Aufsichtspflicht

Wenn im Kindergarten was passiert

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Sachbeschädigung im Kindergarten


Tim sitzt im Kindergarten gerne auf einem Kletterbaum. Eines Tages versucht der Fünfjährigen von dort aus mit Steinen das Plastikdach des Nachbarn zu treffen. Der Versuch gelingt – das Resultat: Ein kaputtes Dach und eine Klage des Nachbarn auf Schadensersatz.

Ein klarer Fall von Aufsichtspflichtverletzung - möchte man meinen. Doch ganz so einfach ist es nicht: Das Oberlandesgericht Karlsruhe sah nämlich keine "schadensursächliche Aufsichtspflichtverletzung" des Personals.

Das Gericht war der Meinung, dass Aufsichtspersonen die Kinder nicht ständig im Auge behalten können. Einschreiten müssen sie erst dann, wenn sie den Vorgang, also hier das Steine werfen bemerken. Weil aber auch nicht auszuschließen ist, dass der Schaden bereits bei den ersten, unbemerkten Würfen auftrat - also zu einem Zeitpunkt, als eine Pflicht zum Einschreiten noch nicht bestand - wurde die Klage abgewiesen. Der Nachbar musste sein Dach aus eigener Tasche reparieren. (Urteil des OLG Karlsruhe vom 30.03.2006)

Fakt ist aber: Mit der Anmeldung im Kindergarten schließen Eltern mit dem Träger des Kindergartens einen Vertag ab. Kernstück dieser Abmachung ist die Betreuung, Beaufsichtigung und Erziehung des Kindes für die Zeit in der das Kind den Kiga besucht. Mit dieser Vereinbarung übertragen die Eltern dem Kindergarten auch die Aufsichtspflicht für die Zeit in der das Kind sich dort befindet - und damit ein großes Stück Verantwortung.

Was bedeutet "Aufsichtspflicht" genau?

Eltern und Erzieher haben Kindern gegenüber das Recht und auch die Pflicht, sie zu erziehen und zu beaufsichtigen. Das heißt, sie müssen versuchen, das Kind vor Gefahren zu bewahren. Und das gilt gerade dann, wenn Kinder noch zu klein sind, um selbst Gefahrenquellen zu erkennen. Andererseits heißt "Aufsichtspflicht" aber auch, dass Eltern oder Erzieher dafür sorgen müssen, dass Kinder keine anderen Personen oder deren Besitz schädigen.

Dabei beginnt die Aufsichtspflicht, wenn das Kind im Kindergarten dem Erzieher übergeben wird und sie endet, wenn es von den Eltern oder anderen, verlässlichen Erwachsenen wieder abgeholt wird.

Wann liegt eine Aufsichtspflichtverletzung vor?

Selbst der Bundesgerichtshof äußert sich zu der Frage nur schwammig: "Das Maß der gebotenen Aufsicht richtet sich nach Alter, Eigenart und Charakter des Kindes, sowie danach, was dem Aufsichtspflichtigen in der konkreten Situation zugemutet werden kann." Im Klartext: Bei strittigen Fällen, die meistens vor Gericht landen, schaut sich der Richter immer ganz genau den Einzelfall an.

Um den Sachverhalt für sich genauer zu beleuchten, sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Wie und wo ist es passiert?
  • Wann ist es passiert?
  • Wie viel Personal war anwesend?
  • Wie gefährlich war die Beschäftigung?
  • Hat das Personal das Kind auf die Risiken aufmerksam gemacht?
  • Hat es die Tätigkeit vielleicht sogar verboten?
  • Wie ist die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes einzuschätzen?

Was ist, wenn sich ein Kind im Kindergarten verletzt?

Keiner rechnet damit, aber manchmal passiert es eben doch: Ein Kind hat sich im Kindergarten verletzt. Wichtig: Die Betreuer müssen genau protokollieren, wann und wie der Unfall passiert ist, denn Kinder sind während des Besuches einer Tageseinrichtung und auch auf dem Weg in den Kindergarten oder die Kita gesetzlich unfallversichert.

Bekommt die Erzieherin von dem Unfall nichts mit, z. B. wenn er sich auf dem Weg in den Kindergarten ereignet hat, sollte der Unfall dennoch gemeldet werden. Die Unfallversicherung übernimmt dann die Kosten.

Gehen die Eltern mit dem Kind zum Arzt, müssen sie auf den Unfallort hinweisen. Der Arzt oder das Krankenhaus rechnet dann mit der Unfallkasse ab.

Aber auch wenn die Eltern nicht mit dem Kind zum Arzt müssen, ist eine Dokumentation ratsam. Sollten sich unerwartet Spätfolgen einstellen, können diese mit dem Unfall in Verbindung gebracht werden und dann kann man sich an die Unfallversicherung wenden.


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  • von Yvonne am 5. März 2014, 13:25 Uhr

    Teil 1

    Hallo liebe Eltern,
    weiss einer von Euch wie alt ein Kind sein muss, nach dem Gesetz bis man es alleine zu Hause lassen darf, auf Grund von Arbeit des Elternteils?

    Ich frage, weil ich als alleinerziehende Mutter mit Kind, ohne Auto im Moment massiven Druck von der Harz-stelle erhalte.
    Die kapieren irgetntwie nicht, dass ich meine 10-jaehre nicht alleine zu Hause lassen will nach der Schule, da alle Kinderhorte im Ort in der Mitte vom Schuljahr auch noch ausgebucht sind. Bald stehen die Osterferien vor der Tuer, danach gleich Sommerferien und dann? Ich bin echt stink-sauer, denn die Aemter sind nicht in der Lage eine ortsansaessige Teilzeitarbeit fuer mich zu organisieren oder eventuelle Trainings-massnahmen fuer Umstrukturierung so anzubinden, dass das mit Bus gut zu erreichen ist.


  • von Yvonne am 5. März 2014, 13:24 Uhr

    Teil 2

    Ich habe selbst fast zwanzig Jahre in dieses System einbezahlt, und das schon ganz schoen viel, denn ich hatte mal einen guten Verdienst, und jetzt kommen die mir so!!!!
    Man bekommt bei uns das Gefuehl, dass alleinstehende Muetter ohne Babysitter hier richtig die A-Karte gezogen haben, egal wieviel man schon mal in den Pott einbezahlt hat. Vorallem kapieren die nicht, dass es Jahre dauern wuerde bis sich dass was ich selbst schon mal bezahlt nicht mehr abdeckt!

    Deshalb meine Frage oben. Ich denke dass sich das Amt strafbar machen wuerde wenn ich unter Androhung von Abzug der Sozial-Leistungen meine Tochter hier zu Hause vor oder nach der Schule im alter von zehn Jahren sich selbst ueberlassen muesste.

    Weiss da jemand Bescheid?


  • von Anja Ruf am 26. Februar 2014, 08:12 Uhr

    mein Sohn(3,5J)wurde im unbeaufsichtigten Turnraum von 5 älteren Kindern im Alter von 4-6J mittels Schaumstoff-Kissen auf dem Boden fixiert & haben ihm dann abwechselnd gezielt auf den Kopf getreten!Er sagte:"sie haben einfach nicht aufgehört" & er habe immer wieder um Hilfe gerufen,aber niemand kam...Sein Kopf war so unvorstellbar verbeult,eine massive Schädelprellung! Schon länger hat er mir immer wieder von Übergriffen seitens der älteren Kinder berichtet, als ich es ansprach-wollten mir die verantwortlichen Erzieher weissmachen dass mein Sohn ja so schrecklich streitsüchtig wäre!?! Wir haben 3x versucht eine Erklärung/Aufklärung zu dem schrecklichen Vorfall von den Verantwortlichen zu erlangen,sind aber leider auf nur auf taube Ohren gestossen-es wurde nicht mal versucht, das Geschehen aufzuklären, oder in irgendeiner Form eine Betroffenheit auszudrücken!?Haben nun einen Anwalt eingeschalten und hoffen so zumindest auf eine Aufklärung, damit sowas in Zukunft nicht mehr vorkommt


  • von Ayse am 3. August 2013, 17:56 Uhr

    Hallo!! Mein kind wird im September 6jahre alt. In dem kindergarten wo sie hin geht passiert ihr immer etwas vor einem halben jahr hatte sie ein blaues auge wo mir keine von den erzieherinnen sagen konnte von wo und wie das passiert ist ,dannach sagten sie mir ein anderes kind sei schuld daran gewesen. jetzt vor drei tagen hatte sie einen sonnenstich mit erbrechen und hohem fieber so etwas darf nicht vor kommen ich binn unzufrieden mit der betreuung wohin kann ich mich wenden ?


  • von Mario am 15. Juli 2013, 13:32 Uhr

    Hallo , hatte, hier zuhause einen unfall gehabt von meiner 5j Tochter, wIR WAREN IM kRANKENHAUS DIAGNOSE OberamBruch , nach 5 tagen wurde ich mit meinem kind entlassen und , war auch eine woche noch zu hause, ich hatte sogar den Chirurg im krankenhaus nachgefragt ob mein kind wieder zur kita gehen kann und er bestätigte mir seine aussage mit ja , als ich dem kindergarten vom vorfall erzählt hatte , bat ich um rücksicht auf meine tochter , keine 2 tage in der kita , holte sich meine Kleine noch einen bruch hinzu, , die Erzieherinnen meinten sie wäre nur gefallen aber wenn dann sich noch ein bruch bildet , was soll ich denken. Vlt könnt ihr mir ja helfen.


(22 Kommentare)

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