Erziehungsprobleme
Vier klassische Fälle - gut gelöst!

Wenn Kinder Kummer machen, müssen wir Eltern auch bei uns nach Ursachen forschen. Denn Kinder tragen oft unsere eigenen Konflikte aus. In diesem Artikel verrät eine Expertin, wie Eltern sich verhalten sollten.

Verhaltensauffälligkeiten, Ängste, Aggressionen - immer mehr Eltern klagen über Schwierigkeiten in der Entwicklung ihrer Mädchen und Jungen. Woran liegt das? "Zweifellos bringen Kinder mit ihren Genen bestimmte Wesensmerkmale mit, Charaktereigenschaften und Temperamente, die von der Erziehung unabhängig sind", sagt Christiane Lutz, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Stuttgart. "Bei größeren Auffälligkeiten liegt jedoch der Verdacht nahe, dass es in der Beziehung zwischen Eltern und Kind Störfaktoren gibt."

Was tun? Christiane Lutz fordert von Eltern etwas, das nicht leicht fällt, manchmal sogar schmerzlich sein kann: nämlich erstens, das eigene Verhalten kritisch zu betrachten, und zweitens, Kinder so zu sehen, wie sie sind, und nicht, wie es unseren Wünschen entspricht. "Kinder sind wie ein Spiegel", stellt Christiane Lutz bei ihrer Arbeit mit Kindern und Eltern immer wieder fest: "Wenn wir wagen, genau hinzuschauen, zeigen sie uns unsere Schwächen und Unzulänglichkeiten und damit auch die Lösungen für viele Erziehungsprobleme. Wenn Erwachsene ihr Verhalten ändern, tun dies ganz oft auch die Kinder."
An vier klassischen Erziehungsproblemen wird dies deutlich: