Städtische oder Gemeindekindergärten
Die Leitungen dieser Kindergärten geben sich ihr pädagogisches Konzept selbst - es lohnt sich also, die in Frage kommende Einrichtung vorher genau anzuschauen. Zunehmend werden reformpädagogische Ansätze verwirklicht: Freispiel, Integrationsgruppen und altersgemischte Gruppen sind in vielen Kindergärten heute die Regel. Die Gruppenstärke beträgt meist um 25 Kinder, Öffnungszeiten und Gebühren sind regional unterschiedlich. Die Mitarbeit der Eltern beschränkt sich auf die Wahl des Elternbeirates und Elternabende, die etwa zweimal im Jahr stattfinden. Räumlichkeiten und Garten müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Kirchliche Träger
Die Gruppen sind meist genauso groß wie in städtischen Einrichtungen. Gebete, Bibelgeschichten und Gottesdienste sind in den Tages- und Wochenablauf integriert, variieren aber stark von Einrichtung zu Einrichtung. Elternmitarbeit ist bei Elternabenden und der Vorbereitung von Basaren oder Festen erwünscht. Die Eltern und Kinder müssen nicht Kirchenmitglieder sein, um einen Platz zu bekommen, sollten aber die Erziehungsarbeit im Kindergarten unterstützen.
Montessori-Pädagogik
Begründerin dieser Pädagogik war die Italienerin Maria Montessori (1870-1952). Die Merkmale der Montessori-Pädogik sind zum einen das von ihr selber entwickelte Spielmaterial, das die Kinder zu selbstständigem Forschen animieren soll. Der zweite Aspekt sind sogenannte Stillzeiten und gemeinsame Mahlzeiten, in denen die Kinder soziale Kompetenzen und ein Gruppenzugehörigkeitsgefühl vermittelt bekommen. Drittes Merkmal ist die beobachtende Distanz der Erzieher, die die Kinder bei eigenständigem Lernen unterstützen, aber möglichst wenig eingreifen. Ein Kernsatz dieser Arbeit heißt: "Hilf mir, es selbst zu tun."
Seit ungefähr zwei Jahren ist der Begriff "Montessori-Kindergarten" geschützt und die Einrichtungen werden durch diverse Dachverbände kontrolliert. Die Erzieherinnen müssen eine spezielle Zusatzausbildung haben, das Entwicklungsmaterial von Maria Montessori muss vorhanden sein.
Dennoch sind die Schwerpunkt bei den einzelnen Kindergärten unterschiedlich. Das liegt vor allem daran, dass diese Kindergärten in den überwiegenden Fällen in freier Trägerschaft entstehen, also als private Eltern-Kind-Initiativen gegründet sind. Die Beteiligung der Eltern sowohl am pädagogischen Konzept als auch bei organisatorischen Dingen und im Arbeitseinsatz ist meist Voraussetzung für die Vergabe des Kindergartenplatzes. Vor der Aufnahme findet ein eingehendes Gespräch mit den Eltern statt.
Wie in anderen privaten Kindergärten ist die Gruppenstärke meist geringer als in städtischen Einrichtungen. Das kann schüchternen oder entwicklungsverzögerten Kindern entgegenkommen. Öffnungszeiten, Essensangebot und Gebühren sind von Einrichtung zu Einrichtung sehr unterschiedlich.











Hallo,
ich will kurz noch was zu den Natur- und Waldkindergärten anmerken: Unser Sohn ging in einen Waldkindergarten, der eigentlich kein reiner Waldkindergarten war. Die Besonderheit dieses Kindergartens war, dass die Kinder abwechselnd eine Woche im Wald unterwegs und eine Woche in einem "normalen" Kindergarten waren.
Hierbei gefällt mir besonders die Abwechslung. So lernen die Kinder nicht nur die Natur besser kennen, sondern lernen in den Hauswochen auch mit Schere und Papier umzugehen oder machen Vorschulprogramme. So werden die Kinder m.E. optimal auf´s Leben und Schule vorbereitet. Das war eine schöne Zeit, an die ich auch als Vater gerne zurückdenke: Mit Zipfelkapuzenjacke von <a href="http://www.outdoorkidz.de">finkid</a> saßen die kleinen mit Stockbrot ums Lagerfeuer,...
Viele Grüße
Marc
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