Trotzphase

Gute Fahrt durch Trotz und Eigensinn!

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Die "Verkehrsregeln" für die Trotzphase lernen!


 © Tina Baumgartner - Fotolia.com

Wenn Ihr Kind darauf besteht, Schuhe anzuziehen, in die es nicht hineinpasst, wenn es sich beim Bäcker schreiend vor der Theke wälzt, und wenn "Ich will aber!" zu seinem Standardsatz geworden ist – dann befindet es sich in jener Phase, die man Trotzphase nennt. Versuchen Sie, das Positive daran zu sehen:

  • Kleinkinder rebellieren nur gegen Menschen, bei denen sie sich sicher fühlen. Also: Bei Ihnen stimmt die Eltern-Kind- Bindung!
  • Ihr Kind entwickelt Selbstbewusstsein. Es ist von seinen Ideen (auf Mäuerchen steigen, Bonbon wollen) total überzeugt. Initiative, Ich-Stärke – wer wünscht sich das nicht für sein Kind?
  • Ihr Kind will Sie mit seiner Trotzphase nicht ärgern! Es ist nur enttäuscht und sauer, dass nicht alles so klappt, wie es sich das in den Kopf gesetzt hat.

Nicht zu häufig auf die Bremse treten bei Kindern in der Trotzphase!

Sicher, Ihr Kind gibt zurzeit ganz schön Gas. Bremsen Sie es trotzdem nicht ständig aus. Es muss Fehler machen dürfen, ausprobieren, was klappt (allein aufs Mäuerchen) und was nicht (in Papas Schuhen zum Bäcker laufen).Wenn auf "Ich will, ich kann!" immer nur "Nein, nein!" kommt, bleibt sein Selbstwertgefühl klein. Ist das Vorhaben Ihres Kindes riskant, darf es natürlich keine Diskussion geben. Oft jedoch übertragen wir Eltern unsere eigenen Ängste aufs Kind. Wir sehen nur, was alles passieren könnte, statt auf das zu schauen, was unser Kind schon kann.

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  • von Katja Selig am 23. April 2014, 15:52 Uhr

    @Michael:
    Natürlich müssen irgendwann klare Grenzen gesetzt werden und es muss auch darauf bestanden werden, dass sich die Kinder entschuldigen und die Unordnung aufräumen, aber bitte nur im Rahmen einer konstruktiven Auseinandersetzung. Kinder zu ignorieren geht gar nicht, das macht sie doch verständlicherweise nur noch rasender, denn das verletzt jeden. Lies dir vielleicht mal den richtig einfachen, aber sehr wirkungsvollen fünften Tipp von Kinderfee durch - der hilft immer! (5. Tipp: Bis fünfundzwanzig zählen)
    https://www.kinderfee.de/blog/7-tipps-die-trotzphase-ihres-kindes-zu-uberleben/




    lso wirklich Michael, ich glaub du hast dich nur ein bisschen


  • von Patricia am 25. September 2013, 22:17 Uhr

    Ok, der Artikel und die Kommentare beruhigen mich zumindest ein bisschen. Vor allem die Aussage, dass er nur bei Menschen rebelliert bei denen er sich sicher fühlt. Ich frage mich nämlich seit geraumer Zeit warum er überwiegend zu mir so ist, weil er sonst unheimlich an mir hängt. Im Moment ist es sogar so, dass Papa nichts machen darf. Wickeln, ins Bett bringen, Zähne putzen. Ich hab es jetzt durch eine Umstellung am Morgen schon geschafft, dass ich ohne Trotz mit ihm das Haus verlassen kann. Aber Mittags vorm Bett gehen, ist hier die Hölle los. Heute hat er ganze 1,5 Stunden getobt, bis er endlich vor Erschöpfung auf dem Teppich in seinem Zimmer eingeschlafen ist. Abschalten ist da leichter gesagt, als getan, weil er mit durch die ganze Wohnung schreiend und tobend hinterher läuft. Trösten darf ich nicht, wenn ich ihn aber alleine in sein Zimmer schicke schreit er noch mehr! Ich bin ganz ehrlich am Ende meiner Kräfte!!


  • von jennifer am 11. Juni 2012, 23:41 Uhr

    hallo ich habe ein sohn der ist 2 1/2 jahre alt und hat auch die phase und ich bin auch ziemlich nervlich am ende da ich nicht lange geduldig bin. mein sohn will nicht das ich ihn anziehe,will nicht das ich ihm zähne putze da dreht total ab. papa und mama halten ihn schon zusammen fest, doch es muss ja gemacht werden,er will es auch nicht alleine dann nimmt er die sachen und schmeißt die weg. wenn wir Pempers machen wollen dreht er auch völlig frei. er will die nur gemacht haben wenn wir schon kurz vorm weggehen sind, und wenn er die autoschlüssel in der hand hat. das geht einfach nicht, es gibt eig keinen tag wo er mal keinen aufstand macht. falls irgendjemand tipps hat bitte melden mfg jennifer


  • von Maibockmama am 12. Mai 2012, 13:57 Uhr

    Wir haben ein ganz einfachen Mittel: Gelassenheit und Liebe. Wir setzten Grenzen wo es sein muss und wenn darauf ein Tobsuchtanfall folgt, dann bleiben wir betont ruhig. Meist hört dann schon kurz darauf das Um-sich-schlagen und Schreien auf.
    Kinder brauchen Grenzen, und wenn sie in dieser Phase nicht lernen, eine Frusttrationstoleranz aufzubauen, kann es im späteren Jugendalter dazu führen, dass sie eine Affinität zu Rauschmitteln entwickeln, um Frust aushalten zu können.
    Und noch ein Aspekt und Grund dafür, warum Grenzen so wichtig sind. Eine junge Frau berichtete mir, dass sie immer alles machen durfte. Alles. Die Eltern ließen ihr jeden Willen. Das führte dazu, dass sie irgendwann dachte, ihre Eltern hätten sie nicht lieb.
    Wir hoffen also, dass diese Trotzphase nicht zu lange andauert und halten sie einfach weiter aus.


  • von Cynthia am 19. März 2012, 20:27 Uhr

    Vermutlich gehören Sie zu der Sorte Menschen, die meinen, die ,,Jugend von heute" würde zu kleinen Tyrannen werden und man muss als Eltern für das Kind Grenzen setzen. Irgendwann wird es sich dafür bedanken-richtig? Oh je, naja, wie gesagt pädagogisch nicht wertvoll-seine eigenen Grenzen sollte man natürlich aufzeigen. Aber letztendlich muss das jeder für sich entscheiden.
    Achso und eins noch-Kinder sind von Geburt an soziale, kompetente Wesen. Wenn sie das irgendwann nicht mehr sind, ist da wohl was schief gelaufen..


(53 Kommentare)

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