Intrauterine Insemination

Weniger Hürden auf dem Weg zur Eizelle

Weiterleiten Drucken

Wenn's mit dem Baby nicht klappt


Viele Paare, deren Kinderwunsch bislang unerfüllt blieb, setzen ihre Hoffnung in eine künstliche Befruchtung. Welche Form der Reproduktionsmedizin gewählt wird, ist natürlich abhängig davon, warum ein Paar kein Baby bekommen kann. Wenn es mit einer Schwangerschaft auf dem natürlichen Wege nicht klappt, kann es unter anderem daran liegen, dass die Spermienqualität des Mannes beeinträchtigt ist oder der Schleimpfropf am Gebärmutterhals die Samenfäden nicht durchlässt. Wenn die Spermiendichte des Mannes zu gering ist oder sich die Spermien zu langsam bewegen, raten Ärzte häufig zu einer so genannten intrauterinen Insemination.

Was ist eine intrauterine Insemination?

Hinter dem etwas sperrigen Wort "Intrauterine Insemination" (IUI) verbirgt sich eine Methode der künstlichen Befruchtung, die Paaren mit leichten bis mittelgradigen Fruchtbarkeitsstörungen zum Kinderwunsch verhelfen kann. Bei der intrauterinen Insemination wird zum Zeitpunkt des Eisprungs konzentrierte Samenflüssigkeit des Mannes - sie wurde im Vorfeld von allen anderen Sekreten gereinigt - durch einen dünnen Schlauch direkt in die Gebärmutterhöhle der Frau gespritzt. Damit wird die Chance erhöht, dass ein Spermium die reife Eizelle erreicht, die gerade vom Eierstock durch den Eileiter wandert. In der kurzen Zeit der Wanderung kann nun die Befruchtung stattfinden, ohne dass das Sperma erst den langen Weg bis zur Eizelle antreten musste. Der Zeitpunkt des Eisprungs wird vorher per Ultraschall und durch das Messen des LH-Wertes (Ovulationstest) festgestellt - so kann es zu einer Befruchtung im Spontanzyklus kommen. Im Vorfeld kann eine hormonelle Stimulierung notwendig sein: Wenn mehrere Eizellen zur Verfügung stehen, erhöht sich nämlich die Chance einer Befruchtung. Die Schwangerschaftsrate pro Versuch liegt in etwa zwischen 15 und 20 Prozent.

Zahlt die Kasse den Eingriff?

Bei einer intrauterinen Insemination muss das betroffene Paar 50 Prozent der Kosten selbst tragen. Das gilt aber nur, wenn das Sperma des Ehepartners verwendet wird. Wenn für die Insemination Spendersamen verwendet wird, leisten die Krankenkassen keine Zuzahlung. Eine Behandlung kostet ohne Medikamente ungefähr 60 bis 120 Euro pro Zyklus. Wenn der Zyklus stimuliert wird, belaufen sich die Kosten je nach Medikamentenaufwand auf circa 150 bis 500 Euro.

von Annika Jürgens


Weiterleiten Drucken

Eltern.de User, die sich für Schwangerschaft, Geburt, Babys und alle weiteren Familien-Themen interessieren, treffen sich im Eltern.de Forum.

Fruchtbarkeitskalender, mobile Website und ganz neu die Eltern.de-App: Eltern.de für unterwegs.



 
  • von Tamina666 am 22. Februar 2011, 08:04 Uhr

    Hallo,

    ich finde die angegebenen Kosten ziemlich niedrig geschätzt. Paare sollten sich auf höhere Kosten einstellen. Mein Freund und ich haben für die reinen Arztkosten (Ultraschalle, Blutabnahmen und die Insemination selber) ca. 450,-- Euro bezahlt. Hinzu kamen die Kosten für Medikamente (5 Tage Clomifen Tabletten, 5 Tage Gonal F, das Medikament zum Auslösen des Eisprungs und die Utrogest Kapseln für "danach" bisher ca. 300 Euro bezahlt. Da die Insemination erst eine Woche her ist und ich bei einem positiven Schwangerschaftstest noch ca. 10-12 Wochen weiter das Utrogest nehmen muß, werden nochmal ca. 50 Euro dazu kommen.

    Viel Glück an alle, die diese spannende Zeit noch vor sich haben :-)

    PS: Meine erste Tochter ist auch durch eine Insemination entstanden (damals von der Krankenkasse bezahlt) und sie ist jetzt 11 Jahre alt.


    (1 Kommentar)

    Kommentar schreiben »
    Name
    E-Mail

    Kommentar (max. 1000 Zeichen)

    Bild hochladen (optional)


    * Bitte geben Sie eine gültige E-Mail Adresse ein. Diese wird später nicht auf unserer Seite zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink. Einfach anklicken und schon ist ihr Beitrag online.