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Loslassen lernen

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Usergeschichte: Loslassen lernen

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  • von Gelöschter Benutzer am 1. Dezember 2009, 23:07 Uhr

    Mein Sohn geht seit er 21 Monate alt ist halbtags in eine Kindergruppe für 2 bis 3jährige - er war dort erstmal der Jüngste.

    Am Anfang ist mir das sehr schwer gefallen - ich habe mich wirklich gefragt, ob das noch zu früh ist (zumal er bei uns in der Familie und im Bekanntenkreis das einzige Kind ist das je schon vor dem 2. Geburtstag täglich in eine Kindergruppe gegangen ist)

    Aber als ich gemerkt habe wie sehr es ihm, nach einer gewissen Eingewöhnungsphase, dort gefällt, wie selbstsicher er seitdem geworden ist, wie stark er sein kann, wieviel er schon selbstständig machen kann - seitdem fällt es mir auch ein Stück leichter, ihm seine notwendige Freiheit zu geben.

    Ein weiteres Beispiel für ein Situation in der ich gemerkt habe, dass es manchmal besser ist, nicht zu sehr zu "helfen": Mein Sohn ist jetzt 2 und er hat lange gebraucht um sicherer beim Treppensteigen zu werden. Jetzt habe ich festgestellt dass er immer dann "unfallgefährdeter" wird, wenn er merkt, dass da irgendjemand hinter ihm steht. Er scheint sich dann total drauf zu verlassen, dass er schon aufgefangen wird, wenn er runterpurzelt - und gibt sich dann gar keine Mühe mehr. Seitdem ich es "riskiert" habe und ihm gesagt habe, dass ich jetzt nicht mehr hinter ihm stehe, hält er sich richtig fest und hat seitdem sogar angefangen richtig auf dem Klettergerüst herumzuklettern - ohne dabei je abzustürzen.

    Ich glaube, die beste Methode, das loslassen zu lernen, ist, sich bewusst zu machen, dass man seinem Kind Fähigkeiten zutrauen muss, alles andere wäre unfair.


  • von Christiane am 28. Mai 2008, 15:09 Uhr

    Da ich 9 Monate nach der Geburt meines ersten Sohnes wieder arbeiten wollte, kam er mit 8 Monaten für zunächst einige Stunden bis dann zu 15h/Woche in eine Kindertagesstätte. Dort tat ihm von Anfang an der Kontakt zu anderen gleichaltrigen und älteren Kindern so gut, dass ich erst gar kein schlechtes Gewissen bekam!
    Heute ist er 2 1/4Jahre alt, besucht die Kita täglich (und vermisst nach einem "langen Wochenende" seine Freunde dort schon unheimlich) und ist in manchen Dingen schon sehr "selbständig" - was manchmal schon anstrengend sein kann. Andererseits freut er sich aber auch immer wieder auf "Mama-Papa-Tage", die nur uns dreien gehören und auf Unternehmungen nur mit Mama bzw. nur mit Papa. Diese Tage sind für uns alle immer ganz besonders.

    Wir haben die Entscheidung, ihn schon so früh "wegzugeben" noch nicht einmal bereut! Ich denke, dadurch, dass wir ihn so allmählich eingewöhnen konnten, fiel uns das allen nicht so sehr schwer.


  • von Daniela am 30. Januar 2008, 14:22 Uhr

    Dadurch,dass ich mit meinem Sohn (13 Monate) zur "Spielgruppe nach Emmi Pikler"gehe,lernen wir beide gerade ein Stück "Selbständigkeit".Dort dürfen und sollen die Kinder ihre Grenzen und ihr Können selbst austesten,die Eltern haben "Sendepause"!Tolle Sache!


    (3 Kommentare)

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