Kontakte im Internet
 
Eine Welt voller Freunde?

Mühelos Gesprächspartner auf der ganzen Welt finden, mit ihnen Sorgen teilen, herumblödeln oder einfach nur quatschen: Kein Wunder, dass soziale Netzwerke und Chatrooms vor allem bei Mädchen so beliebt sind! Hier finden Sie Tipps, wie sich Ihr Kind dabei vor unerwünschten Kontakten schützt.

So ist Ihr Kind sicher im Internet unterwegs

Mädchen internationel stehen um einen Globus Chat
Thinkstock - Rawpixel Ltd

"14-Jährige lernte ihren Vergewaltiger im Chatroom kennen" - solche und ähnliche Schlagzeilen bereiten Eltern Albträume. Und nicht ganz zu Unrecht: In öffentlichen Chats sind Kinder und Jugendliche nicht selten sexuellen Belästigungen ausgesetzt. Trotzdem ist ein kategorisches Verbot wenig sinnvoll. Denn es würde sehr chat-begeisterte Kinder nur in Versuchung führen, sich heimlich über Freunde einzuloggen. Stattdessen sollten Kinder von Anfang an lernen, was bei Kontakten im Netz wichtig ist.

Kinder bis zwölf Jahre: Bitte nur in moderierte Kinder-Chatrooms!

Auch wenn Ihr Kind Ihnen vielleicht etwas anderes erzählt: Ein eigener Account auf Facebook ist erst ab 13 Jahren erlaubt, und das ist auch gut so. Suchen Sie stattdessen gemeinsam mit Ihrem Kind einen moderierten Kinder-Chatroom aus (zum Beispiel den Chat von www.seitenstark.de), der dem Kind gefällt und vereinbaren sie feste Zeiten, in denen das Kind sich einloggen darf. Einen sicheren Chat erkennt man zum Beispiel daran, dass Moderatoren anwesend sind, die man auch mit einem Notfall-Button rufen darf, dass alle User registriert sind (keine Gast-Zugänge!), und dass man Störer mit einem Ignore-Button stumm schalten kann. Darüber hinaus muss das Kind aber auch wissen, dass nicht jeder Chat-Partner unbedingt die Wahrheit sagt. Also: Immer ein wenig misstrauisch bleiben, vor allem, wenn das Gegenüber Fragen nach Kleidung, Alter, Aussehen, Wohnort stellt.

Jugendliche ab 13 Jahre: Selbstbewusstsein schützt!

Irgendwann reichen Kinder-Chatrooms nicht mehr, Jugendliche wollen sich ihre Kontakte im Netz selbst suchen, meist auf Facebook und in öffentlichen Chatrooms. Deshalb müssen sie die wichtigsten Sicherheitsregeln in- und auswendig kennen: Nicht alles glauben! Keine persönlichen Daten oder Fotos preisgeben! Kein Treffen vereinbaren, schon gar nicht ohne Begleitung eines Erwachsenen! Ohne Scheu den Moderator und/ oder die Eltern informieren, wenn ein Gespräch seltsam oder unangenehm wird. Gerade Mädchen müssen wissen, dass man dann nicht höflich bleiben muss, sondern selbstbewusst nein sagen darf und muss.
Alles, aber wirklich alles über sicheres Chatten, mit Broschüren zum Runterladen, Linktipps für sichere Chaträume, Sicherheits-Spickzettel, eigenen Kinder- und Jugendlichen-Bereichen gibt es unter www.chatten-ohne-risiko.net.