Fruchtbare Tage

So kommen Sie Ihrem Eisprung auf die Spur

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Fruchtbare Tage mit dem Fruchtbarkeitskalender errechnen


Mit dem Fruchtbarkeitskalender können Sie Ihren Eisprung und damit Ihre fruchtbaren Tage berechnen. Dazu geben Sie bitte den ersten Tag Ihrer letzten Periode ein sowie Ihre durchschnittliche Zykluslänge (in Tagen). Mit Klick auf den Button "Kalender berechnen" erhalten Sie Ihren persönlichen Fruchtbarkeitskalender für die nächsten zwei Monate.

Eine Erklärung der einzelnen Farbcodes und Symbole finden Sie in der Legende unter dem Kalender.




Fruchtbare Tage mit Ovulationstests ermitteln

So geht's: Da der Eisprung durch das Hormon LH (luteinisierendes Hormon) ausgelöst wird, lassen sich anhand der Konzentration dieses Hormons im Körper der Frau Aussagen über den Zeitpunkt des Eisprungs treffen. Vor jedem Eisprung, der Ovulation, steigt die Konzentration des LH an, bis sie zwischen 24 und 48 Stunden vor dem Eisprung das Maximum erreicht. Mithilfe eines Ovulationstests kann die Frau ganz einfach die LH-Konzentration im Harn messen.

Anwendung: Der Test sollte an fünf aufeinander folgenden Tagen durchgeführt werden. Wenn schon ein LH-Anstieg beobachtet wurde, ist es nicht nötig, weitere Tests durchzuführen. Aber: Man sollte seinen Zyklus kennen. Er beginnt am ersten Tag der Periode und endet am Tag vor der nächsten Menstruation. Der Eisprung findet zwölf bis 16 Tage vor der nächsten Menstruation statt. In diesem Zeitraum kann die Frau einen Ovulationstest benutzen.

Fruchtbare Tage - ja oder nein?: Wie beim Schwangerschaftstest zeigt ein Kontrollfeld an, ob der Test richtig durchgeführt wurde. Erscheinen zwei Linien und ist die untere Linie gleich stark oder stärker als die Kontrolllinie, dann ist ein LH-Maximum erreicht und der Eisprung wird in den nächsten 24 bis 48 Stunden eintreten. Am größten ist die Chance, schwanger zu werden, an dem Tag, an dem der LH-Anstieg ermittelt wurde sowie am darauf folgenden Tag.

Fruchtbare Tage durch einen Fertilitätsmonitor ermitteln

So geht's: Ein Fertilitätsmonitor (zum Beispiel von Clearblue für 136 Euro) ist eine der fortschrittlichsten Methoden, um die fruchtbaren Tage zu bestimmen. Die Chance auf eine Schwangerschaft soll laut einer Studie des Herstellers bereits in den ersten beiden Anwendungszyklen um 89 Prozent erhöht werden. Da das Gerät auch den Anstieg von Östrogen erfasst, zeigt es neben den beiden fruchtbarsten Tagen bis zu fünf weitere Tage an, an denen eine Empfängnis möglich ist.

Anwendung: Auch hier brauchen Sie Urinstäbchen, die Sie sich zusätzlich zum Gerät kaufen müssen. Zum Testen sollte auch hier der Morgenurin benutzt werden. Ein Balken auf dem Monitor zeigt dann die fruchtbaren Tage an. Daneben weist der Computer auch gezielt auf die Tage hin, an denen man testen sollte. Außerdem kann die Frau Ihre ganz individuellen Zyklusdaten eingeben. Nicht geeignet ist die Benutzung des Gerätes für Frauen in den Wechseljahren, noch stillende Mütter sowie bei gleichzeitiger Einnahme der Pille oder anderer Hormonpräparate.

Fruchtbare Tage durch die Temperaturmethode ermitteln

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So geht's: Für diese natürliche Form der Eisprungermittlung müssen Sie vor allem zwei Dinge mitbringen: Geduld und Dizpilin. Erst nach mindestens drei Zyklen mit Temperaturmessung können Sie die fruchtbaren Tage verlässlich ermitteln. Und da Sie bei der Temperaturmethode die Aufwachtemperatur, die sogenannte Basaltemperatur messen, müssen Sie immer zur ungefähr gleichen Uhrzeit aufstehen. Die Methode konzentriert sich auf den Anstieg der Körpertemperatur, der durch die vermehrte Ausschüttung des Hormons Gestagen nach dem Eisprung erfolgt. Die Methode ermittelt den Eisprung also rückwirkend. Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie hier.
Anwendung: Für die Temperaturmethode müssen Sie morgens die Aufwachtemperatur messen - bitte immer zur gleichen Uhrzeit. Sie sollten vorher mindestens sechs Stunden geschlafen haben. Wichtig ist außerdem, dass Sie noch nicht aufgestanden sind. Messen Sie auch immer an der gleichen Stelle. Die Ergebnisse tragen Sie täglich in ein Zyklusblatt ein.
Auf Eltern.de können Sie auch ganz einfach Ihre interaktiven Basaltemperaturkurven anlegen: Tool Basalkurven
Hier gibt es Infos zu Temperaturmess-Geräten.

Fruchtbare Tage durch die Billings-Methode ermitteln

So geht's: Während des Zyklus verändern sich die Hormone im Körper der Frau und in ihrem Takt verändert sich auch der Zervixschleim. Zu Beginn des Zyklus, nach der Menstruation, ist die Scheide eher trocken. Es bildet sich relativ wenig Zervixschleim. Wenn es auf die fruchtbaren Tage zugeht, steigt der Östrogenspiegel und damit verändert sich auch der Zervixschleim. Er wird mehr und gleichzeitig dünnflüssig, glasklar und "spinnbar" (fadenziehend). Gegen Ende des Zyklus wird der Zervixschleim weißlich-klumpig, die Menge nimmt wieder ab.

Anwendung: Um den Zervixschleim zu beurteilen, nehmen Sie ihn am besten direkt in der Scheide (am Muttermund) ab. Am Anfang kostet das vielleicht etwas Überwindung, aber mit ein bisschen Übung geht es ganz einfach. Am besten so: einen Finger in die Vagina einführen. Die richtige Stelle am Muttermund ist dort, wo es sich anfühlt wie eine Nasenspitze. Bei vielen Frauen bildet sich auch genug Zervixschleim, um ihn direkt am Scheidenausgang zu entnehmen. Dann zwischen Daumen und Zeigefinger halten und die Finger auseinanderziehen. Der Eisprung steht unmittelbar bevor, wenn sich mehrere Zentimeter lange Fäden ziehen lassen.

Fruchtbare Tage durch die symptothermale Methode ermitteln

So geht's: Diese Methode kombiniert die Temperatur- und die Billings-Methode und bringt dadurch mehr Sicherheit. Außerdem beobachten Sie dabei auch den Muttermund. Denn auch er liefert Anzeichen für die fruchtbaren Tage: Zu Beginn des Zyklus ist er hart und geschlossen und wird im Verlaufe des Zyklus weicher und öffnet sich, um die Samenfäden leichter passieren zu lassen.

Anwendung: Zur Untersuchung werden ein oder zwei Finger in die Vagina eingeführt. Steht der Muttermund, wie häufig in der fruchtbaren Zeit, ziemlich hoch, dann hilft es manchmal, ein Bein auf einen Stuhl zu stellen, um ihn zu ertasten. Fühlt er sich weich an und ist der Muttermund etwas geöffnet, ist dies ein Zeichen für die hochfruchtbare Zeit.

von Eva Becker


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