Grundsätzlich gilt: Die Höhe der Kita-Gebühren ist eine politische Entscheidung. Welche politischen Motive in Düsseldorf und Bremen zu den gegebenen Umständen führen, dazu sprachen wir mit örtlichen Vertretern.
Düsseldorf
Michael Bergmann, Sprecher der Stadt Düsseldorf für soziale Belange und Vater zweier Kinder im Alter von 7 und 12 Jahren:
"Seit dem Kitajahr 2009/2010 sind Kindergartenplätze in Düsseldorf kostenlos. Düsseldorf will sich als Familienstadt profilieren und für junge Familien attraktiv sein. Kostenlose Kitaplätze sind da ein zusätzlicher Anreiz und ein weicher Standortfaktor für die Stadt. Wir freuen uns auch, dass wir jedem Kind, dass einen Kitaplatz in Düsseldorf benötigt, auch einen Platz anbieten können. Dazu passt, dass entgegengesetzt zum Trend im Ruhrgebiet, in Düsseldorf die Einwohnerzahlen steigen und die Geburtenrate relativ hoch ist.
Die Kosten für einen Kitaplatz waren bislang stark nach Buchungszeit und Einkommen gestaffelt. Trotzdem waren gut 70 Prozent der Eltern von den Kitagebühren befreit, weil sie die Einkommensuntergrenze von 24542 Euro Brutto-Einkommen im Jahr unterschritten haben. Die kostenlosen Kindergartenplätze kosten die Stadt im Jahr ungefähr 20 Millionen Euro. Eltern sparen sich heute zwischen 33 Euro im Monat bis hin zu 370 Euro im Monat für einen Ganztagsplatz in der höchsten Einkommensgruppe.
Ein Problem haben wir im Moment aber: Kinder aus Nachbargemeinden werden jetzt teilweise auch in Düsseldorfer Kitas angemeldet, weil bei uns die Plätze kostenlos sind.
Außerdem dürfen Eltern, die nicht in Düsseldorf wohnen aber hier arbeiten, auch ihre Kinder in die städtischen Kitas bringen - und zahlen jetzt ebenfalls nichts."











Wir wohnen in Brandenburg und zahlen für einen Krippenplatz über 500 Euro und für einen Kitaplatz über 300 Euro. Da ist eindeutig zu viel und hat auch nichts mehr mit sozialer Gerechtigkeit zu tun.
Wir zahlen in Brandenburg/Havel mit 330 EUR auch den höchsten Tarif für unseren Kitaplatz. Unser Einkommen würde ich als eher durchschnittlich bezeichen. Ein oder mehrere Kind groß zu ziehen, ist eine hohe finanzielle Belastung, die durch Kindergeld nicht ansatzweise ausgeglichen wird. Es wird Zeit das hier ein Umdenken stattfindet. Ein kostenloser Kita Platz (bundesweit) wäre ein erster sinnvoller Schritt.
Wir wohnen in Niedersachen und werden zukünftig € 330,- / Monat für einen Vollzeit-Krippenplatz zahlen - zzgl. Essensgeld. Ich finde das happig, trotz mittlerem Einkommen zahlen wir bereits den höchsten Tarif
Hallo,
wir zahlen in einer Kommune bei Frankfurt am Main für einen Krippenplatz 308,00 € im Monat inkl. Essensgeld. Dieses Geld wird nicht gestaffelt nach Einkommen. Im Kindergarten zahlt man dann ca. 260,00 € inkl. Essensgeld (ganztags) wiederum Einkommensunabhängig.
Wir zahlen in Brandenburg um die 85,-€ mit Essensgeld, für einen Halbtagsplatz und bei mittlern Einkommen. Ich muß nur sagen dasw ich es nicht fair finde das viele bei uns garnichts bezahlen weil es das Amt übernimmt. Da sieht man mal wieder das man auch noch bestraft wird wenn man Arbeiten geht. Ich beschwer mich ja garnicht über das Geld weil s noch günstig ist zum vergleich anderer Städte trotzdem ist es unfair der Arbeitenden Bevölkerung!!!!!!!!!!!!!
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(6 Kommentare)