Präimplantationsdiagnostik

Gerichtsurteil zu Gen-Tests an Embryonen

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Gen-Tests an Embryonen nach Gerichtsurteil erlaubt


Am Dienstag entschied der Bundesgerichtshof in Leipzig, dass künftig Voruntersuchungen an Embryonen außerhalb des Mutterleibs durchgeführt werden dürfen, um eventuelle Gendefekte an den befruchteten Eizellen zu erkennen. Das Gericht gab damit einem Berliner Gynäkologen Recht, der sich selbst angezeigt hatte, nachdem er bei drei erblich vorbelasteten Paaren Gentests an Embryonen vorgenommen hatte. Eine der Frauen hatte schon drei Fehlgeburten erlitten, eine andere hatte bereits eine behinderte Tochter zur Welt gebracht, so berichtet der SPIEGEL. Der Arzt pflanzte den Frauen ausschließlich genetisch unauffällige Embryonen ein und ließ die anderen absterben. Das Gericht gab dem Berliner nun Recht: Die sogenannte Präimplantationsdiagnostik verstoße nicht gegen das Embryonenschutzgesetz. Kirchen und Behindertenverbände stehen dem Urteil kritisch gegenüber - sie fürchten, dass der Weg zum "Designer-Baby" mit solchen Entscheidungen immer leichter werde. Andererseits können während der Schwangerschaft, Ungeborene auf Chromosomenschäden hin untersucht werden. Wird dann ein genetischer Defekt festgestellt, kann sich die Frau für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden - auch noch über die 30. Woche hinaus.
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von Annika Jürgens


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  • von petra am 23. Mai 2011, 12:02 Uhr

    danke das endlich mal jemand sich auch dafür ausspricht.....bin auch eine betroffene weil wir beide ein genetische veränderung haben, und das unsere einzige lösung auf ein gesundes kind wäre


  • von Brigitte am 15. August 2010, 10:28 Uhr

    Ich bin eine betroffene Frau und sehr froh, wenn die PGD/PID in Österreich/Deutschland erlaubt wäre, da mein Mann eine balancierte Translokation = Gendefekt hat und wir zwar schwanger werden können, aber ganz ehrlich, es it kein Vergnügen, wenn man einen Schwangerschaftsabbruch durchführen darf, das eigene Kind in den eigenen Händen verstirbt und so wie wir zusätzlich an die 10 FG hatten! Nur, weil wir diese PGD in Österreich nicht anwenden dürfen!!!!
    Wir wollen kein Designerbaby, aber ein gesundes, lebesnfähiges KIND!!!

    Wissen eigentlich die Gegner dieser PGD-Form welch eine psychische Belastung eine FG oder ein notwendiger Schwangerschaftsabbruch bedeutet? Und zwar für Beide Elternteile!!!!??


    (2 Kommentare)

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