iPad & Smartphone
Apps für Zweijährige?

Kleinkinder lernen schnell, wie man einen Touchscreen bedient. Aber ist das gut? Sollen Eltern schon Zweijährige ans Smartphone oder iPad lassen? Wir stellen die wichtigsten Pro- und Contra-Argumente vor - und wollen Deine Meinung wissen!

Inhalt: 
Das spricht gegen Apps für Kleinkinder:Das spricht für Apps für Kleinkinder:Was gute Apps für Kleinkinder können sollten:

Das spricht gegen Apps für Kleinkinder:

iPad & Smartphone: Apps für Zweijährige?
  • Kleine Kinder brauchen vielfältige Eindrücke. Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken - jeder Sinn muss angesprochen werden, damit sich Körper und Geist gesund entwickeln können. Mit elektronischem Spielzeug ist das nicht möglich.
  • Kinder brauchen das gemeinsame Spiel mit anderen Kindern. Die Zeit, die ein Kind am Bildschirm verbringt, spielt es aber allein.
  • Apps lassen wenig Freiraum für die Fantasie. Egal, was man macht, es hat sich bereits jemand vorher ausgedacht.
  • Kinder bewegen sich schon jetzt viel zu wenig. Wenn Apps schon in so frühem Alter eingeführt werden, nimmt diese ungünstige Entwicklung noch zu.
  • Elektronische Spiele faszinieren Kinder so sehr, dass die Versuchung für Eltern groß ist, das eigene Kind damit bequem ruhig zu stellen. Der "elektronische Babysitter" ist auf Dauer teuer bezahlt.

Das spricht für Apps für Kleinkinder:

  • Liebevoll gestaltete Apps, die auf hochwertigen Bilderbüchern basieren, machen Kindern wie Eltern Spaß. Gemeinsam betrachtet, schaffen sie eine gemütliche Vorlese-Situation wie gedruckte Bücher auch.
  • Kinderbuch-Apps können Eltern, vor allem technikbegeisterten Vätern, mehr Lust aufs Vorlesen machen: Nach der "Vorlese-Studie 2012" der Stiftung Lesen würden 18 Prozent der Väter, die sonst nie vorlesen, sich das überlegen, wenn sie es mit einer App tun könnten.
  • Neue technische Erfindungen wurden schon immer erst mal verteufelt. Warum sollen Eltern nicht die neuen technischen Möglichkeiten ausprobieren, wenn sie selbst Freude daran haben?
  • Kein Kind sollte dauernd davor sitzen. Aber etwa für Reisen sind Apps eine tolle Beschäftigungsmöglichkeit. Auch, weil man dann nicht zehn Bilderbücher mitschleppen muss.

Was gute Apps für Kleinkinder können sollten:

Wichtig, wenn Du Deinem Kind eine App zum Spielen anbieten möchtest:

  • Probier jede App am besten erst selbst aus.
  • Besonders eignen sich für den Anfang Bilderbuch-Apps.
  • Lass Dein Kind nicht mit einer App allein - am besten nimmst Du es auf den Schoß und Ihr entdeckt gemeinsam, was die App zu bieten hat.
  • Beobachte Dein Kind: Wird es unruhig, ängstlich oder ärgerlich, dann ist es besser, das Spiel zu beenden.
  • Wenn Apps nicht ohnehin nur bei besonderen Gelegenheiten genutzt werden: Zehn bis 15 Minuten am Tag sind für Kleinkinder genug, auch wenn sie quengeln.

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Was halten Sie von Apps für Kleinkinder?
Von:Christine Brasch