Wie soll die Kleinkindbetreuung ausgebaut werden?
Heute hat der Bundestag hat den Weg für das so genannte "Kinderförderungsgesetz" frei gemacht. Mit den Stimmen von Union und SPD verabschiedete das Parlament am Freitag in Berlin das von der großen Koalition vorgelegte Kinderförderungsgesetz. Das Gesetz bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates. Die Länderkammer wird sich voraussichtlich im November mit der Vorlage befassen. Die Zeit drängt, denn: Im Gesetzentwurf wurde in einer Klausel festgehalten, dass bis Ende 2008 ein Gesetz verabschiedet werden müsse, das die Finanzierungsfrage endgültig regelt.
Die Koalition hatte jedoch erst im Frühjahr den Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige beschlossen. Kernpunkt: Ab dem 01.08.2013 sollen alle Kinder zwischen dem ersten und dem dritten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben.
Die Finanzierung sollen sich Bund, Länder und Kommunen teilen. Der Bund trägt mit vier Milliarden Euro ein Drittel der Gesamtkosten von insgesamt zwölf Milliarden. Die Mittel stehen seit Beginn dieses Jahres für bauliche, Renovierungs- und Ausstattungsmaßnahmen zur Verfügung. Zusätzlich ist geplant, dass der Bund in den Jahren 2009 bis 2013 die Kommunen mit insgesamt 1,85 Milliarden Euro und anschließend jährlich 770 Millionen Euro bei den Betriebskosten der Kindertagesstätten entlastet.
Durch den Ausbau ergibt sich auch ein deutlich höherer Bedarf an Personal. Nach Berechnungen des Bundesfamilienministeriums müsste das Personal für die Betreuung von unter Dreijährigen bis 2013 um 80.000 Personen aufgestockt werden. Auch die Zahl der Tagesmütter und -väter müsste bis dahin um 30.000 Personen ansteigen. Entgegen der ursprünglichen Vorlage sollen Tagesmütter, die nicht mehr als fünf fremde Kinder betreuen, bis 2013 nicht als hauptberuflich gelten. Damit würden sie weiter unter die kostenfreie Familienmitversicherung fallen.
Eine weitere Änderung betrifft die Förderung von privaten Trägern von Kinderbetreuungseinrichtungen. Diese können künftig ebenso gefördert werden wie gemeinnützige. Im ursprünglichen Regierungsentwurf war vorgesehen, diese gleiche Förderung verbindlich vorzuschreiben.
Wir das Betreuungsgeld jetzt kommen?
Die FDP-Parlamentarierin Miriam Gruß kritisierte, dass erst 2013 für jedes dritte Kleinkind ein Betreuungsplatz zur Verfügung stehen solle. Damit würden nach wie vor die Eltern "im Regen stehen gelassen", die bereits jetzt eine Betreuung benötigen. Auch sei von der Leyen beim Betreuungsgeld eingeknickt. Schließlich habe die Ministerin selbst davor gewarnt, dass damit Kinder vom Kindergartenbesuch ausgeschlossen werden könnten, "weil ihre Eltern mit 150 Euro lieber ihre Haushaltskasse aufbessern".
Grünen-Fraktionsvize Krista Sager sah im Betreuungsgeld ebenfalls ein "bildungspolitisches Armutszeugnis". Einkommensarme Familien bekämen damit einen Anreiz, ihre Kinder nicht in die Frühförderung zu geben. Gerade jene Kinder bräuchten diese Förderung aber am dringendsten.
Die Koalition zeigte sich in diesem Punkt uneins: SPD-Fraktionsvize Christel Humme bestritt, dass das Betreuungsgeld in dem Gesetz enthalten sei. Das Betreuungsgeld stehe "nicht im Gesetz", sagte Humme. Man habe sich hier "nicht festgelegt". Der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Johannes Singhammer, betonte, das Betreuungsgeld "steht im Gesetz drinnen - und genau so wird es auch kommen".






Als Erzieherin hab ich nur zu sagen, das ein Ausbau in einer 2 Gruppen Einrichtung ganz schön Nerven kostet. Trotz " Maulkorb" versuche ich mal zu schildern, das ich / wir uns erpresst fühlen, denn Wunschdenken und Genehmigung Seitens des LVR gehen weit auseinander. Für eine kleine Einrichtung sind weder Essraum noch Personalraum vorgesehen. Ok,Gespräche könnten wir noch in der Küche abhalten, aber Mittags und Brunchkinder in einem Raum entspricht nicht unseren pädagogischen Vorstellungen. Der Waschraum wird beengt, Wickeltisch soll nun doch darein ( vor 2 Wochen war er noch separat geplant). Wir haben das Gefühl, Kosten sind wichtiger als Kinder! Alles abhängig von der Laune des LVR Mitarbeiters??? Fazit: Nur zufriedene Erzieher können zufriedene Kinder hervorbringen!
Hallo zusammen,
tja - ich bin durch Schwangerschaft arbeitslos geworden - nun habe ich 2 Kinder im Alter von 5,5 und 2,5 Jahren und möchte wieder arbeiten gehen. Als erstes hab ich bereits mehr als 100 Bewerbungen geschrieben und mir wird immer wieder abgesagt, weil ich 2 Kinder habe und dann wollte ich dass das Jugendamt die Kita-Gebühren übernehmen. Ergebnis unter 3 Jährige fördern sie nicht und ohne Job schon gar nicht. Aber ohne Kita-Platz keine Arbeit ohne Arbeit kein Geld - also wie sieht das denn die Regierung alles wird teurer und steigt im Preis und dann kommt der blöde Kommentar ja - wenn ich arbeite habe dann bezahlen Sie mir die Kita- wovon denn bitteschön????
Denkt mal drüber nach....
Die Idee ist schön und gut und sinnvoll.
Als ich vor ein paar Wochen die Anemldung meiner Tochter für August 2009 (dann 2 Jahre und drei Mon.) bekräftigen wollte, zeigte mir die Kita.Leiterin eine EMail vom Land NRW, in der stand, es sei beabsichtigt, für unter 3-jährige nur Stellen für 25 Std/Woche anzubieten, weil man der Zusage nachkommen müsse, eine gewisse Anzahl an Betreuungsplätzen zu schaffen. Und nebenbei: Bitte mehr Kinder aufnhemen bei gleichbleibendem Personal, denn mehr ist zu teuer.
Wie bitte?
Ich hab deutlich gemacht, dass ich es nicht schaffen werde, die Tochter morgens abzugeben, eine 3/4 Stunde zur Arbeit zu fahren, zu arbeiten und wieder zurück zu sein in
5 Stunden. Dann kann ich auch zuhause bleiben und das Schneckchen selbst betreuen. Ein weniger-als-halbtags-Job geht nicht!!! Die Leiterin siehts genauso. Ich hoffe, es kommt anders!
Ich finde es sehr gut das es mehr Plätze geben soll. Mütter können so früher wieder in Ihren Beruf einsteigen und verpassen somit nicht zu viel. Es sollte natürlich schon darauf achtgegeben werden das die Plätze schon an die Mütter gehen welche arbeiten und nicht an welche die nur Ihr Kind abgeben wollen um Ihre Ruhe zu haben.
Schön, das es mehr Plätze geben soll. Ich möchte im Mai 09 wieder Ganztags arbeiten und habe u. a. mit folgendem Problem zu kämpfen: Die meisten nehmen wenn überhaupt erst ab September auf, da dann viele in die Schule gehen und erst dann Plätze frei werden. Also, alle, die 1 Jahr Pause planen sollten am besten ein September-Kinder haben, denn sonst kann man es komplett vergessen einen Platz zu bekommen. Ich fühl mich ziemlich verarscht von unserer Regierung. Danke. Wer kann sich schon eine Tagesmutter Ganztags 5 Tage die Woche leisten? Da ist man schlapppe 900 Euro im Monat los. (Std. 5-7- Euro) Da kann man dann gleich zu Hause bleiben und der Job ist weg.
Ich wünsche mir zu Mai 09 einen Krippenplatz. Drückt mir alle die Daumen!!! In mindestens 20 Kitas bin ich schon eingetragen.
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