Tatsächlich bietet eine Tagesmutter verglichen mit institutionellen Einrichtungen kleinere Gruppen und mehr Einzelbetreuung. Auch die Betreuungszeiten sind flexibler. Aber die enge persönliche Anbindung hat nur dann Vorteile, wenn Ihre Familie und die Tagesmutter wirklich auf einer Wellenlänge sind. Das bedeutet: Sie müssen genau hinschauen, bevor Sie Ihr Kind einer zunächst relativ fremden Person überlassen.
Die Suche beginnt
Fangen Sie rechtzeitig an. "Gerade in Großstädten sind Tagesmütter rar.", weiß Martin Textor vom Münchener Staatsinstitut für Frühpädagogik. Außerdem findet man die ideale Tagesmutter selten auf Anhieb, und unter Zeitdruck akzeptiert man wider besseres Wissen oft eine zweite Wahl.
Wie kommt man an Adressen? Der einfachste Weg: Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Doch seien Sie nicht zu euphorisch. Was Ihrer Freundin gefällt, muss für Sie nicht das Richtige sein.
Weitere Adressen erhalten Sie zum Beispiel bei den Jugendämtern, Tagesmütter-Vereinen und Wohlfahrtsverbänden. Auch im privaten Anzeigenteil der Lokalzeitung können Sie fündig werden.
Allerdings: An Träger gebundene Tagesmütter sind meist besser ausgebildet. Sie haben sich - auch wenn das keine Pflicht ist - in Seminaren qualifiziert und bilden sich häufiger fort.
Das erste Gespräch
Treffen Sie sich in der Wohnung der Tagesmutter, und bringen Sie Ihr Kind mit. Dabei sehen Sie die Umgebung (Spielplätze, Parks oder gefährliche Straßen), die Wohnung, und Sie können sich ungestört "beschnuppern". Im Grunde müssen sich alle Beteiligten auf Anhieb sympathisch sein. Nur wenn die Chemie stimmt, lohnt sich ein ausführliches Gespräch. Erzählen Sie zunächst von sich, von Ihrer Familie, den Besonderheiten, Ihrem Erziehungsstil.
Eine interessierte Tagesmutter hört zu, fragt nach. Wenn Sie sich in den Grundsätzen einig sind, können Sie in die Einzelheiten gehen. Aufschlussreich sind Fragen nach
- den persönlichen Lebensumständen. Eine Tagesmutter, die sich gerade von ihrem Mann trennt, bietet vielleicht nicht die Ausgeglichenheit, die Sie sich für Ihr Kind wünschen.
- dem Kontakt zu anderen Tagesmüttern, der Mitgliedschaft in einem entsprechendem Verband oder nach Fortbildungen. All dies signalisiert eine professionelle Berufsauffassung.
- der Anzahl der zu betreuenden Kinder und deren Alter. Mehr als fünf Kinder sollten es nicht sein, eine zu große Altersmischung ist bei kleinen Gruppen ungünstig.
- einem pädagogischen Konzept. Die Tagesmutter sollte ihre Ansichten, Werte und Erziehungsansätze formulieren können. Wie reagiert sie z. B. auf einen Trotzanfall, wie entschärft sie Streit zwischen den Kindern? Und: Deckt sich das mit Ihren Vorstellungen?
- dem Tagesablauf. Gibt es einen festen Tagesplan mit Ritualen und Aktivitäten? Erzählt die Tagesmutter den Kindern Geschichten, musiziert sie mit ihnen? Regt sie zum Rollenspiel, zum Malen, zu grob- und feinmotorischen Tätigkeiten an? Schön, wenn sie möglichst jeden Tag mit den Kindern an die frische Luft, auf den Spielplatz oder einkaufen geht.
- der Ernährung. Gläschen und Milchpulver für die Kleinen bringen Sie in der Regel selbst mit. Größere Kinder werden im Idealfall bekocht.






Ich habe eine andere Frage,bzw. 2. denn wir beide waren krank und das gerage 12 Monate altes Kind müssen wir trotzdem besorgen,denn wir keine andere Person in der Nähe haben, sich um das kleines zu kümmern. Gibt es eine Stelle, oder in dem Fall kann die Tagesmutter das Kind betreuen für ein paar Tage mit Übernachtung? zweitens,was würdet solche Betreuung kosten?
Find ich klasse, das hier Tagesmütter thematisiert werden, wenn auch wenig Info´s rüber kommen:(
Zum Beispiel weiß ein großteil der Eltern nicht, das sie bei einer Tagesmutter bis zu 3,90 Euro erstattet bekommen, sprich wenn die Tagesmutter 5 Euro die Stunde kostet, müssen die Eltern nur max. 1,10 Euro selber zahlen... (Ist Bundeslandabhängig) viele denken nämlich das eine Tagesmutter nicht bezahlbar ist, dem ist nämlich nicht so:)
- Und ich würde als Eltern empfehlen, immer nach der Pflegeerlaubnis zu fragen, eine Tagesmutter, die bei Vereinen oder Jugenämtern angestellt ist, oder im verein ist, braucht eine Pflegeerlaubnis, diese bekomtm sie nur dann, wenn sie eine bestimmte Antzahl an Qualifikationen vorweisen kann und muss spätestends alle 5 Jahre verlängert werden, sie muss regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse belegen und jedes Jahre bestimmte Kurse und Vortbildungen besuchen!
Ansonsten schöner Artikel:)
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