Schnuller
Wie der Abschied leichter fällt

Für viele Kinder ist der Schnuller lange Zeit ein verlässlicher Begleiter. Er beruhigt, tröstet und dient auch mal als Spielzeug. Aber die innige Beziehung muss einmal zu Ende sein. Wie Sie Ihr Kind schonend durch die Trennungsphase bringen.

Die Vorbereitung

Schnuller: Wie der Abschied leichter fällt
  • Kaufen Sie keine neuen Schnuller mehr: Alte oder verlorengegangene Schnuller werden nicht ersetzt. So haben Sie immer weniger Schnuller zuhause und Ihr Kind registriert, dass die Schnuller-Zeit nicht ewig anhält.
  • Geben Sie Ihrem Kind den Schnuller nur noch zu bestimmten Zeiten: Zum Einschlafen oder wenn es krank ist.
  • Versuchen Sie, Ihr Kind mit einem Kuscheltier oder einem Beißring abzulenken, wenn es nach dem Schnuller verlangt.

Der Abschied

  • Verkürzen Sie den Nuckelspaß: Schneiden Sie jeden dritten oder vierten Tag mit einer Schere einen Millimeter von der Spitze ab. Irgendwann ist der Schnuller so kurz, dass genussvolles Nuckeln nicht mehr möglich ist.
  • Die Schnullerfee kommt: Viele Eltern erzählen ihrem Kind, dass es bald alle Schnuller abgeben muss, damit die Schnullerfee sie den neugeborenen Babys bringen kann. Das Kind legt dann abends seine Schnuller in eine Schale und am nächsten Morgen liegt ein kleines Geschenk darin, die Schnuller aber sind abgeholt worden. Tipp: Es gibt auch Bücher über die Schnullerfee. Die können bei der Vorbereitung auf den "Besuch" helfen.
  • Alle Schnuller vergraben: Lassen Sie Ihr Kind seinen Schnuller im Garten, im Park oder im Urlaub am Strand vergraben. Sie können die Zeremonie feierlich gestalten und sich ein kleines Rahmenprogramm dazu ausdenken (Kuchen essen, Großeltern einladen, Luftballons steigen lassen). Eventuell pflanzen Sie an dieser Stelle heimlich eine Blume ein, oder Sie legen dort ein kleines Geschenk für Ihr Kind hin.

Die Belohnung

Ganz egal, ob alle Schnuller von der gleichnamigen Fee abgeholt, sie vergraben oder zerschnitten wurden: Eine Belohnung hat sich Ihr Kind verdient. Ein Kuscheltier als Ersatz, ein neues Buch oder ein Ausflug in den Zoo: Machen Sie Ihrem Kind, das so tapfer auf seinen Didi, Nunu oder Dietzl verzichtet, eine Freude.

Von:Lotte Sorge