Sprachen lernen
 
Englisch in der Grundschule

In der Grundschule ist der Einstieg in eine Fremdsprache viel unbeschwerter. Aber lernt sie wirklich jedes Kind "spielend"? Und verwirrt es die Kinder nicht, wenn sie doch gerade erst die deutsche Rechtschreibung lernen? Fragen und Antworten.

Sprachen lernen : Englisch in der Grundschule

Eines der größten Hindernisse beim Englischlernen ist die Sorge, sich zu blamieren. Schon Fünftklässler verlangen von sich, möglichst fehlerlos zu sprechen. Denn als Beinahe- Pubertierender plötzlich wieder mit der Aussprache zu kämpfen, ist verdammt uncool. Grundschüler verschwenden an derartige Peinlichkeiten noch keinen Gedanken.

Dein Kind schweigt? Kein Grund zur Sorge!

Während der eine Grundschüler nach den ersten Englischstunden stolz beim Frühstück "Milk, please!" ordert, kommt dem anderen nicht eine neue Vokabel über die Lippen. Das große Schweigen zeugt aber weder von mangelndem Sprachtalent noch ist es ein Fall für gezielte Nachhilfe! Sprachlernforscher gehen heute davon aus, dass der Fremdsprachenerwerb in denselben Etappen erfolgt wie das Erlernen der Muttersprache. So wie Ein- und Zweijährige zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit dem Sprechen beginnen und immer wieder versuchen, neue Wörter und später Sätze zu formen, ergeht es auch den Grundschülern mit der Fremdsprache. Anders als in der weiterführenden Schule gibt man den Kindern in der Grundschule viel Raum für diese Lernphase, die man treffend als "silent period" (stille Phase) bezeichnet. Das ist gut so, denn still heißt keineswegs passiv. Im Gegenteil: Das Gehirn speichert und speichert – neue Laute, eine neue Satzmelodie, neue Vokabeln.

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