Einschulung
Ist Ihr Kind fit für die Grundschule?

In die Schule mit fünf, sechs oder sieben Jahren? Bei dieser Entscheidung wollen Eltern keinen Fehler machen. Aber woran können sie sich orientieren? In unserer Checkliste führen wir Fähigkeiten und Fertigkeiten auf, die ein Erstklässer haben sollte.

Eltern mit einem sogenannten Kann-Kind stehen vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen sie es vorzeitig einschulen oder ihm noch ein Jahr im Kindergarten gönnen? Kann-Kinder sind all jene, die nach einem bestimmten Stichtag sechs Jahre alt werden - in den meisten Bundesländern ist das der 30. Juni.

Gibt es handfeste Faktoren, an denen sich die Schulfähigkeit von Kindern festklopfen kann? "Jein", meint die Diplompsychologin Renate Niesel vom Forschungsinstitut für Frühpädagogik, die sich hauptberuflich mir Einschulungsfragen beschäftigt. Natürlich gibt es bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Vorschüler beherrschen sollten. Das heißt aber nicht, dass ein Kind, das keine Häuser zeichnen kann (oder will), nicht trotzdem gerne und erfolgreich in die Schule geht. Und umgekehrt.

Niesel betont aber, dass die Entscheidung für eine frühe Einschulung nicht von den Eltern allein getroffen werden kann. Für den erfolgreichen Schulstart müssen viele Faktoren berücksichtig werden: Was tut der Kindergarten, um seine Vorschüler vorzubereiten? Welches Konzept hat die Schule, um sehr jungen Kindern gerecht zu werden beziehungsweise mit starken Alterschwankungen innerhalb einer Klasse umzugehen.

Die Traumlösung von Renate Niesel für eine erfolgreiche Einschulung: Alle Beteiligten - Eltern, Erzieher, künftige Lehrer - setzen sich gemeinsam an einen Tisch, um die beste Lösung für das einzelne Kind zu besprechen und herauszufinden, in welchen Bereichen man den künftigen Abc-Schützen noch stärken kann. Eine Illusion? "Nein, viele Kindergärten kooperieren sehr eng mit Grundschulen. Wenn nicht, müssen Eltern das einfordern."