Kinderkrankheit Scharlach

Scharlach: Symptome, Ansteckung und Therapie

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Woran erkennt man Scharlach?


Ob ein Kind Scharlach hat, kann der Kinderarzt per Halsabstrich schnell testen. Wenn es sich wirklich um Scharlach handelt, sind die Symptome meist so deutlich, dass man die Krankheit gut erkennt.

    Folgende Anzeichen deuten auf Scharlach hin:
  • Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und schnell ansteigendes Fieber;

  • gerötete und geschwollene Rachenschleimhaut, gelbweiße Eiterpunkte auf den Mandeln und Mundgeruch;

  • geschwollene Lymphknoten am Hals, dazu häufig Schnupfen oder Ohrenschmerzen;

  • weiß belegte Zunge, die sich nach dem dritten oder vierten Krankheitstag himbeerfarben rötet;

  • Ausschlag, der bald nach den ersten Krankheitszeichen auftritt. Der Ausschlag kann aber auch fehlen oder nur schwach ausgeprägt sein. Der Ausschlag beginnt mit kleinen Rötungen in den Beugefalten der Achseln und in der Leistengegend und breitet sich dann über den ganzen Körper aus. Da die Wangen feuerrot werden, wirkt der Bereich um den Mund auffallend blass.

Wie wird Scharlach behandelt?

In der Regel verschreiben Kinderärzte Antibiotikum, wenn es sich um Scharlach handelt. Der Vorteil: Das Kind ist bereits nach 72 Stunden nicht mehr ansteckend und nach drei Tagen fühlt sich der kleine Scharlach-Patient wieder einigermaßen gesund. Der Nachteil: Weil sich das Kind schnell wieder besser fühlt, schont es sich nicht lange genug. Daher sollte man während der Scharlachtherapie darauf achten, dass das Kind eine Woche Schonung einhält. Außerdem hat der Körper bei einer Antibiotikagabe oft nicht genug Zeit um Antikörper gegen den Scharlach-Erreger zu bilden. Das Kind kann sich wieder anstecken.

Wird Scharlach nicht mit Antibiotika behandelt, so ist das Kind ein bis drei Wochen nach Ausbruch der Krankheit immer noch ansteckend und muss vier bis sechs Wochen Bettruhe einhalten. Unbehandelt führt die Krankheit in 20 Prozent der Fälle zu schweren Komplikationen, da sich die Scharlach-Bakterien in kleinsten Adern festsetzen können. Die Folgen treten oft erst später auf: Gelenkentzündungen oder sogar Herzschäden können mögliche Spätfolgen einer unbehandelten Scharlacherkrankung sein.
Zur Behandlung gehört auch, die Sympthome der Krankheit zu lindern: Gegen die schlimmen Halsschmerzen hilft Gurgeln oder lokal wirkende Lutschtabletten. Eine Schutzimpfung gegen Scharlach gibt es nicht.

Kann man Scharlach öfter bekommen?
Warum bleiben manche Kinder von Scharlach verschont?

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