Fremdsprachen

Englisch in der Grundschule - muss das sein?

Weiterleiten Drucken
Fremdsprachen: Englisch in der Grundschule - muss das sein?

Es war eine der Antworten auf den PISA-Schock und ein Musterbeispiel dafür, wie überzogene Hoffnungen Schule machen - Englischunterricht in der Grundschule. Nach der Euphorie der ersten Zeit kommt jetzt die Ernüchterung - ein paar Wörter, Sätze, Lieder, mehr lernen die Kinder nicht.
Im Rahmen einer empirischen Befragung der Katholischen Universität Eichstätt sagten 95 Prozent der befragten Sekundarstufenlehrer aus, am Ende der fünften Klasse merke man nicht mehr, ob ein Kind in der Grundschule Englisch gelernt habe oder nicht.

Sagen Sie uns Ihre Meinung: Die Antworten:
Finden Sie es wichtig, dass schon in der Grundschule Englisch unterrichtet wird?

Eltern.de User, die sich für Schwangerschaft, Geburt, Babys und alle weiteren Familien-Themen interessieren, treffen sich in der Eltern.de Community.

Ab sofort finden Sie Eltern.de auch mobil unter: mobil.eltern.de

Weiterleiten Drucken

Weitere Themen auf Eltern.de:
 
 
Kommentare zu diesem Artikel
> Kommentar schreiben
  • von Anja am 18. Juli 2009, 22:03 Uhr

    Im letzten Kindergartenjahr wird in Bremer Kindergärten Englisch angeboten. Die Kinder sind völlig begeistert bei der Sache und saugen Vokabeln geradezu auf. Aber in der Schule geht es dann erst in der 3. Klasse wieder los mit Englischunterricht. Und dann machen sie wieder das Gleiche, was sie im Kindergarten schon gemacht haben. Wer hat sich das nur ausgedacht? Warum gibt es nicht gleich ab der 1. Klasse Englischunterricht? so leicht, wie in dem Alter lernen die Kinder das nie wieder! Vor allem findet sich Englisch inzwischen in allen Lebenslagen. Ohne Englischkenntnisse kommt man heutzutage nicht mehr weit. Es ist wirklich schade, daß das Lernpotential unserer Kinder so unterfordert wird.


  • von g.v. am 28. Mai 2009, 18:06 Uhr

    Dass die Kinder am Ende der 4. Klasse nur ein paar Sätze, Wörter, Lieder gelernt haben, liegt zum Teil auch daran, dass die Englisch-Stunden herhalten müssen, wenn noch Stoff in Deutsch oder Mathe durchgenommen werden muss, der in den dafür vorgesehen Stunden zu kurz kam. Englisch wird nicht als vollwertiges Fach angesehen, "da kann auch schon mal ruhig eine Stunde ausfallen".


  • von Christopher Boone am 1. Mai 2009, 10:07 Uhr

    Ich bin selbst Englischlehrerin am Gymnasium und muss leider sagen, dass ich keine große Verbesserung feststellen kann, seit bei uns in der Grundschule bereits Englisch gelernt wird. Sicher, die Kinder können schon ein paar Vokabeln, haben aber z. B. noch keine Ahnung von der Orthographie. Wir haben viel weniger Stunden zur Verfügung, in denen wir dann Grammatik und Rechtschreibung pauken müssen, weil für die netten Dinge wie Rollenspiele, englische Feste feiern etc. keine Zeit mehr bleibt. Mir wäre es lieber, die Kinder erhielten in der Grundschule eine solide Basis in deutscher Sprache und Grammatik, worauf wir aufbauen können.


  • von S. I. am 30. April 2009, 21:02 Uhr

    Ich hatte auch bereits in der dritten Klasse Englisch. Der Grund, warum man nach der fünften keinen Unterschied mehr bemerkt, liegt meines Erachtens aber eher an der Tatsache, dass der "Vorsprung" zunichte gemacht wird, weil alle Kinder, egal ob Vorkenntnisse vorlagen, oder nicht, den gleichen Stoff bekommen. Unzweifelhaft fair für die, die noch kein Englisch können - aber systematische Wissensvernichtung und Unterforderung für die, die das Wissen schon haben. Schade!


    (4 Kommentare)

    Kommentar schreiben

    Name
    E-Mail

    Kommentar (max. 1000 Zeichen)

    Bild hochladen (optional)


    * Bitte geben Sie eine gültige E-Mail Adresse ein. Diese wird später nicht auf unserer Seite zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink. Einfach anklicken und schon ist ihr Beitrag online.


    > alle Tools


    Community