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Erziehung

Showdown in der Kassenschlange

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Erziehung: Showdown in der Kassenschlange

© Alena Yakusheva - Fotolia.com

Die Situation

"41,96", sagt die Kassiererin zum dritten Mal, auf dem Boden wälzt sich ein brüllendes Kleinkind, die Schlange hinter dem Einkaufswagen wird länger, und immer mehr Kunden verfolgen interessiert, wie der Vater wohl jetzt reagiert. Kauft er die Gummibärchen, schreit er gleich sein Kind an? Stress pur. Und eine Situation, die früher oder später jeder erlebt, der Kinder hat. Und eine, in der man jede der handelnden Personen irgendwie verstehen kann.

Das Kind

"Mann, ist das langweilig hier. Nix an fassen, nicht klettern, nur neben dem doofen Wagen herlaufen. Und Papa hat nur Augen für seine ewig lange Einkaufsliste und sagt nichts. He, Papa, ich will auch einkaufen. Gummibärchen!"

Der Vater

"Okay, ich hätte mich ein bisschen mehr mit Max beschäftigen müssen. Aber soll ich mich deshalb erpressen lassen? Max, bitte hör auf zu schreien! Und warum glotzt ihr da hinten so dämlich? Soll ich meinem Sohn etwa eine scheuern? Den Gefallen tu ich euch bestimmt nicht. Oh neiiiin ... jetzt reißt er auch noch die Verpackung auf. Bitte nicht!"

Die Kassiererin

"Schon das dritte Mal heute. Hätte ich mir bloß die Abendschicht geben lassen. Und garantiert gibt’s gleich Diskussionen wegen der aufgerissenen Ware. Und der Chef kommt dazu."

Die Juristin

"Der Vater muss die aufgerissene Süßigkeit nicht zahlen“, sagt Rechtsanwältin Dr. Jeanette Nolte aus Köln. "Hätte er Max allein durch die Süßwarenabteilung streifen lassen und damit seine Aufsichtspflicht verletzt, wäre das etwas anderes. Aber im Fall klassischer 'Quengelware', die an der Kasse in Augenhöhe und Greifweite von Kindern platziert ist, trifft den Supermarktinhaber auch eine Mitschuld."

Die Psychologin

"Die Gummibärchen bleiben im Laden, auch wenn Max die Tüte schon aufgerissen hat", meint Dr. Ute Koglin von der Uni Bremen. "Und Max' Vater versucht es am besten mit dem Tunnelblick: Kommentare von Umstehenden ignorieren. Auf den Trotzanfall möglichst klar reagieren: 'Nein, Max, jetzt gibt's keine Gummibärchen!‘ Wenn Max sich nicht beruhigt, am besten den Wagen kurz stehen lassen, sich bei den Umstehenden entschuldigen, Max auf den Arm nehmen und nach draußen tragen. So holt man ihn aus der verfahrenen Situation heraus. Das sind fünf bis zehn Minuten Verzögerung, die pädagogisch gut investiert sind."

Auf der folgenden Seite haben wir für Sie einige Tipps zusammen gestellt, mit denen sich solche Szenen künftig vielleicht nicht immer, aber wenigstens manchmal vermeiden lassen. Und Sie können uns Ihren Trick verraten, um den Einkauf mit Kind möglichst stressfrei zu gestalten.

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Susanne am 16. August 2009, 11:12 Uhr

    Meine Tochter durfte zu Hause den Einkaufszettel nachmalen wenn wir nur Kleinigkeiten kaufen wollten. z.B. Käse, Wurst,Brot dann malte sie einen rosanen Kreis für Wurst, ein gelbes Dreieck oder kreis für Käse und einen braunen kreis für Brot. Somit wußte sie wie lange wir noch brauchen und sagte mir dann was wir brauchen. Sie ist immer so stolz danach und darf sich dann auch immer eine Kleinigkeit aussuchen.

    Lg Susanne


  • von Claudia am 21. Februar 2009, 18:23 Uhr

    1. Die Kinder immer mitmachen lassen. Sachen aus den Regalen suchen und später auf das Band legen lassen. Dann ist es nicht so langweilig. Mama darf ja auch immer alles anfassen.

    2. Nicht immer "Nein" sagen. Meine Tochter darf sich immer etwas aussuchen, aber nur eins. Sie darf selbst entscheiden, ob sie was aus dem Regal möchte oder von der Kasse.


  • von rico am 29. Januar 2009, 01:56 Uhr

    meine tochter ist immer beim einkauf dabei.sie will nie in den wagen und ich laß sie alles anfassen und nehmen was sie will.es gibt aber feste regeln, welche ich peniebel und konsequent durchsetze.sie muss immer alles wieder aufräumen, keine gläser und flaschen nehmen.seit dem neunten monat konnte sie laufen und ist jetzt 1,5.ich lobe sie oft, sage selten nein, nur wenn es gefährlich werden könnte.es ist alles ein riesen spiel, welches auch mir spass macht.sie nimmt immer weniger sachen, weil sie es schon kennt.wenn sie einen keks will...na und?packung auf, ein keks raus--fertig.mehr gibts nicht.von anfang an.nie stress.rico.


  • von Sandra am 17. Oktober 2008, 21:19 Uhr

    Pascal bekommt immer eine Banane, die hat den Vorteil, dass ich sie nicht erst abwaschen muss und er sie so gleich nach dem Bezahlen essen kann. Ich kaufe bewusst keine Bananen für zu Hause, weil er so die Banane als etwas besonderes empfindet, die er nur beim Einkaufen bekommt :)


  • von Michael am 20. September 2008, 21:54 Uhr

    ich lasse einfach meine tochter (3 Jahre) mit einkaufen.
    Lasse sie sachen aus dem regal holen, was auf dem zettel steht bzw. was wir brauchen und darf sich zusätzlich einen artikel aus dem Kühlregal meistens Pudding/Jogurth etc aussuchen.
    Meistens klappt es dann auch ohne geqängel, denn die sachen darf sie natürlich auch mit aufs Band legen.
    Ab und zu gebe ich Ihr auch das Geld und sie darf dann auch bezahlen.


(13 Kommentare)

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