Auch die Kleinen werden schon ganztags betreut
Rund 580.000 Kinder zwischen drei und fünf Jahren wurden im März 2008 ganztätig von einer Tagesmutter, in einer Kita oder einer Krippe betreut - jedes dritte hier lebende Kind in dieser Altersgruppe. Dies hat das Statistische Bundesamt jetzt bekannt gegeben. Als Ganztagsbetreuung galt dabei, wenn die Kinder mehr als sieben Stunden pro Tag von jemand anderem als ihren Eltern betreut wurden.
Daneben werden bundesweit mehr als ein Viertel der Kinder (26 Prozent) bis zu fünf Stunden pro Tag betreut. Insgesamt besuchen 91 Prozent aller Drei- bis Fünfjährigen (knapp zwei Millionen Kinder) zumindest stundenweise eine Kita, einen Kindergarten oder eine Tagesmutter.
Große Unterschiede zwischen Ost und West
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Auffällig sind die regionalen Unterschiede, die einmal mehr verdeutlichen, dass die außerhäusige Betreuung in den neuen Bundesländern noch immer deutlich häufiger genutzt wird als im Westen der Republik. So werden 66 Prozent der Drei- bis Fünfjährigen in Ostdeutschland ganztätig betreut. In den alten Bundesländern sind es dagegen gerade einmal 22 Prozent. Spitzenreiter sind dabei die Eltern aus Thüringen - hier liegt die Ganztagsquote bei 88 Prozent. Im folgen Sachen mit 70 Prozent und Sachsen-Anhalt mit 58 Prozent. Schlusslicht bei den ganztags betreuten Kindern ist Baden-Württemberg: Gerade einmal zehn Prozent Prozent der Eltern vertrauen ihr Kleinkind den ganzen Tag einer professionellen Betreuung an.
Ein Betreuungsangebot von bis zu fünf Stunden wird im früheren Bundesgebiet stärker in Anspruch genommen als in den neuen Ländern: In den alten Bundesländern werden 30 Prozent der Kinder bis zu fünf Stunden pro Tag betreut, in den neuen Ländern dagegen nur zwölf Prozent. Den höchsten Anteil weist hier Niedersachsen mit 71 Prozent auf, die geringsten Anteile gibt es in Brandenburg (fünf Prozent) und Thüringen (sechs Prozent).
Das Modell, ihr Kind vor- und nachmittags betreuen zu lassen, aber die Mittagszeit gemeinsam mit ihm zu verbringen, bevorzugen offenbar nur wenige Eltern. Nur 13 Prozent der Drei- bis Fünfjährigen besuchen vor- und nachmittags eine Kita oder eine Tagesmutter, sind jedoch in der Mittagszeit bei ihren Eltern. Lediglich in Baden-Württemberg (34 Prozent), Nordrhein-Westfalen (27 Prozent), Rheinland-Pfalz (23 Prozent) und dem Saarland (14 Prozent) wird diese Betreuungszeit von Eltern in größerem Umfang in Anspruch genommen.
Alle Bundesländer auf einen Blick sehen Sie in der Tabelle auf der folgenden Seite:






Hallo,
unsere Tochter wird im April 1 Jahr alt und sollte eine KITA besuchen. Sie ist schon in der Schwangerschaft in den 3 einzig vorhandenen KITA`s angemeldet worden. Wir haben nun von allen Dreien eine Absage bekommen weil zu viel Anmeldungen und zu wenig Plätze vorhanden sind. Aus finanziellen Gründen muß ich wieder arbeiten und jetzt müssen wir uns noch eine Tagesmutter suchen.... So siehst am Niederrhein in NRW aus :-)
Wir wohnen im östlichen Berlin und meine Tochter ist jetzt zweieinviertel Jahre alt und in Betreuung, seit sie 6 Monate alt ist (priv. Kinderladen, dann Kinderfrau bei uns zuhaus und seit 8 Monaten in unserer neuen Betriebskita). Mein Freund und ich können somit beide Vollzeit arbeiten und verdienen auch beide nicht schlecht. Auch wenn die Kita knapp 490 € "schluckt", unsere Tochter entwickelt sich prächtig und ist ein sehr glückliches Kind - nicht zu vergessen mit sehr glücklichen Eltern, die gern arbeiten gehen. Natürlich vermisse ich meine Tochter tagsüber, aber wir können ihr und der gesamten Familie viel mehr bieten, wenn wir nicht jeden Euro umdrehen müssen.
Ich versuche auch gerade ein Betreuungsplatz zu bekommen. Wohne in Hessen und es sieht sehr schlecht aus. Mein Erziehungsgeld fällt jetzt weg und ich müßte aufs Sozialamt um Leben zu kommen. Im Osten geben die Mütter die Kinder zur Betreuung da die Frauen durch das niedrige Einkommen arbeiten müssen und weil sie es auch können da es Kiga Plätze gibt.Hier bekommt man Betreuung für 3 Stunden oder man geht als Mutter zum Spielzirkel. eine Tagesmutter ist nicht bezahlbar. So sieht es aus im kinderfreundlichen Deutschland.
Das ist ein dt. Problem. Im Westen kann man sich das auch nicht mehr leisten, nur sind noch weniger Betreuungsplätze da und eine etwas á la 50 Jahre angestaubte Denke, dass das Kind die ersten 3 Jahre zur Mutter gehört. Das trifft vorallem die Mütter, die sich dann von Ihrem Job entfernen und am Ende entweder von Ehemann oder Sozialamt abhängig sind. Kommunen, Länder und Bund sollten endlich für ausreichend Betreuungsplätze sorgen. Jeder Sozialfall kostet am Ende mehr Geld als ein Betreuungsplatz und den Kindern kommt das auch zu Gute.
Ich glaube das es egal ist wo man in Deutschland lebt, man muss einfach arbeiten gehen, damit man mit seinen Kindern auch mal etwas unternehmen kann. Und dank des neuen Elterngeldes muss man jetzt auch schon nach einem Jahr wieder Arbeiten gehen.
Leider sind garnicht genug Betreuungsplätze vorhanden, so dass man nur hoffen kann einen zu bekommen, um nicht zum Amt gehen zu müssen. Unser Betreuungs- und Bildungssystem lässt echt zu wünschen übrig. Frau von der Leyen hat sich da etwas gutes angeschaut, schafft aber nicht die richtigen Voraussetztungen. Mal sehen wann die ersten Mütter auf die Barrikaden gehen.
Noch mal zum Artikel: warum wird eigendlich immer noch in Ost und West unterschieden, wir sind doch jetzt eins. ;)
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(7 Kommentare)