Was ist Astrologie?
Die Astrologie ist ein Messinstrument: sie erhält in der Konstellation der Sterne im Augenblick der Geburt ein objektives und vollkommen wertfreies Bild : das Horoskop: (Hora= die Stunde; skopein= blicken), also heißt horoskopieren: in die Stunde blicken.
Das Horoskop ist die Momentaufnahme des Himmels zum Zeitpunkt der Geburt, es zeigt die Qualität der Geburtszeit an.
Frühere Hochkulturen kannten noch zwei Wesenszüge von Zeit: deren Quantität und Qualität.
Unser heutiges Industriezeitalter, in der "Zeit Geld" ist, hat die Qualität der Zeit mehr oder weniger eingebüßt.
Lernten die antiken griechischen Schulkinder noch je einen Begriff für Zeitquantität (= Chronos) und Zeitqualität (= Kairos), so liegt der Schwerpunkt heute fast nur noch auf der Seite der Quantität, nach dem Motto: "das Rad dreht sich immer schneller".
Fügen wir diese Mosaiksteine der Erkenntnis zusammen, so erhalten wir das korrekte Bild der klassischen Astrologie:
- Es gibt keinerlei kausale Zusammenhänge zwischen den Planeten und der Wirklichkeit : Sie bewirken nicht das Schicksal des Menschen, sondern sie zeigen lediglich die Lerninhalte an, den Lehrplan des Lebens, sie sind das Messinstrument der Aufgaben, die es zu bewältigen gilt.
Wahre Astrologie ist demnach nicht der Glaube an die Beeinflussung des Menschen durch die Gestirne, sie ist vielmehr ein Abbildungssystem der Wirklichkeit
Kritiker behaupten, der heutige Sternenhimmel sei ein anderer als zu der Zeit, als sich die Astrologie entwickelt hat!
Beruhigend, denn es beweist: die Erde
dreht sich tatsächlich!
125 v.Chr. wurde der Frühlingspunkt (oder Widderpunkt) als Anfangspunkt der Zählung eingeführt (vom griech. Astronomen
Hipparchos).
Infolge der Präzession (= Drehbewegung der Erdachse) verschieben sich die Sternbilder aus den Zonen ihrer Namensgebung, die sog.
Äquinoktialpunkte rücken langsam aber sicher vor, um in ca. 26000
Jahren wieder ihre Ausgangsposition zu erreichen.
D.h.: auch die Erde bewegt sich durch die Tierkreiszeichen, das Wassermannzeitalter hat soeben begonnen und wird uns die nächsten 2156 Jahre begleiten.
Die Präzession berührt die Urprinzipien
(Tierkreiszeichen) in keiner Weise, weil sie außer der Namensgebung absolut nichts mit den Sternbildern gemeinsam haben.
Klassische Astrologie beschäftigt sich mit Inhalten, nicht mit Formen.



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