Sauberkeitserziehung
Wie reagieren, wenn das Bett wieder nass ist?

Natürlich ist es für die Eltern nicht schön, wenn nachts immer mal wieder das Bett nass ist. Doch wie sollen sie reagieren? Eines ist klar: Schimpfen ist ganz und gar falsch! Doch was hilft dem Kind? Hier bekommen verunsicherte Eltern Tipps - und können nachlesen, was anderen Usern geholfen hat.

Einige "Do's" beim Umgang mit Bettnässern:

Vor dem fünften Geburtstag des Kindes müssen sich Eltern keine Gedanken machen, wenn das Kind nachts ab und zu in einem feuchten Bettchen aufwacht. In 80 bis 90 Prozent der Fälle handelt es sich dann um das so genannte "verlängerte Einnässen" - und hat mit der Psyche nichts zu tun.

Trotzdem ist es natürlich nicht schön, nachts die Wäsche im Kinderbett wechseln zu müssen. Doch wie sollen Eltern reagieren, wenn es mal wieder schief gegangen ist? Hier einige Tipps:

  • Überlegen Sie, ob Ihr Kind durch irgendetwas verunsichert ist und sich nun wieder auf vertrautes Terrain zurückbegibt? Hat sich in seinem Leben etwas verändert - geht es etwa seit kurzem in den Kindergarten? Oder haben Sie als Eltern sich gestritten?
  • Auf keinen Fall sollten Sie schimpfen!
  • Um eine organische Fehlbildung auszuschließen, sollten Sie Ihr Kind aber auch von einem Kinderarzt oder Kinderurologen untersuchen lassen. Entgegen landläufiger Überzeugung ist nämlich nur selten die Psyche schuld - in der Regel gibt es körperliche Ursachen.
  • Nehmen Sie sich viel Zeit für Ihr Kind. In vielen Fällen hängt das Bettnässen auch mit dem Wunsch des Kindes nach mehr Zuwendung und Aufmerksamkeit zusammen.
  • Aufschlussreich kann ein Trink- und Toilettenprotokoll sein: Wie viel trinkt das Kind am Tag, wie oft muss es Wasser lassen und wie groß ist die jeweilige Harnmenge? Dieses Protokoll können Sie über ein Wochenende hinweg führen, wenn die Familie rund um die Uhr zuhause ist. Dieser "Spiegel" ist enorm wichtig als Grundlage für das bei vielen Kindern erfolgreiche Blasentraining.
  • Heben Sie trockene Nächte lobend hervor - und machen Sie kein Aufheben um die nassen.
  • Haben Sie Geduld! Es kann durchaus sein, dass sie noch ein paar Monate lang mit derartigen kleinen Malheuren rechnen müssen.

Einige "Do's" beim Umgang mit Bettnässern:

Völlig unnötige Therapieversuche bei Bettnässern sind:

  • Strafen. Sie helfen nicht, weil hinter dem Einnässen keine Absicht steckt.
  • Starke Flüssigkeitseinschränkung am Abend. Es ist besser, am Morgen mehr zu trinken, als es am Abend zu verbieten.
  • Blasentraining. Dabei wird versucht, durch langes Zurückhalten des Harns die Kapazität der Blase zu steigern.
  • Im Schlaf aufs Klo setzen. Eine Rhythmusumstellung erfolgt nur dann, wenn das Kind bewusst daran mitarbeitet. Im Schlaf kann es das nicht.

Was hat Ihrem Kind beim Sauber werden geholfen?

Hatten Sie auch Problem mit nächtlichem Einnässen? Dann schildern Sie hier mithilfe der Kommentarfunktion, was Ihnen und Ihrem Kind geholfen hat. Denn damit helfen Sie anderen Eltern, bei denen es ebenfalls noch ab und zu feuchte Nächte gibt.