Kinderbetreuung

Unverhofft kommt oft

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Kinderbetreuung: Unverhofft kommt oft

Jolyne Klützmann und Marc Schürmann mit Niclas (18 Monate)

"Hallo Frau Klützmann, Sie hatten sich um einen Krippen-Platz für Ihren Sohn bei uns beworben. Ein Kind ist bei uns abgesprungen. Wir hätten ab nächstem Monat einen freien Platz für Sie." Von diesem Satz träumen tausende von Eltern in Deutschland. Für uns wurde er zum Gegenstand vieler schlaflosen Nächte.

Ja, natürlich wollten wir einen Krippenplatz! Aber doch nicht jetzt.

Eigentlich war von Anfang an alles perfekt geplant: Ich wollte das erste Jahr nach Niclas’ Geburt zu Hause bleiben und mich dann nach einem neuen Job umsehen, in dieser Zeit sollte mein Freund drei Monate lang seine Elternzeit genießt. Danach würde ich Teilzeit arbeiten und Niclas nachmittags von der Kinderkrippe abholen. In der wir uns allerdings viel zu spät beworben hatten... Ausgehend von den in München üblichen Wartezeiten für Krippen, hätten wir unseren Sohn ein halbes Jahr bevor der Schwangerschaftstest den eindeutigen roten Streifen zeigte, anmelden müssen. Von zwei Jahren Wartezeit spricht man in erfahrenen Elternkreisen. Außer man hat Glück. Wir hatten Glück. Ganze vier Monate, bevor der Vaterschaftsurlaub meines Freundes beginnen sollte, kam der Anruf unserer Wunscheinrichtung. Ja, natürlich wollten wir einen Krippenplatz! Aber doch nicht jetzt. Was nun? Sollten wir unseren kompletten Plan umwerfen? Sollte mein Freund auf seine Zeit mit unserem Sohn verzichten? Ich hatte ja noch nicht mal eine neue Arbeitsstelle. Dabei hatten wir doch alles so gut geplant!

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Tine am 27. Juli 2008, 17:49 Uhr

    naja, wir hatten standen auch gerade vor dem problem und sind auf die suche gegangen. es gibt ja irgendwo auch neue alternativen - entweder selbst eine gruppe gründen oder solche internetplattformen zum finden nutzen wie http://www.betreut.de


  • von Ivonne am 14. Mai 2008, 13:25 Uhr

    Wir haben auch den Krippenplatz für unser 2.Kind früher bekommen als benötigt. Zuerst war es mir nicht so recht. Wir hatten alles schön geplant - Mama bleibt 7 Monate zu Hause, dann der Papa für 3 Monate.
    Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass es, so wie es nun läuft, besser für alle ist. Die Kleine geht jetzt vormittags in die Krippe. Da habe ich Zeit meine Sachen zu machen - mit 2 kleinen Kindern ist das sonst recht schwierig.
    Die Eingewöhnung lief auch recht entspannt ab - ich konnte der Kleinen die nötige Zeit geben.
    Und letztendlich profitiert auch unsere kleine Tochter davon. Als ich noch tagsüber allein mit ihr zu Hause war, hatte ich den Eindruck, dass sie den Trubel durch ihren großen Bruder vermisst. Und nun hat sie in der Krippe genug Abwechslung.
    Rückblickend, wirklich eine viel bessere Lösung als erst geplant.
    Und der Papa hat nun auch bald Elternzeit. Er freut sich auf die Nachmittage mit seiner kleinen Tochter. Und vormittags schmeißt er dann den Haushalt ;o)


  • von Simone am 30. April 2008, 13:08 Uhr

    Bei uns war es genauso. Ich habe ein Jahr Elternzeit eingereicht und wollte danach wieder arbeiten gehen und unsere Tochter in die Kita. Angemeldet habe ich einmal in einer meinem Arbeitbeber angegliederten Kita und einmal in einer an unserem Heimatort. Beide machten mir nicht allzuviele Hoffnungen, ich sollte vorsichtshalber noch eine Tagesmutter suchen, falls nach einem Jahr kein Platz frei wäre.
    Allerdings war dann schon mit 5 Monaten ein Platz frei , welchen wir nach langem Hin und Her auch genommen haben.
    So bringe ich mein Kind morgens in die Kita und habe dann quasi "frei", dafür weiß ich aber auch, wenn ich dann ab Juli wieder arbeiten gehe, dass es mit der Kita-Eingewöhnung keine Probleme mehr geben wird.

    Man sollte sich also gut überlegen, ob man einen solch raren KiTa-Platz wirklich ablehnen kann, wenn man keine Oma oder so als Plan B in der Hinterhand hat, finde ich, denn hier in NRW ist ein Kita-Platz wirklich selten, weshalb wir froh sind, einen bekommen zu haben....


    (3 Kommentare)

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