Entwicklung fördern

3. Lebensjahr: Das Denken wird abstrakt

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Entwicklung fördern: 3. Lebensjahr: Das Denken wird abstrakt

Elsi besucht Paul. Und Paul besucht Elsi. Sie können sich jetzt schon gut für einige Stunden von den Eltern lösen. Ein Zeichen für ihr stabiles Urvertrauen. Am liebsten experimentieren Elsi und Paul gemeinsam und dabei sind sie ziemlich kreativ. Sie entdecken zum Beispiel, dass eine abgewickelte Toilettenpapierrolle ergiebig genug ist, um das Klo so zu verstopfen, dass sich ein Stausee bildet. Und anderen Unsinn - aus der Sicht der Erwachsenen selbstverständlich. Schrecklich, diese Zweijährigen! Sie sind jetzt unberechenbar. Manchmal streiten sie: mit anderen Zwergen, aber auch mit ihren Eltern. Dabei trainieren sie ihre sozialen Fähigkeiten. Sie sprechen viel und ihre Gedankengänge, ihre Spiele, mit denen sie versuchen größere Zusammenhänge zu erkennen, werden immer komplexer.

Die kleine Welt ordnen

So viele Anregungen, Reize und Ideen

So viele Anregungen, Reize und Ideen - da wissen die Zweijährigen gar nicht mehr, was sie zuerst tun sollen. Sie versuchen jetzt, selbst Ordnung in das Chaos zu bringen, indem sie ihre kleine Welt strukturieren. Mit Regeln, die sie aufstellen. Auch wenn es auf Eltern zwanghaft wirkt: Es hilft ihrem Kind, wenn sie mitspielen. So besteht es jetzt auf immer gleiche Abläufe im Alltag, möchte immer wieder die gleiche Geschichte vorgelesen bekommen. Diese Regeln beruhigen das Kind nicht nur, sie helfen ihm auch bei der Suche nach ersten mathematischen Gesetzmäßigkeiten. Es kann jetzt Kategorien (Tiere, Pflanzen, Möbel) erkennen und geometrische Grundstrukturen wie Kreise und Vierecke. Außerdem sortiert es mit großer Begeisterung: Stofftier zu Stofftier, Ball zu Ball.

Spielend Gefühle verarbeiten

Wurde das Kind bisher vor allem durch äußere Anregungen auf Entdeckerkurs gebracht, entstehen jetzt immer mehr Spiele im Kopf. Das liegt daran, dass das Denken der Kleinen immer abstrakter wird. Typisch die "Als-ob-Spiele", mit denen Erfahrungen und Ängste verarbeitet werden. So muss der Teddy so lange vor seinem Frühstück aus Knetgummi sitzen, bis er aufgegessen hat. Der Duplostein verwandelt sich in jenen brüllenden Löwen, vor dem Elsi morgens beim Zoobesuch so eine Riesenangst hat. Jetzt kann sie ihn (und damit auch ihre Angst) mit voller Kraft in eine Ecke schmeißen.

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Aggi am 24. Januar 2009, 22:24 Uhr

    *michanschliess*

    Kleinkinder experimentieren lassen ja, alles um sich kaputtmachen zu lassen, nein. Mal aus Wut schreien ja, aber nicht bis zum umfallen und und und...Habe genug in meinen Bekanntenkreis/Familie gesehen, das führt manchmal dazu, dass diese Kinder um Grenzen förmlich betteln ! Aber dieses Gefallen machen Ihnen die Eltern nicht (es ist nur eine Phase und so), da wird erst gar nicht nach dem Kind geschaut.

    So, jetzt werden die "trotzzwerglein" grösser und grösser, und ich sehe überhaupt keine Besserung. Im Gegenteil: es wird schlimmer, die Eltern können sich den Mund fusselig reden, und sie werden von den Kindern einfach ignoriert. Noch so eine Phase hä ??!


  • von Marion am 21. Januar 2008, 20:43 Uhr

    "Der Bagger geht doch bestimmt nicht kaputt, wenn ich ihn vom Klettergerüst in den Sand fallen lasse? Aber hält er auch einen Sturz vom Tisch auf den Küchenfußboden aus? Und was passiert, wenn ich ihn vom Balkon in den Garten fallen lasse? Fragen, die Paul jetzt sehr beschäftigen. Er muss das einfach ausprobieren."
    Muss ich das aushalten? Oder darf man als Mutter auch mal an dieser Stelle dem Forscherdrang ein Ende bereiten?
    Ich meine, ja!


    (2 Kommentare)

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