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Trotzphase bei Kleinkindern

"Ich bin so süß und doch so sauer"

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Trotzphase bei Kleinkindern: "Ich bin so süß und doch so sauer"

Aus dem Alltag einer Mutter, deren Kleinkind mitten in der Trotzphase steckt

Kürzlich konnten die Bewohner der Franz-Marc-Straße in München um 8 Uhr morgens ein kleines Mädchen beobachten, das auf dem Weg zum Bäcker war und eine seltsame Tracht trug: oben einen Fahrradhelm mit Giraffen drauf, darunter ein T-Shirt und kurze Hosen – und an den Füßen dicke Thermo-Winterstiefel. Das kleine Mädchen stapfte bei strahlendem Sonnenschein selbstbewusst den Bürgersteig entlang und hatte eine Mutter im Schlepptau, die nachdenklich aussah. Sie dachte über die vergangenen zehn Minuten nach, in denen sie versucht hatte, ihre Tochter davon zu überzeugen, dass Sandalen im Hochsommer viel angebrachter wären als Thermo-Winterstiefel. Und dass ein Fahrradhelm für einen kurzen Fußmarsch zum Bäcker überflüssig sei.

Zieh an, was du willst! Sicher durch die Trotzphase

Ich will - und zwar sofort!

Doch das Kind hatte diese Hinweise mit Wutgebrüll quittiert. Und die Mutter fragte sich, warum ein Mädchen von 21 Monaten wegen solcher Nichtigkeiten so sauer werden konnte. So sauer, dass die Mutter sich irgendwann hatte sagen hören: Dann zieh doch die Thermo-Stiefel an und setz den Helm auf! Aber hör mit dem Geschrei auf! Vor einem Jahr, dachte die Mutter, vor einem Jahr wäre das noch nicht passiert. Da konnte mein kleines Mädchen noch nicht einmal krabbeln. Da war es noch ganz nah bei mir. Wenn ich es auf den Boden gesetzt hatte mit einem knisternden Butterbrotpapier, dann war das schon was. Jetzt reicht das nicht mehr. Jetzt geht mein Mädchen hinaus in die Welt. Mit Thermo-Stiefeln und unbändiger Neugier und der selbstbewussten Einstellung: Ich will! Ich will es sofort! Ich will es selber machen! Und noch eine weitere Botschaft spürt die Mutter: Ich will vieles, was du nicht willst. Und ich rege mich furchtbar auf,wenn du Nein sagst. Aber ich will auch, dass du mir deshalb nicht böse bist.

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von dee am 17. Dezember 2011, 01:56 Uhr

    unser lütte is gerade 19 monate ,er ist in der trotzphase gelandet,ja ist schön zu beobachten wie gross er schon ist und sich alle mühe gibt sich durchzusetzen,mama is aber die stärkere am hebel..ich lass ihn toben und protestieren, auf dem boden wälzen etc, wenn er merkt es nützt nichts geh ich hin und nehm ihn in den arm undsag ,na alles wieder ok?kommst du jetzt mit mama,und meisstens ist nach dem 2 mal alles wieder vergessen ,buggy sitzen is nict mehr din,mama muss strategisch vorgehen..und auch ab und zu bestechen,,,mit nem haribo,,aber im grossen und ganzen ist er artig und zeigt mir immer wie sehr er mich lieb hat ,papa ist da weicher,,aber trotzallem sind wir besste freunde:_)e ist einfach mein herz:_)


  • von Gelöschter Benutzer am 20. September 2010, 11:25 Uhr

    Dass die Mutter die Tochter hatte machen lassen, war das Beste.
    Warum wegen Lappalien einen Machtkampf - der nur Verlierer hervorbringt - anzetteln?


  • von Yasmin@little_big_family_2007 am 30. Juli 2009, 12:30 Uhr

    Unser Sohn (19Monate) läuft auch super gut und richtig sicher! In der ich sag mal kleinen Trotzphase sind wir auch. Wenn ihm etwas nicht passt, dann schreit er oder den jenigen gerade an. Wenn wir spazieren gehen oder irgendwo hin gehen wo es sich nicht lohnt den Buggy aus zupacken dann müssen wir ihn auch nach ein paar Metern tragen. Ich mache mich da aber nicht verrückt und genieße die Nähe einfach zu ihm und mein Mann auch. Und lass die Leute schauen und glotzen wie sie wollen.
    Die Blicke kann ich mir immer im Supermarkt reinziehen. Mein Sohn bleibt nämlich nicht im Buggy sitzen, er möchte nämlich mit einkaufen gehen und räumt die einen oder anderen Dinge dann mal aus dem Regal aus. Wenn ich nein sage und er die Lebensmittel dann auf den Boden wirft werde ich böse und sagen ihm das das nicht geht. Da schauen die Leute auch und was macht DIE jetzt, schlagen, schrein oder oder oder...
    Lass die Leute einfach reden, gucken und was sie noch so machen. Die wollen einfach nur aus ihrem Langweiligem Leben austreten. :)
    LG Yasmin


  • von Barbara am 23. September 2008, 10:17 Uhr

    Unser Sohn (18 Monate) läuft auch super und super sicher. In der Wohnung hin und her, in der Krippe den ganzen Tag hin und her, beim Spazieren, auf dem Spielplatz hin und her die ganze Zeit ... doch auf der Straße will er getragen werden. Wenn ein Ziel zu erreichen ist, wenn er neben uns herlaufen soll, will er sofort hoch. Und er weiß immer ganz genau, wann welches Programm dran ist. Und dann trage ich ihn mit der gleichen Freude (seit kurzen auch wieder im Tragetuch) mit der ich ihn rumrennen sehe. Ich kann mich mit ihm unterhalten, ihm zeigen, was auf dem Weg so alles zu sehen ist. Er kann mir zeigen, was er interessantes entdeckt hat und wenn er träumerig ist, einfach den Kopf an meine Schulter legen. Mit mir auf Augenhöhe hat er auch einen viel besseren Überblick und die vielen Menschen, die Autos und Bäume sind nicht ganz so bedrohlich wie aus der Kniepersektive. Ich denke, dass man diesen Wahrnehmungsunterschied nicht unterschätzen sollte.


  • von Angela am 13. Juni 2008, 22:51 Uhr

    So haben wir neulich unsere Nachbarin verwirrt :) Es war morgens noch etwas frisch und ich habe den Zwergen Langarmshirts angezogen. Weil sich in der Plane vom Sandkasten Regenwasser gesammelt hatte, bekamen die beiden Regenhosen und Gummistiefel an. Und auf eine Mütze habe ich bestanden. Meine Tochter wollte unbedingt bei knapp 20 Grad die Vliesmütze mit der Bommel aufsetzen. Und was die Schwester will, das will auch meist ihr Zwillingsbruder. Also haben beide noch die Wintermützen auf den Kopf gesetzt und sind so in den Garten. Die Nachbarin schaute aus dem Fenster um nach dem Wetter zusehen... Sie suchte daraufhin dicke warme Sachen für ihre Kinder aus dem Kleiderschrank ;)


(6 Kommentare)

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