Kinderwunschbehandlung

Elternglück - in den USA ein gutes Geschäft

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Kinderwunschbehandlung: Elternglück - in den USA ein gutes Geschäft

Foto: www.photocase.de

Täglicher Chemie-Cocktail

Es ist jetzt fast zwei Jahre her, dass Marco Serra seiner Frau Michaela zum letzten Mal eine Spritze setzte. Es gab Zeiten, da verabreichte er ihr jeden Tag eine Injektion - in den Schenkel, in den Bauch, ins Gesäß. Manchmal kam Michaela abends von der Arbeit nach Hause, schob zuerst den Hintern durch die Tür und sagte: "Liebling, wo ist mein Schuss?" Meist stand Marco schon im Flur, in der einen Hand die Nadel, in der anderen die Wunderdroge. So ging das, mit kleinen Unterbrechungen, fast zehn Jahre lang bis zum September 2001. Da endlich beschloss Michaela, auf Entzug zu gehen.

Der Stoff war legal - Lupron, Pergonal, Fertinex. Schließlich ist es nicht verboten, mithilfe der Pharmaindustrie schwanger zu werden. Wenn es um Unfruchtbarkeit geht, ist in den USA fast alles erlaubt. Die Serras sind nach vier künstlichen Inseminationen, acht Versuchen mit In-vitro-Fertilisation (IVF), einem Cytoplasma-Transfer und der Inanspruchnahme einer Eizellspenderin weiterhin kinderlos - und rund 250.000 Dollar ärmer. Aber sie haben neun Embryonen produziert, die derzeit im Tiefkühltank eines Labors lagern. Für diese auf Eis gelegte Elternschaft zahlen sie jährlich 500 Dollar "Miete". Was nun mit den Embryonen passieren soll, ist derzeit Gegenstand heftiger ehelicher Diskussionen.

Mit 48 Jahren schwanger werden

Michaela Serra ist 48 Jahre alt. Man sieht ihr die Torturen nicht an, die sie ihrem Körper zugemutet hat. Sie ist gertenschlank, trägt wieder Kleidergröße Zwei statt Acht, die sie brauchte, wenn sie "auf Lupron war und aufging wie ein Kuchen". Sie spricht mit der gepressten Konzentration eines Menschen mit übervollem Terminkalender und verdient genug Geld, um sich auf der Jagd nach dem eigenen Kind nicht zu verschulden. Michaela Serra hat in Manhattan als Kinesiotherapeutin einen exzellenten Namen, der allerdings auf ihren Wunsch in diesem Artikel geändert ist. Marco Serra, ebenfalls 48, wartet noch auf seinen Durchbruch als Schriftsteller, weswegen sein finanzieller Beitrag zur Familienplanung eher bescheiden ausfällt.

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von walburga am 9. Juli 2010, 11:52 Uhr

    Dieser Artikel stand bereits in der GEO vom August 2003. Die Titelseite lautete: "Die Kunst, Kinder zu kriegen". Die Autorin hat sich nicht mal die Mühe gemacht, die "Preise anzugleichen", geschweige denn, die enorme Entwicklung auf diesem Markt - wisenschaftlich wie wirtschaftlich - zu aktualisieren. Hat die Redaktion sich da einen "Schnäppchenbericht" andrehen lassen?


  • von Magdalena am 20. März 2010, 16:05 Uhr

    Oh Gott!
    Das Geschäft mit den erzwungenen Babys boomt offensichtlich. Pfui! Ich finde wenns auf natürlichem Weg nicht klappt, soll es eben nicht sein und man sollte es lassen! *kotz*


  • von Sandra am 2. Februar 2009, 13:56 Uhr

    Das die Amis in jedem Bereich Gott spielen, ist ja schon länger bekannt.


  • von Karoline Schröder am 8. Juni 2008, 21:08 Uhr

    Ich bin an einer künstlichen Befruchtung in den USA interessiert und suche nach Adressen von Kliniken. Können Sie mir dabei behilflich sein? Git es in den USA Altersbeschränkungen.


  • von Karoline Schröder am 5. Juni 2008, 20:45 Uhr

    Ich bin an einer künstlichen Befruchtung in den USA interessiert und suche nach Adressen von Kliniken. Können Sie mir dabei behilflich sein? Gibt es in den USA Altersbeschränkungen?


    (5 Kommentare)

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