Erziehung
Neun Sätze, die für Kinder wichtig sind

Wir Eltern reden den ganzen Tag mit unseren Kindern, doch es gibt Sätze, die sind besonders - sie wirken positiv und bewirken mehr Verständnis für einander. Der amerikanische Erziehungsexperte Jim Taylor hat über das Thema ein Buch geschrieben "Your Childrean are Listening" heißt es.

1. Ich hab dich lieb, egal, was du tust

Neun wichtige Sätze in der Kindererziehung
Lange bevor sie selbst sprechen, können Kleinkinder und sogar Babys uns verstehen. Durch die Tonlage unserer Stimme, den Blickkontakt, die körperliche Nähe. Ein "Ich hab dich lieb" ist bei kleinen Kindern die unmittelbare Beantwortung ihrer Bedürfnisse. Nur wer erfährt, dass jemand kommt, wenn man weint, lernt: "Ich bedeute etwas. Ich werde geliebt." Von dieser sicheren Basis aus können Kinder vertrauensvoll die Welt entdecken.
Klar, manchmal machen sie es uns nicht leicht: Wenn sie nach elf Gutenachtliedern immer noch nicht einschlafen wollen. Oder die Spaghetti quer durch die Küche feuern. Dann reagieren wir genervt. Oder schreien. Das ist alles menschlich.
Und trotzdem falsch. Kinder kennen den Unterschied noch nicht zwischen "Mami mag mein Verhalten nicht" und "Mami mag mich nicht". Erst im Alter von etwa zehn Jahren können sie das wirklich auseinanderhalten. Deshalb ist es wichtig, sachlich zu bleiben. Und auch wenn man konsequent sein muss, klarzumachen: "Wir haben dich lieb, auch wenn du dich falsch verhalten hast." Widersprüchliche Botschaften sind schlecht: Statt wütend am Bettrand das elfte "La-le-lu" zu singen, sind klare Signale wichtig: "Nein, ich bin selbst müde. Das Gutenachtritual ist zu Ende."

2. Du schaffst das! Ich trau dir das zu!

Das Gefühl, etwas geschafft zu haben, macht Kinder glücklich. Sprechen Sie Ihrem Kind Mut zu, reagieren Sie nicht enttäuscht, wenn etwas noch nicht klappt. "Die Aufgabe von Eltern ist es eigentlich nur, die Ziele so zu setzen, dass sie erreichbar sind", sagt Taylor. Der Familienalltag sei voll von "Erfolgsaufgaben" wie anziehen, Tisch decken, bei den Einkäufen helfen, Früchte schneiden … Die Möglichkeiten sind grenzenlos.

3. Du darfst Fehler machen

Niemand erwartet, dass Kinder sofort alles können. Nur wer Fehler macht, lernt, Probleme zu lösen. Eltern sollten es sich zum Ziel machen, Fehler als das zu sehen, was sie sind: eine Information. Sagen Sie das ruhig auch der Kindergartenerzieherin, die sich beklagt, dass Ihre Tochter ihre Hausschuhe verschlampt, oder dem Kinderarzt, der "entsetzt" feststellt, dass das Kind noch keinen Ball fangen kann.
Und reagieren Sie selbst nicht ungehalten, wenn Ihr Kind heute schon zum 17. Mal stolpert oder die Milch ausschüttet. Was Kinder später brauchen, sagt Taylor, sei nicht die Fähigkeit, Fahrrad fahren oder exakt ausmalen zu können, sondern der Wille, etwas Neues zu probieren, ohne Angst vor Misserfolg.
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