ELTERN FAMILY-Studie
Krisenkinder - wie erleben Kinder unsere Welt?

Die Welt, in der unsere Kinder leben, ist keine einfache: Arbeitslosigkeit, Klimawandel, der Krieg in Afghanistan, Gewalt auf den Schulhöfen - Krisen überall. ELTERN FAMILY wollte wissen: Wie gehen unsere Kinder damit um?

ELTERN FAMILY-Studie: Krisenkinder - wie erleben Kinder unsere Welt?

Dazu wurden 731 Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren und ihre Mütter repräsentativ befragt. Die Antworten der Kinder lesen Sie hier. Außerdem wurden die Kinder gefragt, welche drei Wünsche sie sich von einer guten Fee erfüllen lassen würden. Auch die Antworten auf diese Frage finden Sie hier:
Download der gesamten Studie als Excel-Dokument.


Was Mütter zu dem Thema sagen, erfahren Sie hier.

Kinder und der Klimawandel

Ich fahre viel lieber Fahrrad als mit dem Auto.
Kinder und der Klimawandel



Stimmt, sagen 65 Prozent der Kinder


Sie grübeln aber nicht nur, sie tun auch etwas: 60 Prozent trennen Müll, 46 Prozent achten darauf, wenig Müll zu machen. Jeweils um die 35 Prozent sagen: "Ich passe auf, dass ich nicht so viel Wasser verbrauche." Und: "Ich mache das Licht aus, wenn es nicht gebraucht wird."
Insgesamt sind Mädchen etwas engagierter als Jungen. In den neuen Bundesländern setzen sich mehr Kinder aktiv für die Umwelt ein als in den alten. Ihre Eltern erlebten, was vergiftete Flüsse und Smog über Städten für die Lebensqualität bedeuten. Die erste Bürgerbewegung der DDR war eine Umweltbewegung, das Bewusstsein dafür scheint jetzt an die Kinder weitergegeben zu werden.



Stimmt, sagen 15 Prozent der Kinder.


Das ist nicht viel und zeigt: Auch wenn das Umweltbewusstsein groß ist, mit der Konsequenz hapert es. Die überwiegende Mehrheit würde sich wohl für das Mama-Taxi entscheiden, anstatt selbst in die Pedale zu treten. Kinder sind eben bequem, wie wir Erwachsenen auch.


Kinder und die Finanzkrise

Und machst du selber etwas, um anderen Menschen zu helfen?
Kinder und die Finanzkrise



Stimmt, sagen 76 Prozent der Kinder.



Die Alarmstimmung der Großen ist bei den Kleinen angekommen. Von den Jüngeren weiß die Hälfte über Arbeitslosigkeit Bescheid, bei den Zehn- bis Zwölfjährigen sind es 86 Prozent. Dieses Wissen färbt auf die Beurteilung der eigenen Familiensituation ab, wobei der Schulabschluss der Eltern eine wichtige Rolle spielt:

  • Um den Arbeitsplatz von Vätern oder Müttern mit Abitur machen sich 39 Prozent der Kinder manchmal Sorgen.
  • Haben die Eltern einen Realschulabschluss, denkt schon knapp die Hälfte hin und wieder über deren mögliche Arbeitslosigkeit nach.
  • Besuchten Vater und Mutter die Hauptschule, sind es sogar 55 Prozent.
  • Die Einschätzung der Kinder deckt sich also mit der wirtschaftlichen Wirklichkeit.



Stimmt, sagen 48 Prozent der Kinder.


Ungetrübte Konsumfreude sieht anders aus. Seit der Finanzkrise schränken Familien sich ein, das bleibt Kindern nicht verborgen.
Besonders aufs Geld geachtet wird in den neuen Bundesländern: Nur 29 Prozent der Jungen und Mädchen, die hier leben, sagen, dass ihre Eltern nicht sparen müssen. In den alten Bundesländern sind es 37 Prozent.


Stimmt, sagen knapp elf Prozent.



Kinder, die in den neuen Bundesländern leben, beobachten bei ihren Eltern diese Sorge häufiger: Hier sagen rund 17 Prozent, diese Aussage treffe auf ihre Eltern zu. In den alten Bundesländer sind es knapp zehn Prozent.




Die häufigsten Antworten:

"Ich möchte ihnen etwas geben" (40,5 Prozent)

"Ich weiß nicht, wie man ihnen helfen kann" (29 Prozent)

"Ich frage mich, warum es Menschen so schlecht geht, dass sie betteln müssen" (28 Prozent)

"Ich denke, dass sich die Menschen zu wenig gegenseitig helfen" (19 Prozent)



Die häufigsten Antworten:

"Nein, ich mache nichts" (52 Prozent)

"Ich spende in meiner Klasse/Schule Geld oder andere Dinge für arme Menschen" (30 Prozent)

"Ich spende mit meiner Familie" (27 Prozent)

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Wie denken Kinder über Konflikte?

Mit wem sprechen Kinder über ihre Probleme?

Wie denken Kinder über ihre Zukunft?