ELTERN-Autorin Greta Niesner über Angst und Mut
Eltern haben zu viel Angst. Viele von uns haben sogar so viel Angst, dass sie ständig wie Helikopter über ihren Kindern kreisen: wachsam und immer bereit, einzugreifen. Wir passen auf, dass sie beim Radeln einen Helm auf dem Kopf haben - und nicht zu viel Tempo! Wir passen auf, dass die Schaukel im Garten TÜV-geprüft ist. Wir passen auf, dass die Brotzeittasche Reflektoren hat – und das Kind einen Platz in der musikalischen Frühförderung. Und natürlich bringen wir unser Kind auch mit dem Auto zur Musikstunde. Und später zur Grundschule: Nur noch jeder fünfte Erstklässler macht sich allein auf den Weg! Soziologen wie der englische Buchautor Frank Furedi sprechen inzwischen schon von einer "Elternparanoia". Seine deutschen Kollegen haben die "Generation Rücksitz" ausgerufen.
Sie stellten fest, dass der sogenannte Streifradius von Grundschulkindern - also das Gebiet, das sie auf eigene Faust entdecken können – binnen weniger Jahrzehnte von 20 auf vier Kilometer geschrumpft ist. Ohnehin verbringen sie nur noch durchschnittlich zwölf Stunden pro Woche draußen! "Ist doch klar", möchte man an dieser Stelle einwerfen, "das liegt daran, dass die Welt heute viel gefährlicher ist als noch vor 20, 30 Jahren: der Verkehr, die Missbrauchsfälle, die ständig in der Zeitung stehen. Das Risiko war doch früher viel kleiner." Stimmt nicht! Die Zahl der Kinder, die im Verkehr tödlich verunglückten, ist seit 1953 kontinuierlich gesunken, schreibt Silke Pfersdorf in ihrem Buch "Erziehungsfalle Angst" (Diana Verlag, 16,95 Euro), ebenso wie die Zahl der Sexualdelikte. Was sich aber geändert hat, sind offenbar die Wahrnehmung von uns Eltern und die Macht der Informationsflut.






Die Autorin vermischt unterschiedliche Themen. Ob man auf (meiner Meinung nach) sinnvolle Dinge wie das Tragen eines Fahrradhelms oder Reflektorbänder für Dämmerung und Dunkelheit besteht oder musikalische und sonstige Frühförderung für sinnvoll erachtet, sind zwei unterschiedliche paar Schuhe.
Ich habe auch schon mal miterlebt, wie jemand beim Trinken eine Wespe in den Mund bekommen hat-war nicht lustig. Von daher achte ich darauf, Wespen nicht anzulocken. Aufgeschürfte Knie dagegen gehören zu Kindern, die draußen spielen, natürlich dazu.
http://www.vsll.eu//l/aqg
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