Geschwister

Wenn das zweite Kind kommt

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So machen Sie Ihr Kind "Geschwister-fit":


War Ihr Erstgeborenes vorher unbestrittener Mittelpunkt der Familie, wird es nach der Geburt Liebe, Zeit und Aufmerksamkeit der Erwachsenen mit dem neuen Baby teilen müssen. Damit das Große diesen Verlust gut übersteht, sollten Sie es gründlich auf die Ankunft des Geschwisterchens vorbereiten. Verheimlichen können Sie Ihre Schwangerschaft ohnehin nicht lange, selbst wenn Ihr Bauch noch nicht so groß ist - Kinder können meist sehr früh spüren, dass sich in der Familie etwas verändert. Und darauf reagieren manche mit Wut, Trotz und Verweigerung.

  • Der richtige Zeitpunkt für das Verkünden der frohen Botschaft, spielt eine große Rolle. Ein- und Zweijährige haben noch kein Zeitgefühl, deshalb genügt es, ihnen ein paar Wochen vor dem Entbindungstermin von dem Neuankömmling zu erzählen.
  • Bleiben Sie immer bei der Wahrheit und beschreiben Sie das Baby realistisch als hungriges, schreiendes Windelbündel und nicht als Super-Spielgefährten. Das vermeidet große Enttäuschungen.
  • Kramen Sie beim Gespräch über das Baby in Erinnerungen an den Älteren. Wenn das Erstgeborene mitbekommt, dass es auch süß war und geliebt wurde, kann es das Neue besser akzeptieren.
  • Eine Babypuppe mit Zubehör "zum Üben" macht fast allen Kindern Freude.
  • Wenn große Geschwister aussuchen dürfen, welche ihrer Ex-Spielsachen aus der Babyzeit für Nummer zwei geeignet sind, fühlen sie sich ernst genommen und trennen sich leichter von Dingen, die sie nicht mehr brauchen. Enteignen Sie das Kind nicht einfach.
  • Der Vater spielt jetzt eine wichtige Rolle: Gewohnheiten und Rituale, die er nach der Geburt des Zweiten wahrnehmen soll, kann er jetzt schon übernehmen - zum Beispiel dem Kind abends etwas vorlesen, es in den Kindergarten bringen. Das erleichtert die Umgewöhnung.
  • Entthronte Erstgeborene brauchen neue Bezugspersonen: Oma oder Opa, Nachbarn oder Freunde: Kurz jemanden, der schnell da sein kann um das Kind zu füttern, trösten oder zum Spielplatz zu bringen. Wichtig ist auch, wer auf das Kind aufpasst, wenn die Mutter nach der Entbindung im Krankenhaus ist. Beim Papa ist das natürlich kein Problem, eine Großmutter dagegen, die sonst nur selten auftaucht, muss vorher gut eingeführt werden.
  • Kinder verkraften nur eine große Veränderung auf einmal. Es ist daher keine gute Idee, rund um die Geburt auch noch umzuziehen oder mit dem Kindergarten anzufangen.


  • Auf der nächsten Seite finden Sie Fragen, die Ihr Erstgeborenes jetzt beschäftigen.
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  • von Papa Heini am 23. September 2012, 01:14 Uhr

    Also seid doch mal ein bisschen lockerer. Wir haben uns doch die Kinder gewünscht. Seid ehrlich und handelt aus dem Bauch ohne viele Ratgeber in Wort und Bild.


  • von antje am 8. November 2010, 11:07 Uhr

    Wir haben dieses Jahr unseren zweiten Sohn (Abstand 3J.) bekommen. Ich denke was bei uns zu einem guten Start geführt hat, war zum einen, dass das Baby nicht glorifiziert wurde (natürlich ist ein Neugeborenes kein Spielkamerad), aber ich habe auch sehr darauf geachtet, das Baby nicht als negativen Aspekt zu betonen. Statt zu sagen "Ich kann dich nicht auf den Arm nehmen in Mama's Bauch ist doch ein Baby", habe ich ihm gesagt er sei schon so groß und schwer geworden und als der Kleine da war sind wir nicht nach Hause gegangen, weil das Baby hunger hatte, sondern weil es schon so spät war. Für den Kleinen hat es keinen Unterschied gemacht, der Große musste aber nicht den Eindruck haben, dass das Baby Spielverderber ist.


  • von Hotel Mama am 28. August 2010, 22:22 Uhr

    Wir bekommen in 2 Monaten unseren zweiten Sohn (Abstand 2J 2Mon). Bisher freut er sich riesig, hängt an jedem Kinderwagen und will alle Baby streicheln... Auch in Mamas Bauch ist er ganz vernarrt. Er weis schon, welcher Schnuller fürs Baby ist und wo es schläft... Ich hoffe sehr, dass er mit der Veränderung gut klar kommt und die Freude bleibt. Heute hatten wir mal wieder so einen Tag, den man gerne ausm Kalender streichen möchte! Super quengelig und total anhänglich. Dazu aber rotzefrech! ;-) ich hoffe nicht, dass das bereits ein Vorgeschmack auf die Zeit mit Baby Nr. 2 ist. Ich bin froh, dass ich für solche Fälle die Unterstützung vom Opa habe, der ihn mal für 2 Stündle beschäftigen kann. Er liebt seinen Opa sehr! Seine Eingewöhnung in den KiGa werden wir ein bisschen nach hinten schieben... wahrscheinlich Februar, wenn´s Baby ca. 4 Monate ist. Meint ihr das reicht?
    Also es bleibt spannend, kommt eh alles anders als man denkt! ;-)


  • von bine_28 am 13. Juli 2010, 19:36 Uhr

    Hallo,
    ich lese hier grad das man besser nicht mehr umziehen sollte wenn das zweite Kind kommt. Ich wohne allerdings mit meinem Sohn in einer 2-Zimmer-Wohnung (er ist knapp 1,5 Jahre alt und wird zur Geburt 2 Jahre alt sein).
    Ich werde also wahrscheinlich umziehen müssen.
    Ist das wirklihc so dramatisch? Wir würden im Viertel bleiben,also max ne Straße weiter ziehen.
    Muß ich mir jetzt deswegen Sorgen machen?
    Oder kann ich in eine größere Wohnung umziehen?
    Denn ich wohn im 4.Stock, mit Aufzug, der aber gern mal kaputt ist. Und wie gesagt in einer 2-Zimmer-Wohnung. Ich selber schlafe im Wohnzimmer.
    Kann mir einer helfen??
    Lg,sabine


  • von 25doro am 1. Februar 2010, 20:41 Uhr

    Hi,
    also umziehen würde ich echt nicht auch noch. Unsere Mädels sind 13 1/2 Monate auseinander und die ersten Tage waren echt der Horror, weil ich nur dachte die Große kommt zu kurz. Das hat sie dann auch gezeigt, indem sie immer jammernd rumgelaufen ist. Mittlerweile hat sie sich dran gewöhnt, dass nochmal jemand da ist (die Kleine ist jetzt fast 3 Moante alt), aber die Große giert immer noch nach alleiniger Aufmerksamkeit und mittlerweile ist es anders rum, dass ich aufpassen muss, dass die Kleine nicht nur nebenher läuft und nur alleine im Laufstall liegt. Wir haben die Große mittlerweile mit Puppen beschäftigt. Sie nimmt sie mit auf das Sofa, wenn ich die Kleine füttere und gibt ihren Puppen auch die Flasche, bringt mir ein Tuch und die Trinkflasche für ihre kleine Schwester wenn sie Hunger hat, "hilft" mir sonst auch viel im (Wäsche zur Wäschetonne tragen, Staubsauger einschalten, Tupperschublade einräumen wenn ich ihr die Sachen aus der Spülmaschine rausgebe) und ich hab das Gefühl, dass sie sich auch dadurch gebraucht fühlt und ihr das gut tut, mal angesehen davon, wenn ich mit ihr spiele und Quatsch mache. Das ist immer noch das Größte. Es ist schwer mit so einem Abstand auch Geduld zu haben mit den Großen, weil man immer denkt: "Mann, die sind soch schon so groß, jetzt könnten sie doch mal Ruhe geben, sie sehen doch, dass man beschäftigt ist mit der Kleinen." Aber man darf sie echt nicht überfordern. Sie sind eben echt noch klein und ich versuch dann immer dran zu denken wie ich in den schwierigen Situationen gehandelt hätte, wäre das Kleine jetzt nicht da gewesen. Dann hätte ich die Große betüddelt wie doof und ein bisschen davon muss echt übrig bleiben für die Großen. Das brauchen sie echt.
    Bin oft am Schreien und auch sehr unfair teilweise zur Großen, weil mich die Situation oft echt überfordert, aber manchmal hab ich den Eindruck, dass mich die Kinder auch viel lehren. Geduld, und die Einsicht, dass ich echt nicht so cool bin, wie ich immer dachte. Aber mit jeder Woche wird es besser. Und es ist wunderschön zu sehen, wie die Große der Kleinen den Mund abwischt wenn sie sabbert und das so vorsichtig macht, dass die Kleine sogar lacht dabei. Es gibt so viele schöne Situationen, die man sonst nicht hätte. Genieß die Zeit, so anstrengend sie auch ist. Es ist wunderschön mit zwei so kleinen Süßen. Und Du wirst sie lieben!
    Ich wünsch Dir ganz arg viel Kraft für die ersten Monate und viel, viel Freude mit den Kleinen.
    Gnaz liebe Grüße, Doro mit Romy (16 1/2 Monate) und Janne (2 1/2 Monate)


(16 Kommentare)

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