Verhaltensauffälligkeiten, Ängste, Aggressionen - immer mehr Eltern klagen über Schwierigkeiten in der Entwicklung ihrer Mädchen und Jungen. Woran liegt das? "Zweifellos bringen Kinder mit ihren Genen bestimmte Wesensmerkmale mit, Charaktereigenschaften und Temperamente, die von der Erziehung unabhängig sind", sagt Christiane Lutz, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Stuttgart. "Bei größeren Auffälligkeiten liegt jedoch der Verdacht nahe, dass es in der Beziehung zwischen Eltern und Kind Störfaktoren gibt."
Was tun? Christiane Lutz fordert von Eltern etwas, das nicht leicht fällt, manchmal sogar schmerzlich sein kann: nämlich erstens, das eigene Verhalten kritisch zu betrachten, und zweitens, Kinder so zu sehen, wie sie sind, und nicht, wie es unseren Wünschen entspricht. "Kinder sind wie ein Spiegel", stellt Christiane Lutz bei ihrer Arbeit mit Kindern und Eltern immer wieder fest: "Wenn wir wagen, genau hinzuschauen, zeigen sie uns unsere Schwächen und Unzulänglichkeiten und damit auch die Lösungen für viele Erziehungsprobleme. Wenn Erwachsene ihr Verhalten ändern, tun dies ganz oft auch die Kinder."
An vier klassischen Erziehungsproblemen wird dies deutlich:





Eine Oma benötigt Hilfe. Unsere Tochter (30)verheiratet 2 Kinder 8 + 2 Jahre. Die Kleine versucht z.Zt. ihren Kopf durchzusetzen und bringt unsere Tochter oft auf die Palme. Der Große will diskutieren und kritisiert die Eltern. Nichts darf ich, alles wird verboten. Die Kleine brüllt wie am Spieß wenn sie ihren Willen nicht bekommt u.s.w. Unsere Tochter hat Regeln aufgestellt, an die sich der Große aber nicht hält - sondern diskutieren will. Sie weiß nicht mehr weiter. Was ist zu tun?
Ich habe wie von Frau Lutz empfohlen den Erziehungsstil-Test http://www.psychomeda.de/online-tests/erziehungsstil-test.html gemacht und bei mir kam heraus, dass ich zu wenig auf Regeln und Konsequenz achte. Kann sich das negativ auswirken und z.B. wirklich Ängst und Unsicherheit hervorrufen?
Ich möchte mein Kind verstehen.
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