Wer früher auf die Intelligenz des Sprösslings hinwies, galt als eingebildet. Gut, dass mittlerweile so viel mehr über das spannende Phänomen und die Folgen der davon tatsächlich Betroffenen bekannt ist (siehe letzte Seite). Schlecht, dass es unter ehrgeizigen Eltern nun generell zum Populär-Phänomen wurde: Jetzt gehört es quasi zum guten Ton, ein "hochbegabtes" Kind zu haben. In bestimmten Kreisen jedenfalls. Dort nämlich, wo für Väter und Mütter das Abitur ihres Kindes eine Selbstverständlichkeit ist (und heute gehen immerhin 60 Prozent aller Eltern von Abc-Schützen davon aus, dass ihr Nachwuchs das Abi hinkriegt).
Allein unter Wunderkindern
Ziemlich einsam stehen mittlerweile Mütter und Väter da, die ihren Sprössling nicht für ein Genie halten – sondern einfach nur für ein kluges Köpfchen. Richtig ärgerlich aber wird es, wenn man als Mutter eines "normal" begabten Kinder darauf besteht, dass in der Klasse die gängigen Regeln des sozialen Miteinander eingehalten werden. "Würdest du deinem Sohn sagen, dass er meiner Kleinen nicht immer aufs Pausenbrot spucken soll?" bitte ich freundlich lächelnd eine Co-Mutter aus der zweiten Klasse. "Das steht leider nicht in meiner Macht!" seufzt die Frau mit unverhohlenem Stolz im Blick. Und winkt mich nah zu sich heran, um mir flüsternd mitzuteilen: "Er ist hochbegabt... Da komme ich nicht an ihn heran."






Dieser Artikel ist einfach total daneben.
Ich bin Mutter eines echten HBchen und das wurde mittels anerkanntem Test
bei einer Psychologin ermittelt. Wir sind keine ehrgeizigen Eltern, die meinen ihr
Kind müsse unbedingt hochintelligent sein und auf jeden Fall das Gymnasium besuchen, um später zu studieren oder sonst was.
Eltern echter hochbegabter Kinder haben es in den meisten Fällen sehr viel schwieriger, als die normal begabter Kinder - der Artikel ist frech und geschmacklos. Auch wir mussten uns gegen die Unterstellung wehren unser Kind habe eine Lernschwäche, wir wurden ausgelacht, als überehrgeizig abgestempelt und als Eislaufeltern. Nein, das ist garnicht lustig.
Mittlerweile ist unser Kind unter den Klassenbesten und wir werden nicht mehr als verrückt angesehen.
Man sollte vllt. mal eine Artikel verfassen, welche wirklich Schwierigkeiten Eltern hochbegabter Kinder haben. Es steht daher niemandem zu - auch der Autorin nicht - über solch ein ernstes Thema so zu schreiben.
Meine Tochter ist auch HB. Diese "Diagnose" habe ich nur widerwillig akzeptiert.
Diese Diagnose bedeutet eine drastische Veränderung für die ganze Familie. Meine Tochter musste die Schule wechseln. Sie musste neue Freunde finden, sich in einer neuen Klasse integrieren und sich damit abfinden dass sie in der 4. Klasse erst 8 ist. (Immer die jüngste zu sein ist nicht einfach).
Sie war übrigens auch verhaltensauffällig. Sie hat permanent gestört und sie kam nicht mit dem Stoff mit. Es hat 2 Jahre gedauert bis ein Lehrer/Psychologe dieses Verhalten als Langeweile erkennen konnte. Seit dem Schulwechsel ist meine Maus wie ausgewechselt. Ruhig, gelassen, hat viele Freunde, Freude an der Schule und sie lernt wieder gerne. Für uns war die "Diagnose" zum einen sehr hart und anstrengend, aber auch die Erlösung. Als nervig empfinde ich nur die Eltern die sich darüber aufregen "glaubt die sie wäre was besseres!?" Wir denken nicht so. Die die so denken haben ehr ein Selbstbewusstseinsproblem.
Dass ich nicht lache - ich (mittlerweile 24) - wurde damals als hochbegabt erkannt und ja ich hatte es nicht immer einfach, aber es ist jemand Glückliches aus mir geworden ;)
Die oben aufgeführten Eigenschaften, die eine Hochbegabung mit sich bringt treffen und trafen in so vielen Fällen weder auf mich noch auf andere mir Bekannte mit HB zu.. Es kann sich so unterschiedlich äußern, dass man manchen Kindern mit HB sogar erst Lernschwäche etc unterstellt hat...
Also irgendwie habe ich hier scheinbar etwas falsch verstanden, jedenfalls wenn ich mir hier die Kommentare durchlese… Hier geht es um zwei verschiedene Dinge, um HBkinder einerseits und um Eltern die sich einbilden ihr Kind wäre eins davon. Nach meinem Verständnis richtet sich der Text an Eltern die ihre Kinder für Hochbegabt halten um ihr eigenes Selbstbewusstsein zu stärken. Ich habe keinen Angriff auf Eltern von tatsächlich hochbegabten Kindern. Aber gut, vielleicht bin ich selber auch einfach nicht begabt genug um den Text richtig zu verstehen…
LG Emma’s Mamma
@Ava: Ich wäre für schmunzeln.
Der geschilderte Fall ist weniger eine Frage der Hochbegabung eines Kindes sondern der einer schlechten Erziehung durch die Eltern.
Artikel wie diese finde ich für eine Plattform wie Eltern.de unseriös und enttäuschend.
Hochbegabte sind keine Pflegefälle. Wie schön wäre es, wenn weniger Missgunst und Angst Hochbegabten entgegen gebracht werden könnte. Hochbegabung ist durchaus eine positive Bereicherung.
Sandra
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(44 Kommentare)