Kindergarten
 
Pädagogische Ausrichtungen

Reggio, Montessori oder Waldorfkindergarten: Wer sich zum Thema Kindergarten informiert, wird schnell mit unterschiedlichen Erziehungskonzepten Bekanntschaft machen. Doch was verbirgt sich hinter den unterschiedlichen Begriffen eigentlich? Wir haben in einer kurzen Übersicht die Schwerpunkte der acht gängigsten Kindergartenmodellen zusammengestellt.

Kindergarten: Pädagogische Ausrichtungen
Michael Kammeter

Waldorf-Kindergärten
sind der Lehre des Anthroposophen Rudolf Steiner verpflichtet. Schwerpunkte: Entfaltung der leiblichen, seelischen und geistigen Anlagen, musische Erziehung, Naturmaterialien.

Montessori-Kindergärten
wollen Kinder im Sinne der italienischen Ärztin Maria Montessori zu möglichst großer Selbständigkeit erziehen. Besonderer Wert wird auch auf die Schulung der sinnlichen Wahrnehmung durch spezielle Materialien gelegt.

Reggio-Kindergärten
(die ersten entstanden in der Reggio Emilia in Italien) legen viel Wert auf Ausdrucksformen wie Zeichnen, Malen, Musik und Theater. Ein wichtiges Ziel der Reggio-Pädagogik ist es auch, das Demokratieverständnis der Kinder zu fördern.

Wald-Kindergärten
erleben in den vergangenen Jahren einen enormen Zulauf. Ihr Credo:Wir lassen uns vom heimlichen Lehrplan der Natur leiten. Die Kinder sind bei jedem Wetter draußen. Gruppenräume gibt es nicht oder nur in Form von Tippies, Jurten oder behelfsmäßigen Unterständen.

Bewegungs-Kindergärten
wollen unsere Kinder auf Trab halten. Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten zu turnen, zu toben und sich auf andere Art sportlich zu betätigen.

Kunst-Kindergärten
ermöglichen den Kindern Erfahrungen mit bildender Kunst, also Malen, Zeichnen, Bildhauerei und den Werken großer Künstler.

Kneipp-Kindergärten
haben Wassertreten, Taulaufen, Massage-Armbäder und Meditation auf dem Stundenplan. Die Lehre des Sebastian Kneipp soll den Kindern helfen, Ausgeglichenheit von Körper und Seele zu finden.

Integrative Kindergärten
nehmen behinderte und nicht behinderte Kinder auf. Sie sollen voneinander lernen. Integrations-Gruppen für Kinder mit Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen gibt es auch in vielen anderen Einrichtungen.