Basaltemperatur & Co.
 
So funktioniert die natürliche Familienplanung

Basaltemperatur & Co.: So funktioniert die natürliche Familienplanung

Was hat die Körpertemperatur eigentlich mit der Fruchtbarkeit zu tun?

Progesteron ist wichtig für die Einnistung des befruchteten Eis

Die Körpertemperatur teilt sich in zwei Phasen: die Tieflage zu Beginn des Zyklus, die den Einsprung einleitet, und die Hochlage (Gelbkörperphase), die schließlich die unfruchtbare Zeit der Frau kennzeichnet.

Etwa drei Tage nach dem Eisprung erhöht sich der Progesteronwert. Progesteron ist ein Hormon (Pro = für, Gesteron = Schwangerschaft) und wird vom Gelbkörper gebildet (daher auch Gelbkörperhormon genannt). Es ist wichtig für die Einnistung des befruchteten Eis und die erste Phase der Schwangerschaft.

Progesteron lässt Ihre Körpertemperatur nach dem Eisprung steigen. Der Temperaturanstieg findet üblicherweise ein bis zwei Tage nach dem Eisprung statt. Ein Anstieg ist dann erfolgt, wenn drei Messwerte um 0,2 Grad höher als die vorangegangen sechs Werte liegen. Dann ist die Frau in diesem Zyklus nicht mehr fruchtbar. Ist ein Wert tiefer, muss der vierte Wert abgewartet werden.

Die Hochlage der Basaltemperatur sollte mindestens zehn Tage andauern, bevor die Temperatur wieder fällt, um die Menstruation einzuleiten. Ist dies regelmäßig nicht der Fall, könnte eine Gelbkörperschwäche vorliegen, was eine Schwangerschaft verhindern oder erschweren kann. Bei einigen Frauen sinkt die Temperatur aber erst nach Eintritt der Menstruation wieder.

Mit dem Temperaturmessen (Basaltemperatur) kann allerdings nur im Nachhinein festgestellt werden, ob es einen Eisprung gab. Der Zervixschleim hingegen kennzeichnet den Beginn der fruchtbaren Zeit.

Die fruchtbarste Zeit ist also nur vor und kurz nach dem Eisprung. Da die Samenzellen des Mannes in Ihrem Körper bis zu fünf Tage überleben können, können Sie, wenn Sie fünf Tage vor Ihrem Eisprung Sex hatten, schwanger werden. Nach dem Eisprung ist die Eizelle noch zwölf bis 18 Stunden befruchtungsfähig.