise

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