Betreuung

Wohin mit dem Kind, wenn die Kita streikt?

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Betreuung: Wohin mit dem Kind, wenn die Kita streikt?

Warum werden die Kitas schon wieder bestreikt?

Weil Gewerkschaften und Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen bislang keine Einigung erzielt haben. Deshalb wollen die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes heute in öffentlichen Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Arbeitsagenturen kurzzeitig die Arbeit niederlegen.

Was können Eltern tun, wenn die Kita streikt?

Leidtragende der Kita-Streiks aber sind die Eltern und deren Kinder - auch wenn in einigen Städten ein kommunaler Notdienst eingerichtet wurde. Trotzdem wird es vielen Vätern und Müttern nicht gelungen sein, einen Ersatz für die übliche Kinderbetreuung zu organisieren. Und dann? Für den Fall, dass die Eltern tatsächlich keine Betreuungsmöglichkeit für Ihr Kind gefunden haben (zum Beispiel, weil sie erst seit kurzem in dieser Stadt wohnen und dort weder Verwandte noch neue Bekannte haben), kann ein Elternteil beim Kind zuhause bleiben. Das sollte jedoch unbedingt vorher mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden. Die Eltern sollten dabei dem Vorgesetzen auch ihre vergeblichen Bemühungen um eine anderweitige Betreuung schildern und sich den Streik der Kita schriftlich bestätigen lassen.

Dauert diese Situation nur wenige Tage, besteht unter Umständen sogar Anspruch auf eine Lohnfortzahlung in voller Höhe. Allerdings wies ver.di-Jurist Peter Schmitz während der Kita-Streiks im vergangenen Jahr darauf hin, dass manche Tarif- und auch Arbeitsverträge eine solche Lohnfortzahlung ausschließen - deshalb lieber noch einmal nachsehen, bevor man den Chef darauf anspricht! Wer jeder Konfrontation aus dem Weg gehen will, dem bleibt nur, unbezahlten Urlaub zu nehmen.

Wie wird Ihr Kind während des Kita-Streiks betreut?

Wird Ihre Kita auch bestreikt? Wer betreut für die Dauer des Streiks ihr Kind? Machen Sie mit bei unserer Umfrage!

Sagen Sie uns Ihre Meinung: Die Antworten:
Wo bringen Sie Ihr Kind unter, während Ihre Kita bestreikt wird?
Autor

Jennifer Litters
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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Stephanie am 7. Juli 2009, 09:59 Uhr

    Hallo Liebe Eltern, Mütter und Väter

    Wollt Ihr wieder ins Berufsleben einsteigen oder seit
    sogar berufstätig, habt mal einen Amtlichen Termin
    zu Erledigen oder oder wollt mal etwas andere Unternehmen und wisst nicht wohin mit eurem Kleinen.
    Dann stehe ich Ihnen als Tagesmutter
    oder auch nur als Babysitter zu Verfügung.
    Mein Name ist Stephanie und ich bin 27 Jahre alt Verheiratet und habe eine Tochter im alter von 2 Jahren.
    Wenn Ihr noch näheres Ehrfahren wollt,
    dann Kontaktiert mich über die E-Mail Adresse

    stephanie.piesche@t-online.de

    LG Stephanie


  • von Petra am 2. Juli 2009, 13:27 Uhr

    Es reicht. mit diesem Streik werden unsere Kinder als Schutzschilde benutzt. Es leiden nur die hilflosesten und kleinsten unserer Gesellschaft. Keiner ist gegen mehr Gesundheitsschutz. Aber auf Kosten der Kinder erst 7 Wochen und jetzt anzudrohen bis Ende des Jahres (!) zu streiken ist nur noch rücksichtslos. Verdi hat den Rückhalt der Eltern, wenn sie ihn je hatten, total verspielt. Wir sind nur noch sauer.


  • von Micha am 17. Juni 2009, 16:28 Uhr

    Ich bin gewiss für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Kita-Bereich. Aber was hat eine höhere Bezahlung mit den Arbeitsbedingungen zu tun?
    Vergütung richtet sich nun einmal nach der Qualifikation. Und nach einer 3jährigen Ausbildung eine garantierte Verdienstaussicht auf bis zu ca. 2.450,-- € zzgl. Altersvorsorge zu haben, ist nicht schlecht. Fraglich ist auch ob durch eine bessere Bezahlung automatisch eine Qualifikationssteigerung erfolgt. Wenn zukünftig die Ausbildung auf Fachhochschulniveau liegt und durch "Fortbildungen" dieses auch durch die bisherigen Mitarbeiter/innen erreicht wird, steigt doch sicherlich die Vergütung.

    Weiterhin vermisse ich aus dieser Verdi-Debatte über des Sozial-/Erziehungsdienstes - die Altenpfleger/innen und die Mitarbeiten/innen in Krankenhäuser usw. Leider ist es aber nicht so populär hierüber zu diskutieren und Kinder sind halt netter anzusehen als "Alte und Kranke"! Denn auch dieses sind soziale Berufe die mehr Anerkennung brauchen.


  • von Bettina am 17. Juni 2009, 13:22 Uhr

    an Maja: vielen Dank für Deine ausführliche Darstellung der Bildungs-Lage. Bin voll Deiner Meinung, hätte diese auch gerne ausführlicher beschrieben, wenn man mir nicht nur 1000 Zeilen zur Verfügung gestellt hätte. Wie hast Du das hinbekommen, dass Du so viele Zeilen zur Verfügung hattest?...

    Ein liebe Gruß Bettina


  • von Bettina am 17. Juni 2009, 13:13 Uhr

    Ich stehe auch hunderprozentig hinter dem Streik der Erzieherinnen.

    Ein grosses Problem haben wir in unserer Kita, wenn mal zwei Erzieherinnen krank sind. Dann muss eine Gruppe ganz geschlossen werden, weil es in unserer Stadt keine "Springer" mehr gibt. Durch das Kibiz muss oft eine Erzieherin Berichte über die Kinder schreiben, dann ist nur noch eine Erzieherin für 22 Kinder "vor Ort". Wenn dann jetzt ab August auch die 2-jährigen kommen, die mehr Aufmerksamkeit benötigen, bleibt für die älteren Kinder keine Förderzeit mehr übrig.

    Es sind nicht nur die Bezahlung und Gesundheit, für die die Erzieher auf die Strasse gehen, Was die "da oben" sich in der Theorie vorstellen, ist einfach mit so wenig Personal, Geld und Räumlichkeiten nicht durchführbar.

    Ich möchte, dass meine Kinder optimal auf die Schule vorbereitet werden, in Räumlichkeiten, die ausreichend gross sind mit genug Personal, das optimal ausgebildet wird.

    Viele Grüße Bettina


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