Grundschule

Gute Noten im Akkord?

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Die Eltern hoffen auf gute Noten


Egal, wie locker sich ein Kind gibt - es spürt den Druck, der auf ihm lastet. Denn haben die Eltern im letzten Jahr noch gelassen auf eine Drei oder Vier reagiert, bleiben jetzt viele nicht mehr ganz so ruhig. Das Wissen, dass zwei oder drei schlechte Noten das Aus fürs Gymnasium bedeuten können, macht nervös und drängt Eltern in eine Rolle, die sie zwar nicht mögen, aber dann doch oft spielen - die des Antreibers.

Für Kinder bedeutet das:

Sie haben jetzt das Gefühl, dass es nur noch um gute Noten geht - und dass sie nur geliebt werden, wenn sie die Erwartungen erfüllen. So können Sie helfen: Das Wichtigste in den nächsten Monaten ist, die Sorgen Ihres Kindes ab- und sein Selbstbewusstsein aufzubauen. Ein Kind, das von sich sagt: "Ich weiß, was ich kann, und was ich noch nicht schaffe, lerne ich noch" hat beste Voraussetzungen, dieses Schuljahr zu meistern.

Und die Eltern?

Auch für Sie wird diese Zeit nicht einfach sein: Erstens gilt es, das Kind zu guter Leistung zu motivieren, zweitens muss sein Selbstbewusstsein aufgebaut und drittens ein Dauerclinch vermieden werden. Das ist viel auf einmal und klappt nur, wenn man sich eine Strategie zurechtlegt:

  • Zeigen Sie Ihrem Kind, was es schon alles kann. Im letzten Grundschuljahr wird vor allem auf das geschaut, was Schüler noch nicht können. Dahinter steckt der gut gemeinte Wunsch, ihnen optimale Startbedingungen zu verschaffen. Doch sobald nur an Schwächen gearbeitet wird, sinkt das Selbstvertrauen. Steuern Sie zu Hause klug dagegen, indem Sie gemeinsam mit Ihrem Kind überlegen, was es alles in den vergangenen Jahren gelernt hat.
  • Ermuntern Sie Ihr Kind, nebenbei seine Rechtschreibleistungen zu verbessern, indem es bei den Hausaufgaben gezielt die Abschreibtechnik anwendet, die es in der Schule gelernt hat: Wörter genau anschauen, abdecken, hinschreiben, vergleichen, eventuell korrigieren. Davon profitiert Ihr Kind bei unangekündigten Diktaten.
  • Leiten Sie zur Selbständigkeit an. Schnell mal Mama nach der Antwort fragen, geht zwar fixer - auf Dauer bringt es mehr, wenn ein Kind weiß, wie es sich selbst helfen kann. Konsequentes Nachguckenmüssen bringt Schnelligkeit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
  • Üben Sie das Schreiben von Texten. Nun fragen Sie vielleicht: Worauf sollte Ihr Kind dabei achten? Die Internetseite www.grundschul-lehrer.de listet die Merkmale der verschiedenen Textarten genau auf. So haben Eltern beim Korrigieren und Kinder beim Schreiben eine Orientierung.
  • Sorgen Sie für Bewegung, Lernstress braucht Ventile. Kinder die viel toben, brauchen bei schlechter Laune nicht permanent ihre Eltern als Sparringspartner.
  • Informieren Sie sich über die vielen möglichen Schulwege, dieses Wissen entspannt! Beate Herfurth-Uber führt mit dem Ratgeber "Der sichere Weg aufs Gymnasium" (Heyne, sieben Euro) durch den Übertrittskriterien-Dschungel aller Bundesländer. Und die Autorin macht auf Umwege aufmerksam, die ebenfalls zum Abitur führen können.

Die Entwarnung: Wenn Ihr Kind die dritte Klasse passabel geschafft hat, wird es wahrscheinlich auch die vierte gut schaffen. Denn in einem Punkt war das dritte Schuljahr schwieriger: Ihr Kind musste viel mehr neuen Stoff aufnehmen und verarbeiten. Jetzt geht es vor allem darum, dieses Wissen durch Wiederholungen und Variationen zum Thema zu vertiefen.

Macht der Schulübertritt Ihnen Sorgen?

Auch wenn Ihnen im Prinzip klar ist, dass Sie Ihr Kind nicht unter Druck setzen sollten, und dass das Gymnasium auch nicht das Maß aller Dinge ist - viele Eltern sind im letzten Grundschuljahr besonders nervös und angespannt. Hand aufs Herz: Geht es Ihnen auch so? Machen Sie mit bei unserer Umfrage:

Sagen Sie uns Ihre Meinung: Die Antworten:
Setzt es Sie unter Druck, dass im letzten Grunschuljahr die Weichen für die weitere schulische Laufbahn Ihres Kindes gestellt werden?

Welches Kind darf nach der Grundschule aufs Gymnasium?

Als wäre der Schulübertritt von der Grund- zur weiterführenden Schule nicht schon stressig genug - es gelten auch in jedem Bundeslang andere Regeln, nach denen Kinder auf das Gymnasium wechseln dürfen. So hat in einigen Ländern die so genannte Grundschulempfehlung am meisten Gewicht, in anderen dagegen der Elternwille. Auf der nächsten Seite lesen Sie, welche Bestimmungen in Ihrer Heimat gelten

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  • von Franz Josef Neffe am 11. Oktober 2011, 22:54 Uhr

    In Bayern arbeitet ein Grundschüler 29 Stunden IN der Schule und bekommt Noten dafür. Ein Grundschullehrer arbeitet nur 28 Stunden und bekommt ein Gehalt. Mit wem möchtest Du da tauschen?
    Schule, Eltern und das Kind selbst setzen das Kind unter DRUCK. Unter Druck wächst nichts. Druck macht benommen. Druck erschwert auch die Orientierung.
    Das ist nicht meine Idee von Schule. In meiner Schule ist SOG das Grundprinzip. Ich lasse mir was einfallen, was ZIEHT. Sog löst. Sog, richtet auf. Sog macht wachsen. Mit Sog kannst du die Kräfte punktgenau lenken. Das sollte die Pädagogik langsam lernen, wenn sie wieder ernst genommen werden will.
    Jeder kann die SOGkräfte aktivieren; wir brauchen nur den Kräften das geben, wovon sie WACHSEN - Achtung, Anerkennung. Bestätigung, Interesse, .... und KEINEN DRUCK, sonst stürzt das SOG-System wieder zusammen. Wenn wir die Kräfte & Talente zum Wachsen bringen, sind sie den Aufgaben GEWACHSEN. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe


    (1 Kommentar)

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