Japanische Babys können "l" und "r" unterscheiden – ihre Eltern nicht
Jeder von uns kennt mindestens einen Witz, in dem es um die Schwierigkeit erwachsener Japaner geht, die Laute "l" und "r" zu unterscheiden. Das Erstaunliche: Sechs Monate alte japanische Babys sind zu dieser Unterscheidung durchaus in der Lage. Diese und andere Untersuchungen rund um den Globus legen den Schluss nahe: Babys, egal in welchem Land dieser Welt sie geboren werden, sind Universalisten. Sie haben die Fähigkeit, sämtliche Laute und Lautkontraste, die die unzähligen Weltsprachen bereithalten, wahrzunehmen – und damit auch das Potenzial, jede von ihnen zu lernen
Ein Hund ist ein Fuchs ist eine Katze
Etwa jedes dritte Wort hat für Sprachanfänger nicht dieselbe Bedeutung wie für uns Erwachsene. Denn Kinder neigen zur sogenannten Überdehnung. Das heißt: Kleine Kinder kennen zunächst nur einen kleinen Teil der Merkmale, die die Bedeutung eines Wortes ausmachen. Erkennt das Kind einen Hund zunächst durch die Merkmale "vier Beine" und „braunes Fell“, ist es nur logisch, dass auch Füchse oder Ziegen als Hund bezeichnet werden.



