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"Mein Kind ist ja so hochbegabt!"

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Wer früher auf die Intelligenz des Sprösslings hinwies, galt als eingebildet. Gut, dass mittlerweile so viel mehr über das spannende Phänomen und die Folgen der davon tatsächlich Betroffenen bekannt ist (siehe letzte Seite). Schlecht, dass es unter ehrgeizigen Eltern nun generell zum Populär-Phänomen wurde: Jetzt gehört es quasi zum guten Ton, ein "hochbegabtes" Kind zu haben. In bestimmten Kreisen jedenfalls. Dort nämlich, wo für Väter und Mütter das Abitur ihres Kindes eine Selbstverständlichkeit ist (und heute gehen immerhin 60 Prozent aller Eltern von Abc-Schützen davon aus, dass ihr Nachwuchs das Abi hinkriegt).

Allein unter Wunderkindern

Erziehung steht nicht mehr in der Macht der Eltern

Ziemlich einsam stehen mittlerweile Mütter und Väter da, die ihren Sprössling nicht für ein Genie halten – sondern einfach nur für ein kluges Köpfchen. Richtig ärgerlich aber wird es, wenn man als Mutter eines "normal" begabten Kinder darauf besteht, dass in der Klasse die gängigen Regeln des sozialen Miteinander eingehalten werden. "Würdest du deinem Sohn sagen, dass er meiner Kleinen nicht immer aufs Pausenbrot spucken soll?" bitte ich freundlich lächelnd eine Co-Mutter aus der zweiten Klasse. "Das steht leider nicht in meiner Macht!" seufzt die Frau mit unverhohlenem Stolz im Blick. Und winkt mich nah zu sich heran, um mir flüsternd mitzuteilen: "Er ist hochbegabt... Da komme ich nicht an ihn heran."

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  • von sheep85 am 27. April 2014, 10:36 Uhr

    Also ich finde den Artikel gut. Mein Kind ist auch HB, getestet worden mit knapp 6. Der Artikel sprich doch genau das an, was ich bisher "erleben" musste. Eltern die "wissen" ihr Kind ist HB, aber bloß nicht testen, das wissen sie auch einfach so. Klar gibt es auch die andere Seite, Eltern die sagen, Hochbegabt zu sein gehört zu den "Behinderungen". Also, da gibt es echt noch viel Aufklärungsbedarf.


  • von Katja am 20. Juni 2013, 21:47 Uhr

    Bitte diesen Artikel löschen! Er schürt die Vorurteile gegenüber Hochbegabten noch mehr!!!


  • von F.J.Neffe am 31. Mai 2013, 12:34 Uhr

    BeGABungen sind gegebene GABEN und damit Gegebenheiten.
    Wie geht eine Pädagogik mit Gegebenem um, deren einziger Auftrag ist, VORgegebenes umzusetzen und durchzudrücken?
    Wenn sie DRUCK gibt, muss ihr - actio = reactio - DRUCK erwidert werden. Das ergibt immer KONFRONTATION, Blockade und sinnlosen Energieverschleiß. Es ist keine Freude, in einem so plumpen und eitlen System begabt zu sein.
    Bei meinen Studien zur Ich-kann-Schule fiel mir regelmäßig auf, wie es mit den GEISTES-Gaben durch UNTERrichtung bergab geht. UNTERricht richtet nach unten. Von DRUCK werden Talente nicht satt sondern matt und platt. In der Ich-kann-Schule gilt das SOG-Prinzip. Sog richtet auf, macht wachsen und kann Kräfte punktgenau lenken.
    Auch Lehrer waren ja einmal BEGABT. Was hat das Unterrichten nur aus ihren GABEN gemacht!?
    Sollen Hochbegabte möglichst schnell so gemacht werden wie sie?
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe


  • von Susanne am 29. Oktober 2012, 11:29 Uhr

    Ich habe selten einen so verachtenden Artikel über hochbegabte Kinder gelesen! Klar gibt es Eltern, die zu unrecht ihre Kinder als besonders intelligent darstellen; aber meistens ist es umgekehrt! Eltern von tatsächlich Hochbegabten, vertuschen das lieber, weil sie und ihre Kinder sonst oft "schräg" angesehen werden. DER BERICHT sollte gelöscht werden - traurig, traurig, so etwas lesen zu müssen. Besser liest man hier: www.sii-kids.de/blog


  • von dosilue am 31. August 2012, 17:13 Uhr

    ... und könnte mich kringeln vor Lachen über Dianas Kommentar: von ihr scheint das Kind die Hochbegabung nicht geerbt zu haben!


(54 Kommentare)

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