Trotzphase

Gute Fahrt durch Trotz und Eigensinn!

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Trotzphase: Gute Fahrt durch Trotz und Eigensinn!
 © Tina Baumgartner - Fotolia.com

Die "Verkehrsregeln" für die Trotzphase lernen!

Wenn Ihr Kind darauf besteht, Schuhe anzuziehen, in die es nicht hineinpasst, wenn es sich beim Bäcker schreiend vor der Theke wälzt, und wenn "Ich will aber!" zu seinem Standardsatz geworden ist – dann befindet es sich in jener Phase, die man Trotzphase nennt. Versuchen Sie, das Positive daran zu sehen:

  • Kleinkinder rebellieren nur gegen Menschen, bei denen sie sich sicher fühlen. Also: Bei Ihnen stimmt die Eltern-Kind- Bindung!
  • Ihr Kind entwickelt Selbstbewusstsein. Es ist von seinen Ideen (auf Mäuerchen steigen, Bonbon wollen) total überzeugt. Initiative, Ich-Stärke – wer wünscht sich das nicht für sein Kind?
  • Ihr Kind will Sie mit seiner Trotzphase nicht ärgern! Es ist nur enttäuscht und sauer, dass nicht alles so klappt, wie es sich das in den Kopf gesetzt hat.

Nicht zu häufig auf die Bremse treten bei Kindern in der Trotzphase!

Sicher, Ihr Kind gibt zurzeit ganz schön Gas. Bremsen Sie es trotzdem nicht ständig aus. Es muss Fehler machen dürfen, ausprobieren, was klappt (allein aufs Mäuerchen) und was nicht (in Papas Schuhen zum Bäcker laufen).Wenn auf "Ich will, ich kann!" immer nur "Nein, nein!" kommt, bleibt sein Selbstwertgefühl klein. Ist das Vorhaben Ihres Kindes riskant, darf es natürlich keine Diskussion geben. Oft jedoch übertragen wir Eltern unsere eigenen Ängste aufs Kind. Wir sehen nur, was alles passieren könnte, statt auf das zu schauen, was unser Kind schon kann.

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Alex am 7. Februar 2012, 10:28 Uhr

    Ich kenne solche Situationen auch. Am Besten hat da auch immer Ablenkung funktioniert, wenn man also gar nicht direkt darauf eingegangen ist, sondern die Aufmerksamkeit auf etwas anderes, viel Interessanteres gelenkt hat. Das funktioniert natürlich nur, wenn es nicht direkt um gewalttätige Reaktionen geht, da sollte man seinem Kind schon seine Grenzen aufzeigen. Hier habe ich auch noch interessante Informationen zu diesem Thema gefunden: http://www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/wenn-kinder-hauen-beissen-oder-treten-so-gehen-sie-mit-ihrem-kind-um.html


  • von AMW am 24. Januar 2012, 09:33 Uhr

    Unsere Tochter (18 Monate) hat die erste Trotzphase hinter sich. Bei uns waren die Auslöser plötzlich Windeln wechseln und Zähne putzen. Das ging sogar so weit, dass sie sich in Ohnmacht geschrien hat. Der Kinderarzt hat uns beruhigt: Affekt-Krämpfe kommen häufig bei kleinen Kindern vor! Es war nicht leicht, aber hat sich gelohnt: wir sind konsequent geblieben und haben Zähne geputzt etc. Mich hat das teilweise ganz schön geschafft, wenn sie sich so in Rage geschrien hat. Wir durften uns ihr nicht nähern, wenn sie getrotzt hat. Dann hat sie angefangen um sich zu schlagen etc. Ich habe dann an mich selbst gedacht: wenn ich wütend bin, dann möchte ich auch in Ruhe gelassen werden. Stattdessen habe ich dann z.B. eine Zeitschrift durchgeblättert und erzählt was ich gerade mache bzw. so getan als ob ich was Tolles entdeckt hätte.
    So hat sie sich oft schnell wieder beruhigt und ist dann von allein gekommen. Dann gabs ein Bussi und Tränchen wegtrocknen und alles war wieder gut.


  • von Miri am 2. Januar 2012, 22:21 Uhr

    Hallo Ihr Lieben,
    unser Sohn hatte eine ziemlich lange Trotzphase. Wir haben guten Erfahrungen damit gemacht, immer erst das Ende des kleinen Aufstands abzuwarten. Wenn er sich dann beruhigt hatte, haben wir im probiert zu erklären, warum ich oder wir das was er erwartet jetzt nicht machen können. Das hat meistens ganz gut geklappt :-)
    Unsere ehemalige Kindergärtnerin hat zur Trotzphase einen Artikel mit nützlichen Tipps geschrieben: http://www.kinderfee.de/blog/2012/01/trotzphase-%E2%80%93-warum-und-was-kann-ich-tun/
    Sie hat uns damals sehr geholfen. Am schwierigsten war es für mich zu verstehen, dass es nur eine Phase ist und nicht etwas, dass ich falsch gemacht habe.
    LG
    Miri


  • von Johana am 27. Dezember 2011, 22:04 Uhr

    Ich bin ja froh in den Kommentaren zu lesen, dass eure Kinder auch um sich schlagen... Trotzphase war mir nur als Begriff bekannt und ich bin eigentlich eine sehr entspannte Person, aber als mein Sohn (24 Monate) zunehmend aufmüpfiger wurde und irgendwann anfing mich und seinen Papi zu hauen, da wurde ich ganz nervös, denn ich dachte nicht, dass andere hauen da auch zu zählt. Dachte immer eine solche Art von Aggression muss er irgendwo her haben, dabei haben wir unser Kind nie geschlagen und auch kein Dritter hat dies jemals.
    Ich kann nur sagen, durchatmen hilft und sich selbst entspannen. Die eigene Ruhe überträgt sich am besten. Ist manchmal aber schwerer gesagt als getan... vorallem so heftige Phasen lassen am Selbst zweifeln.


  • von kathy 75 am 26. Dezember 2011, 21:59 Uhr

    hallo...bin heute das erste mal hier, finde die kommentare echt super, mein mann und ich dachten schon, das "nur" unser sohn, 3jahre und 2 monate,
    ein kleines teufelchen ist :-)....
    hat jemand eine idee, was wir tun können, wenn unser junior mit Essen schmeisst? schimpfen und vom tisch schicken...fehlanzeige

    kathy


(43 Kommentare)

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