Östrogen

Das weibliche Hormon

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Ein kompliziertes Zusammenspiel


Das machen die Hormone! Ein geflügeltes Wort, das besonders schwangere Frauen immer wieder hören. Schließlich bringen die Hormone den weiblichen Körper während der Schwangerschaft ganz schön in Wallung! Hier finden Sie mehr zum Thema Hormone in der Schwangerschaft. Aber auch wenn eine Frau nicht schwanger ist, sind die Hormone nicht immer auf einem Level, sondern schwanken - bedingt durch den monatlich wiederkehrenden Zyklus. Und eine wichtige Rolle dabei spielt das Östrogen.

Botenstoffe, die überall im Körper Informationen verteilen

Hormone sind Botenstoffe, die überall im Körper Informationen verteilen und so dessen Funktionen steuern. Es gibt eine Unzahl verschiedener Hormone, die teilweise im Gehirn, teilweise in den Drüsen gebildet werden. Und sie sind über ein solch kompliziertes Kommunikationsgeflecht miteinander verbunden, dass selbst heute noch nicht alles über die gegenseitigen Wechselwirkungen und Abhängigkeiten bekannt ist.

Östrogen macht uns zur Frau

Das Östrogen - eigentlich ein Oberbegriff für mehr als 30 Hormone - gehört zu den so genannten Geschlechtshormonen. Es wird auch als weibliches Hormon bezeichnet. Zwar bildet der männliche Körper ebenfalls dieses Hormon, aber in deutlich geringeren Mengen. Östrogen macht uns quasi zur Frau. Es gibt in der Pubertät zum Beispiel den Startbefehl für das Wachstum der Brüste und der Schambehaarung. Das Östrogen hat einen wesentlichen Einfluss auf die Fortpflanzung: Es sorgt dafür, dass sich eine befruchtungsfähige Eizelle bildet und sie gut durch den Eileiter kommt. Außerdem unterstützt das Östrogen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und bereitet so die Einnistung mit vor.

Die Follikel bilden das Östrogen

Östrogen wird vor allem in den Eierstöcken produziert, in kleinen Mengen auch in der Nebennierenrinde. Während der Schwangerschaft bildet auch die Plazenta Östrogen. Gesteuert wird die Produktion des Östrogens durch das Follikelstimulierende Hormon (FSH). Dieses Hormon wird vor allem in der ersten Zyklushälfte ausgeschüttet und sorgt dafür, dass die Follikel oder Eibläschen gebildet werden. Sie sind es, die dann das Östrogen produzieren.

Zur Zyklusmitte steigt die Östrogenkonzentration

Je nach Phase des Zyklus schwankt die Konzentration des Östrogens: Zur Mitte des Zyklus steigt der Östrogenspiegel deutlich an und signalisiert damit dem Körper, vermehrt das luteinisierende Hormon zu produzieren. Dadurch wird der Eisprung ausgelöst. Ein ansteigender Östrogenwert gibt daher Hinweise darauf, dass der Eisprung naht. Mit so genannten Fertilitätsrechnern können Frauen, die schwanger werden möchten, daheim sowohl die Östrogen- als auch die LH-Konzentration in Ihrem Körper ermitteln. Steigen beiden hintereinander an, steht der Eisprung bevor.

Der Gelbkörper bildet ebenfalls Östrogen

Nach dem Eisprung wandelt sich der Follikel in den Gelbkörper um und produziert neben dem Hormon Progesteron auch in geringen Mengen Östrogen. Die Hormone bewirken jetzt, dass sich die Gebärmutterschleimhaut weiter verdickt und die Blutgefäße verästeln. Etwa am siebten Tag nach dem Eisprung ist die Gebärmutter auf die Einnistung vorbereitet. Nistet sich der Keim ein, produziert der Körper weiterhin vermehrt Östrogen. Das Hormon sorgt während der Schwangerschaft unter anderem dafür, dass die Gebärmutter wächst und gut durchblutet ist. Findet keine Einnistung statt, fällt der Östrogenspiegel wieder. In den Wechseljahren produziert der Körper der Frau immer weniger Östrogen und Progesteron. Die Monatszyklen werden unregelmäßiger und seltener. Es kommt zu keinem Eisprung mehr, die Regelblutung hört ganz auf.

von Eva Becker, Email schreiben »


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