Leberflecken
 
Hautmale bitte beobachten

Meistens sind Leberflecken gutartige, niedliche Schönheitsfehler. Doch manchmal kann ein Leberfleck auch entarten und sich im schlimmsten Falle zu Hautkrebs entwickeln. Wie Sie einen vermutlich bösartigen Leberfleck erkennen, wann Sie besonders aufpassen müssen und was in der Schwangerschaft wichtig ist.

Inhalt: 
Leberflecken sind in der Regel harmlos, erst bei auffälligen Veränderungen ist Vorsicht gebotenWann ist ein Leberfleck vermutlich bösartig?Wie viel kostet die Entfernung von Leberflecken?Meine Leberflecke sind dunkler, seit ich schwanger bin. Muss ich mir Sorgen machen?Haben Menschen mit vielen Leberflecken ein höheres Hautkrebsrisiko?Wer berät mich bei Fragen zum Thema Leberflecken?

Leberflecken sind in der Regel harmlos, erst bei auffälligen Veränderungen ist Vorsicht geboten

Leberflecken: Hautmale bitte beobachten
Thinkstock - Fly_dragonfly

Leberflecken, auch Muttermale genannt, sind eine Ansammlung pigmentbildender Zellen. Sie sind meist hell- oder dunkelbraun, manchmal auch blau. Manchmal kommt ein Baby schon mit Leberflecken oder anderen Hautauffälligkeiten auf die Welt, doch die meisten Leberflecke entstehen erst im Laufe des Lebens.

Fast jeder Mensch hat Leberflecke am Körper. Solang sie klein und unauffällig sind und sich nicht verändern, sind sie in der Regel gutartig und vollkommen ungefährlich. Leberflecken können jedoch auch entarten, bösartig werden und im schlimmsten Falle zu Hautkrebs führen, auch wenn Letzteres zum Glück selten passiert.

Wann ist ein Leberfleck vermutlich bösartig?

Sie sollten Ihren und den Körper Ihrer Kinder stets im Blick behalten. Solange sich ein kleines Muttermal nicht verändert, gibt es keinen Grund zur Sorge. Doch sobald Sie Veränderungen an einer Hautstelle feststellen, sollten Sie diese Stelle von Ihrem Arzt untersuchen lassen. Es gibt einige Anhaltspunkte, an denen Sie sich orientieren können. Hautärzte sprechen hier von der „ABCDE“-Regel. Ein Muttermal könnte bösartig sein, wenn es

  • eine asymmetrische Form annimmt (Asymmetrie)
  • eine unregelmäßige Begrenzung hat (Begrenzung)
  • mehrfarbig ist oder seine Farbe verändert (Color)
  • wächst und breiter als 5 Millimeter wird (Durchmesser)
  • knotig wird oder sich Erhebungen bilden (Erhabenheit)

Auch wenn ein Leberfleck schwarz oder rot wird, juckt oder blutet, sollten Sie ihn untersuchen lassen.
Wenn Sie einen solchen Leberfleck entdecken, gibt es zunächst keinen Grund zur Panik, denn es handelt sich nicht zwangsweise um Hautkrebs. In der Regel entfernt der Arzt diese Flecken dennoch vorsorglich, damit sich auch kein Krebs aus ihnen bilden kann. Und selbst wenn es sich tatsächlich um ein frühes oder ein Vorstadium von Hautkrebs handelt, kann dieser in den allermeisten Fällen sehr gut behandelt und komplett geheilt werden. Dazu reicht eine kleine Operation mit örtlicher Betäubung oder sogar nur eine Creme. Wichtig ist eben nur eine rechtzeitige Diagnose.

Wie viel kostet die Entfernung von Leberflecken?

Wenn ein bösartiger Leberfleck entfernt werden muss, weil er ein Hautkrebsrisiko birgt, kommt die Krankenkasse für die kompletten Kosten auf. Möchten Sie jedoch ein gutartiges Muttermal aus ästhetischen Gründen entfernen lassen, müssen Sie die Behandlung in der Regel selbst zahlen. Die Kosten sind dabei aber mit 10 bis 30 Euro pro Leberfleck verhältnismäßig gering.

Meine Leberflecke sind dunkler, seit ich schwanger bin. Muss ich mir Sorgen machen?

Es ist nicht ungewöhnlich und bedeutet nichts Schlimmes, wenn Leberflecken während der Schwangerschaft dunkler werden oder wenn sich ihre Anzahl erhöht. Die Pigmentierung der Haut verändert sich unter dem Einfluss der Schwangerschaftshormone. Das gehört dazu, ist normalerweise kein Problem. Lassen Sie dennoch Ihre Haut während der Schwangerschaft regelmäßig kontrollieren, gerade wenn Sie viele Muttermale haben.

Haben Menschen mit vielen Leberflecken ein höheres Hautkrebsrisiko?

Leberflecken können entarten und zu Hautkrebs werden, auch wenn das eher unwahrscheinlich ist. Dementsprechend steigt das Hautkrebsrisiko mit jedem Leberfleck.
Eine bösartige Entartung kann insbesondere dann entstehen, wenn die Haut Sonnenbränden ausgesetzt wird. Achten Sie also besonders sorgfältig und konsequent auf Sonnenschutz.
Vor allem Sonnenbrände im Kindesalter erhöhen das Risiko einer späteren Hautkrebserkrankung. Denn die Haut merkt sich alles.

Wer berät mich bei Fragen zum Thema Leberflecken?

Bei Fragen zum Thema Leberflecken ist Ihr Hautarzt der beste und zuverlässigste Ansprechpartner. Natürlich wird auch Ihr Kinderarzt die Haut Ihrer Kleinen ansehen. Er wird Sie zum Spezialisten überweisen, wenn ihm Ungewöhnliches auffällt.

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